Die alte INTERFLUG im www
Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

last updated:
24-Jan-2010

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Revision 3.0
DM-SAF

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Auf dieser Seite möchte ich die IL-14P, mit der Werksnummer 14803016, der Deutschen Lufthansa (Ost) / INTERFLUG mit dem Kennzeichen DM-SAF vorstellen. Diese Maschine wurde einst am 10 Dezember 1957 an die Deutsche Lufthansa ausgeliefert. Sie war die Nr. 16 in der Produktionslinie der Flugzeugwerke Dresden, worauf auch die letzte Zahl in der Werknummer hinweist. Am 17. November 1967 wurde sie nach einer harten Landung in Leipzig Mokau außer Dienst gestellt und in der Nähe der Eisporthalle in Halle aufgestellt. Sie war noch nicht einmal 10 Jahre alt. Vermutlich stammt das dritte Bild der oberen Reihe aus dieser Zeit. Die Maschine diente dort wohl zunächst als Reisebüro, später dann als Konsum-Gaststätte "Saaleaue", Welch "treffender" Name für ein solch stolzes Flugzeug. Nach der "Wende" wurde die DM-SAF dann an einen Bauern in Pulsforde (Das Pulsforde an der B187 zwischen Zerbst und Coswig) verkauft. Sie soll damals mit drei Teifladern abtransportiert worden sein, wie Augenzeugen berichten. So konnte man sie Pulsforde im Juni 1995 noch betrachten. Die Pläne des Bauern aus der IL-14 eine Cafe zu gestallten, erfüllten sich leider aus uns im Moment unbekannten Gründen nicht. Dann bemühte sich ein Schrotthändler aus Schönebeck-Frohse um das Flugzeug, welches er zu Repräsentationszwecken bei sich aufstellen wollte. 1998 gelangte die IL-14 so nach Schönebeck-Frohse. Doch so richtig wurde wohl auch daraus nichts. Mitte 1999 wies die Maschine bereits erhebliche Beschädigungen an der Zelle, den Triebwerken und im Innenraum auf.

Schließlich kam sie doch noch in goldene Hände. Am 10.September 1999 wurde die DM-SAF nach Dessau in das Technikmuseum "Hugo Junkers" überführt. Nach anfangs noch ungeklärten Eigentumsverhältnissen gehört die Maschine jetzt dem Museum und ist hervorragend restauriert worden. Tausend Dank den Dessauern !

 

Man kann jedem Luftfahrtbegeisterten, jedem Ex-Interflieger soundso, nur empfehlen das Technikmuseum in Dessau zu besuchen. Neben der IL-14 findet man dort noch eine Mi-2 der Volkspolizei, die auch einst in SXF stationiert war und eine Z-37 des Agrarfluges der INTERFLUG, die gerade restauriert wird und schon recht gut aussieht. Des weiteren findet man natürlich die Junkers-spezifischen Exponate, mit dem Highlight der Ju-52/3m g4e, die leider nicht in Dessau, sondern in den Junkers-Werken in Bernsdorf gebaut wurde. Neben einiger russischer Militärtechnik im Außenbereich (anders als in Gastow kann man hier einen Blick in die Cockpits werfen), unter anderem eine gut restaurierte MIG-15 in der Halle.

Ein kommendes Highlight dürfte allerdings der IL-18 Simmulator der INTERFLUG werden, der sich z.Z. noch im Wiederaufbau befindet. Da darf man schon gespannt sein, denn die Dessauer leisten durchweg gute Arbeit.

