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Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

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23-Apr-2012

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Trauermeldungen

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Mit jedem Menschen verschwindet ein Geheimnis aus dieser Welt.

Sektion detaillierte Trauermeldungen

Wir trauern um:


Horst „Wibbel“ Koziol hat uns für immer verlassen

Horst Koziol, einer der Pioniere der DDR-Zivilluftfahrt, ist 90-jährig verstorben. Geboren am 5. Juni 1922 in Reichenforst, hat er sich frühzeitig der Fliegerei verschrieben. Nach einer Segelflugausbildung in Münster in Westfalen absolvierte er die B-Schule in Plauen und schulte u. a. auf den Bücker-Typen 131, 133 und 181. Nach erfolgreicher Blindflugausbildung auf He 111 und Ju 52, kam er zum KG 55. Als im Herbst 1944 die Auflösung des Geschwaders drohte und ein Einsatz als Infanterist vorgesehen war, meldet sich Horst zur Reichsverteidigung. Nach der Umschulung auf Fw 190 erfolgte sein Einsatz im ZG 76. Nach Bombereinsätzen an der Oder wurde er dem JG 2 zugewiesen, bei dem er auch zu seinen letzten Flug im Zweiten Weltkrieg startete. Während eines Einsatzes an der Westfront warf Horst seine Bombe im Notwurf ab und wollte sich nach Grimma absetzen, doch ein Triebwerksausfall zwang ihn zu einer Bauchlandung in einem waldigen Gelände. Von dort aus gelang ihm zu Fuß die Flucht und Rückkehr in die Heimat.

Als 1955 in der DDR die Deutsche Lufthansa gegründet wurde, bewarb sich Horst Koziol unverzüglich und wurde auch als Pilot auf Aero 45 eingestellt. Als er wegen einer Farbuntüchtigkeit nicht mehr als Flugzeugführer tauglich war, wechselte er als Navigator auf die IL-18. Im September 1981 endet auch diese fliegerische Tätigkeit und Horst Koziol wurde einer der ersten Flugdienstberater des Flugbetriebs, eine Tätigkeit, die er mit Kompetenz und Leidenschaft bis zu seiner Pensionierung ausübte. Nun ist er zu seinem letzten Flug angetreten – wir werden Horst Koziol nicht so schnell vergessen!

Einige Fotos aus der Laufbahn von Horst Koziol

SG38 RAD W34
Koziol auf SG 38 Koziol beim RAD Rechts vor der W 34
Luftwaffe Aero 45 IL 18
Bei der Luftwaffe Als Pilot auf Aero 45 Umschulung auf IL-18 /Mitte mit Fotoapparat)

Flugkapitän i. R. Horst Materna

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Nachruf auf Paul Wilpert Paul Wilpert


Oberst d. R. Paul Wilpert wurde am 6. Januar 1925 in Zanditz im Sudetenland geboren.
Von 1931 bis 1939 besuchte er die deutsche Volksschule, danach studierte er bis 1943 an einer Lehrerbildungsanstalt. Während dieser Zeit beschäftigte er sich in der Flieger-HJ mit dem Flugzeugmodellbau und erwarb den Luftfahrerschein für Segelflug. Nach vier Monaten beim Reichsarbeitsdienst wurde Paul Wilpert zur Luftwaffe eingezogen. Von Februar 1944 bis März 1945 absolvierte er die Ausbildung an der Flugzeugführerschule AB in Prenzlau. Die folgenden zwei Monate diente er im „letzten Aufgebot“ als Unteroffizier in einer Fallschirmjägereinheit, mit der er in Kaufbeuren in sowjetische Gefangenschaft geriet. Bis Ende 1948 arbeitete Paul Wilpert als Holzfäller im Ural und Elektroschweißer im Arbeitslager Ischewsk. 1949 besuchte er die Zentralschule 2040 in Riga  und wurde Anfang 1950 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.

In der Folgezeit entwickelte sich Paul Wilpert zu einem der Gründer der DDR-Luftfahrt. Zunächst in der Abteilung Sport im Zentralrat der FDJ schuf er als Sektorenleiter die Grundlagen für den Flugsport und Flugmodellbau. Am 1. Dezember 1950 trat er mit dem Dienstgrad Oberrat der Volkspolizei in das Referat z. b. V. der Hauptabteilung Ausbildung in Berlin-Adlershof ein. Als Sekretariatsleiter beim Generalinspekteur Heinz Keßler war er verantwortlich für die Aufstellung militärischer Fliegereinheiten. 1952 hatte Paul Wilpert das Kommando über den Lehrgang X, der zur Flugzeugführerausbildung nach Sysran an der Wolga kommandiert wurde. Ab dem 13. August 1952 Kommandeur der 1. Fliegerdivision in Cottbus, übernahm er ein Jahr später das Kommando über den 3. Aeroclub Bautzen. Ab August 1955 studierte Paul Wilpert an der Militärakademie der sowjetischen Luftstreitkräfte in Monino bei Moskau und avancierte nach seiner Rückkehr zum Stellvertreter des Chefs der LSK/LV. Seine fliegerische Qualifikation erfolgte auf den Flugzeugtypen Jak-18, Jak-11, MiG-15 und MiG17.

