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Die IL-14P DM-SAL, die ebenfalls in den
Flugzeugwerken in Dresden unter Lizenz mit der Werks-Nr. 14 803 026 produziert
worden war, wurde am 14. März 1958 an die Deutsche Lufthansa (Ost) ausgeliefert.
Sie war, wie die Werksnummer erkennen läßt, die 26. Maschine aus der
DDR-Produktion. Im Jahre 1968 wurde sie zum Schulflugzeug für die Abteilung
Fliegerische Aus- und Weiterbildung (FAW) der INTERFLUG umgebaut. Die INTERFLUG hatte 1965 begonnen
einen eigenen Studiengang für Flugzeugführer an der Ingenieurschule für
Verkehrstechnik Dresden, Außenstelle Berlin-Schönefeld, einzurichten. Dieses 3
1/2-jährige Studium, welches mit dem üblichen Grundstudium begann (Mathe, Physik
etc.), dann mit speziellen ingenieurtechnischen Fächern fortsetzte, endete
schließlich auch mit einer fliegerischen Grundausbildung. Dazu wurden über die
Jahre die Flugzeugtypen AN-2, IL-14 und L-60 benutzt, wobei die IL-14 nur in den
beiden ersten Matrikeln zum Einsatz kam, dann beschrämkte man sich aus
Kostengründen auf die AN-2 und als dann ab 1970 schließlich die Ausbildung bei
der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden angesiedelt wurde, kam sogar nur
noch die L-60 zum Einsatz, was mehr einer erweiterten PPL-Ausbildung entsprach. Dieses Studium endete
dann mit einer Diplom-Arbeit und dem Titel
Dipl.-Ing. , während das erste Studium mit einer Ingenieurarbeit und als Ingenieur abschloß und erst nach der
"Wende" bei Nachweis von 5 Jahren einschägiger Berufs-Praxis vom Kultusministerium in
Dresden als Dipl.-Ing.(FH) anerkannt wurde.
Nachdem die DDR-SAL keine Verwendung mehr als
Schulmaschine fand, baute man sie zum Meßflugzeug (calibration aircraft) um. Der
Kommandant dieser Meßflugbesatzung wurde der bekannte Flugkapitän Heinz Maiwald. Die
Maschine war fortan auf allen DDR-Flughäfen und über den VOR's der DDR zu
finden, flog ILS-Beams und VOR-Radialen ab, um diese zu kalibrieren. Heinz
Maiwald war allgemein bei der INTERFLUG dafür
bekannt, daß er bis aufs halbe Grad genau Kurs halten konnte, (ich glaube, er
hat sich vor allem in seiner verschmitzten Art dessen selbst gerühmt) was
besonders damals uns jungen Piloten immer vor Bewunderung den Mund offen stehen
ließ. Entsprechend auflösende Kursanzeigen waren wohl in der DM-SAL vorhanden.
Das zeigt aber auch, daß die IL-14 wohl in der Lage war, sehr kursstabil zu
fliegen was ja auch für die Kalibrierung der Anlagen nötig war. Die später dann
nach der IL-14 eingesetzte IL-18, die DDR-STP, sollte das allerdings naturgemäß
besser gekonnt haben. Der letzte Kapitän auf der DDR-SAL war dann der
langjährige Copilot und Ex-FAW-Fluglehrer Hans Klecha,
der heute noch im Flugsport aktiv tätig ist. Hans war in Erfurt 1972 auf der
AN-2 mein Fluglehrer.
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Dieses Bild von Wolfgang Bergemann zeigt die DDR-SAL als Meßmaschine 1984 im Südteil geparkt.
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Am 15.März 1984 wurde die DDR-SAL dann als
Meßflugzeug außer Dienst gestellt, Capt.Maiwald ging in Rente und die IL-18, DDR-STP
ersetzte in Zukunft die IL-14 als Meßmaschine. Dieses Flugzeug bekam jedoch nicht
mehr den orangen Tageslicht-Anstrich der DDR-SAL, sondern ein mehr dunkles Grau,
was ihr den Spitznamen "graue Maus" einbrachte.
Die DDR-SAL soll dann am 20. März 1985 durch die Besatzung
Pudimat, Barth und Margraf (offensichtlich eine NVA-Besatzung) nach
Dresden überführt worden sein. Diese IL-14 ist wohl heute noch die einzige
deutsche IL-14, die noch einmal in einen flugfähigen Zustand versetzt werden
könnte. Sie wurde darum auch in der Nähe der Elbe-Flugzeugwerke in Dresden
abgestellt. Zwischenzeitlich bekam sie mal ein falsches Kennzeichen (DDR-ZZB)
und die Aufschrift "3. Parteikonferenz der SED" in Erinnerung an den ersten
Prototyp aus Dresden. Das gefiel offensichtlich nicht allen in Dresden, wie man sich gut vorstellen kann. So wurde dann 1999 zunächst ein
ein falscher Kranich und die Aufschrift "Deutsche Lufthansa" angebracht. Im
Jahre 2000 erhielt sie dann den richtigen Kranich und ihre alte Kennung DM-SAL
zurück.
Wie üblich, zur vergößerten
Ansicht der Bilder, die Bilder anklicken und dann mit der Rücktaste des Browsers
hierher zurückkehren.
Die Bilder wurden von unseren Mitarbeiter Capt. Wolfgang "Haki" Hakansson in Dresden gemacht.
Die ersten beiden Bilder stammen leider aus unbekannter Quelle aus dem Internet.
Wir bedanken uns bei dem unbekannten Spender.
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| Die alte DM-SAL hier in der besagten Bemalung und Aufschrift, sowie dem falschen Kennzeichen. |
Ein Bild der DDR-SAL aus ihrer Zeit als Meßmaschine bei der INTERFLUG, hier geparkt auf der Ramp 2 in SXF |
Die nun in den alten Lufthansa-Farben, mit richtigem Kranich und gut restaurierte DM-SAL in Dresden, versteckt in einer Ecke. |
Der blaue Kranich auf der Nase der einstigen "Deutsche Lufthansa"-Maschine DM-SAL. |
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| Das typische IL-14 Heck (tail) mit der Beschriftunt DM-SAL |
Ein super erhaltenes Cockpit mit der reichhaltigen Ausrüstung einer Meßmaschine. Man beachte die mehrfachen ILS-Anzeigen. |
Der künstliche Horizont, wie er auch in anderen sowjetischen Flugzeugen zu finden war. |
Der Höhenmesser, hier 140 Meter hoch, während der kleinere innere Zeiger die Tausender anzeigt |
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| Die etwas älteren Bedienpulte der UKW-Sationen 1 und 2 |
Das Bedienteil des Radiokompasses, noch mit manueller Abstimmung. |
Das weiß nur Haki allein, bitte anmailen! |
die Kabine, wie sie so natürlich nicht ganr war |
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