Die alte INTERFLUG im www
Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

last updated:
24-Jan-2010

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Revision 3.0
DM-SAL

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Die IL-14P DM-SAL, die ebenfalls in den Flugzeugwerken in Dresden unter Lizenz mit der Werks-Nr. 14 803 026 produziert worden war, wurde am 14. März 1958 an die Deutsche Lufthansa (Ost) ausgeliefert. Sie war, wie die Werksnummer erkennen läßt, die 26. Maschine aus der DDR-Produktion. Im Jahre 1968 wurde sie zum Schulflugzeug für die Abteilung Fliegerische Aus- und Weiterbildung (FAW) der INTERFLUG umgebaut.  Die INTERFLUG hatte 1965 begonnen einen eigenen Studiengang für Flugzeugführer an der Ingenieurschule für Verkehrstechnik Dresden, Außenstelle Berlin-Schönefeld, einzurichten. Dieses 3 1/2-jährige Studium, welches mit dem üblichen Grundstudium begann (Mathe, Physik etc.), dann mit speziellen ingenieurtechnischen Fächern fortsetzte, endete schließlich auch mit einer fliegerischen Grundausbildung. Dazu wurden über die Jahre die Flugzeugtypen AN-2, IL-14 und L-60 benutzt, wobei die IL-14 nur in den beiden ersten Matrikeln zum Einsatz kam, dann beschrämkte man sich aus Kostengründen auf die AN-2 und als dann ab 1970 schließlich die Ausbildung bei der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden angesiedelt wurde, kam sogar nur noch die L-60 zum Einsatz, was mehr einer erweiterten PPL-Ausbildung entsprach. Dieses Studium endete dann mit einer Diplom-Arbeit und dem Titel Dipl.-Ing. , während das erste Studium mit einer Ingenieurarbeit und als Ingenieur abschloß und erst nach der "Wende" bei Nachweis von 5 Jahren einschägiger Berufs-Praxis vom Kultusministerium in Dresden als Dipl.-Ing.(FH) anerkannt wurde.

Nachdem die DDR-SAL keine Verwendung mehr als Schulmaschine fand, baute man sie zum Meßflugzeug (calibration aircraft) um. Der Kommandant dieser Meßflugbesatzung wurde der bekannte Flugkapitän Heinz Maiwald. Die Maschine war fortan auf allen DDR-Flughäfen und über den VOR's der DDR zu finden, flog ILS-Beams und VOR-Radialen ab, um diese zu kalibrieren. Heinz Maiwald war allgemein bei der INTERFLUG dafür bekannt, daß er bis aufs halbe Grad genau Kurs halten konnte, (ich glaube, er hat sich vor allem in seiner verschmitzten Art dessen selbst gerühmt) was besonders damals uns jungen Piloten immer vor Bewunderung den Mund offen stehen ließ. Entsprechend auflösende Kursanzeigen waren wohl in der DM-SAL vorhanden. Das zeigt aber auch, daß die IL-14 wohl in der Lage war, sehr kursstabil zu fliegen was ja auch für die Kalibrierung der Anlagen nötig war. Die später dann nach der IL-14 eingesetzte IL-18, die DDR-STP, sollte das allerdings naturgemäß besser gekonnt haben. Der letzte Kapitän auf der DDR-SAL war dann der langjährige Copilot und Ex-FAW-Fluglehrer Hans Klecha, der heute noch im Flugsport aktiv tätig ist. Hans war in Erfurt 1972 auf der AN-2 mein Fluglehrer.

 

Dieses Bild von Wolfgang Bergemann zeigt die DDR-SAL als Meßmaschine 1984 im Südteil geparkt.


Am 15.März 1984 wurde die DDR-SAL dann als Meßflugzeug außer Dienst gestellt, Capt.Maiwald ging in Rente und die IL-18, DDR-STP ersetzte in Zukunft die IL-14 als Meßmaschine. Dieses Flugzeug bekam jedoch nicht mehr den orangen Tageslicht-Anstrich der DDR-SAL, sondern ein mehr dunkles Grau, was ihr den Spitznamen "graue Maus" einbrachte.

 

Die DDR-SAL soll dann am 20. März 1985 durch die Besatzung Pudimat, Barth und Margraf  (offensichtlich eine NVA-Besatzung) nach Dresden überführt worden sein. Diese  IL-14 ist wohl heute noch die einzige deutsche IL-14, die noch einmal in einen flugfähigen Zustand versetzt werden könnte. Sie wurde darum auch in der Nähe der Elbe-Flugzeugwerke in Dresden abgestellt. Zwischenzeitlich bekam sie mal ein falsches Kennzeichen (DDR-ZZB) und die Aufschrift "3. Parteikonferenz der SED" in Erinnerung an den ersten Prototyp aus Dresden. Das gefiel offensichtlich nicht allen in Dresden, wie man sich gut vorstellen kann. So wurde dann 1999 zunächst ein ein falscher Kranich und die Aufschrift "Deutsche Lufthansa" angebracht. Im Jahre 2000 erhielt sie dann den richtigen Kranich und ihre alte Kennung DM-SAL zurück.

Wie üblich, zur vergößerten Ansicht der Bilder, die Bilder anklicken und dann mit der Rücktaste des Browsers hierher zurückkehren. Die Bilder wurden von unseren  Mitarbeiter Capt. Wolfgang "Haki" Hakansson in Dresden gemacht. Die ersten beiden Bilder stammen leider aus unbekannter Quelle aus dem Internet. Wir bedanken uns bei dem unbekannten Spender.

Die alte DM-SAL hier in der besagten Bemalung und Aufschrift, sowie dem falschen Kennzeichen. Ein Bild der DDR-SAL aus ihrer Zeit als Meßmaschine bei der INTERFLUG, hier geparkt auf der Ramp 2 in SXF Die nun in den alten Lufthansa-Farben, mit richtigem Kranich und gut restaurierte DM-SAL in Dresden, versteckt in einer Ecke. Der blaue Kranich auf der Nase der einstigen "Deutsche Lufthansa"-Maschine DM-SAL.
Das typische IL-14 Heck (tail) mit der Beschriftunt DM-SAL Ein super erhaltenes Cockpit mit der reichhaltigen Ausrüstung einer Meßmaschine. Man beachte die mehrfachen ILS-Anzeigen. Der künstliche Horizont, wie er auch in anderen sowjetischen Flugzeugen zu finden war. Der Höhenmesser, hier 140 Meter hoch, während der kleinere innere Zeiger die Tausender anzeigt
Die etwas älteren Bedienpulte der UKW-Sationen 1 und 2 Das Bedienteil des Radiokompasses, noch mit manueller Abstimmung. Das weiß nur Haki allein, bitte anmailen! die Kabine, wie sie so natürlich nicht ganr war

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