Wie INTERFLUG.NET kürzlich erfahren hat, wird womöglich auch der einzige noch existierende Rumpf einer 152 (Werks-Nr. 011) aus dem JAG-15 in Rothenburg, der in Dresden liebevoll restauriert worden sein soll, nach Dessau kommen, da der Flughafen Dresden kein Interesse an dem Rumpf bekundet haben soll. Es ist das übliche Spiel mit der DDR-Vergangenheit, daß da eigentlich Menschenschicksale, fern von jeder Politik, oder reine technische Ereignisse dahinterstehen, interessiert die neuen Führungskräfte wenig. Alles was noch nach DDR riecht, ist ihnen suspekt. Sie können damit einfach (noch) nicht umgehen. Vielleicht braucht es noch mehr Abstand. Dann werden aber viele, die sich noch erinnern könnten, nicht mehr existieren. Darum machen wir unter anderem dieses web. Wir glauben, daß man über 40 Jahre Geschichte, auch oder insbesondere Luftfahrtgeschichte,  nicht einfach ausradieren sollte oder nur zu einer Geschichte der Stasi degradieren darf. Er gab mehr, viel mehr in der DDR, als nur die Stasi, die für die meisten Menschen, die einfach nur ihrer Arbeit nach gingen und sich um das Wohl ihrer Familien kümmerten, damals kaum  oder nur sehr selten in Erscheinung trat, die aber heute zum zentralen Punkt der Erinnerung an DDR-Geschichte überhaupt gemacht wird. Ich will nicht sagen, daß ein Aufklärung der Menschen darüber nicht auch sehr wichtig wäre, nur darf das nicht alles sein. Wir hatten z.B. auch die INTERFLUG, und nun haben wir wenigstens noch INTERLFUG.BIZ, zum Glück.

 

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Die Bilder in der oberen Reihe stammen nicht von mir, sondern aus dem Internet. Dank den Spendern, die nicht in jedem Fall ermittelt werden konnten.

Die DM-SAF hier noch im Südteil (Diepensee), wo einst der Flugbetrieb begann und später Flugtechnik und Flugsicherung zu Hause waren. Die DM-SAL auf einem S/W Scan im Fluge. Hier bereits in INTERFLUG Bemalung. Die DM-SAF wie sie zunächst ausgestellt war, mit der DM-Kennzeichnung. In einem ziemlich desolaten Zustand kam die DM-SAF schließlich in die goldenen Hände des Technikmuseums "Hugo Junkers" nach Dessau.
In herrlicher Pracht und alter Lufthansa-Bemalung kann die Maschine heute in Dessau besichtigt werden. Das ist Nostalgie pure, einfach zum verlieben so ein Schmuckstück. Darum steht sie auch gleich links in der Zufahrt zum Museum, unweit der Reste des alten Junkers Windkanals. Die Nabe des Verstellpropellers Einfach Super, höchstens noch durch die in der Halle stehende Ju-52 zu übertreffen, die in einem noch schlechteren Zustand nach Dessau kam.
Die Gangway ermöglicht den Aufgang zur Innenbesichtigung. Die redchte Tragfläche mit dem Starbord-Motor der Maschine, einem Asch-82. Das rechte Hauptfahrwerk. Das Bugfahrwerk
Der Portside Motor in der typische Verkleidung mit den verschiedenen verstellbaren Klappen Von links hintern, deutlich die drei Abgasrohre des Motors, die geöffneten Fahrwerksklappen und die Form des Seitenleitwerks zu erkennen. Das Heck der Maschine Die Seitenansicht mit der typischen IL-14 Silouette.
Vom Tail aus betrachtet ist des Höhenleitwerk sehr gut in seiner Form erkennbar. Nun ein Blick in die gute Stube, Mittelgang, zwei Sitze links und zwei rechts. Die Bestuhlung ist nicht vollständig. Das Cockpit, welches liebevoll wieder hergerichtet wurde, auch wenn da in der Mitte der Gerätetafel noch ein schwarzes Loch ist. Das Cockpit aus tieferer Sicht.
Links immer der Kapitän. Die abgewinkelte Steuersäule schaffte freien Fußraum in der Mitte, oft ein Problem bei anderen Flugzeugen, außer bei Airbus fly-by-wire. Die Copiloten-Seite (Starbord). Auch diese Steuerrad zeigt mit der obigen Öffnung nach innen, was uns noch ein Rätsel aufgibt. Die rechte Seite mit dem Controll-Stand in der Mitte, die Domäne des Bord-Technikers. Das Center Pedestal, vorwiegend mit den Bedienelementen für Triebwerke und Luftschrauben.

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