Mit der Bildung der Hauptverwaltung Zivile Luftfahrt im Januar 1961 wurde er deren technischer Leiter und schied aus dem aktiven Militärdienst aus. 1965, nach dem Ausscheiden von Arthur Pieck, wurde Paul Wilpert zum Leiter der HVZL und damit zum Stellvertreter des Ministers für Verkehrswesen berufen, eine Aufgabe, die er die nächsten zehn Jahre mit Erfolg ausübte. Nach verschiedenen Funktionen in der zivilen Luftfahrt, u. a. als Direktor Verkehrsflug der INTERFLUG,  trat er 1989 in den Ruhestand.

Leiter HVZL Erstflug BEY Eröffnung SLB II
Leiter der HVZL Eröffnungsflug nach BEY Eröffnung der SLB II in SXF

Auch danach interessierte sich Paul Wilpert weiter intensiv für die Entwicklung der Luftfahrt -  so war er ständiger Gast auf der ILA, nachdem diese zum Flughafen Schönefeld gewechselt hatte – und arbeitet mit anderen „Ehemaligen“ an einer Chronik der Aeroclubs, der Vorläufer der Luftstreitkräfte der DDR.

Am 06. Dezember 2011 verstarb der Oberst d. R. Paul Wilpert in Berlin, seine Beisetzung erfolgt an seinem Geburtstag im kommenden Jahr. Mit Paul Wilpert ist einer der letzten Pioniere der DDR-Luftfahrt von uns gegangen, wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.

Flugkapitän i. R. Horst Materna

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Flugkapitän a.D. Friedrich (Freddy) Drews

In tiefer Trauer haben wir vom Ableben unseres langjährigen Kollegen "Freddy" Drews erfahren. Er starb am 08.11.2010 im Alter von 79 Jahren.
Zur Trauerfeier und Beisetzung auf dem Friedhof in Dresden Kaditz-Spitzhausstrasse, reisten auch einige ehemalige Freunde und Kollegen der INTERFLUG an.

Wir möchten mit den Bildern der Trauerfeier, an Freddy erinnern.

"Fred" Drews - sein Weg vom Bauernjungen zum INTERFLUG-Kapitän

Friedrich Drews, Jahrgang 1931, gehörte zu den ersten Nachkriegspiloten der DDR. Die Eltern waren Landarbeiter auf einem Gut in Markow/Mecklenburg. Von 1937 bis 1944 besuchte er die Volksschule in Volkendorf. Das bedeutete täglich 2x 2,5 km Fußweg auch bei Regen und Schnee. Seiner Lehre als Elektromechaniker endete mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen. Alle Kühe wurden als Reparationsleistungen über die Oder verschifft. Der Kampf ums Überleben begann. Mit der Aktion "Junkerland in Bauernhand" wurden seine Eltern Neubauern. Mit den Entstehen von LPG´n und Maschinenausleihstationen wurde es für die Familie leichter und Fred konnte seinen Entwicklungsweg beginnen.
1950 besuchte er die Offiziersschule für Pionier und Nachrichtenwesen in Klietz. Zu Stalins Geburtstag wurde er zum Unterkommissar der KVP ernannt. 1952 folgte er dem Angebot der KVP-Luft an einem "technischen Sonderlehrgang" im Ausland teilzunehmen, die erste wichtige Entscheidung in seinem Leben. Die Vorbereitungs- und Testlehrgänge in Pinnow und Pirna bestand er mit Bravur. Am 22.September 1952 sollte es mit unbekanntem Ziel losgehen. Er traf seine zweite wichtige Entscheidung und heiratete am 19.September 1952. Eine Fliegerehe begann, die bis zu seinem Tod Bestand hatte.
Die erste Entscheidung endete nach 30 ereignisreichen Jahren 1982, die in seinen Flugbüchern dokumentiert sind. Für ihn begann, der politischen Situation Rechnung tragend, die streng geheim gehaltene Pilotenausbildung, der "Lehrgang X" in Zysran an der Wolga zusammen mit 224 jungen Deutschen die zu Militärfliegern ausgebildet wurden. Nachrichten aus der DDR kamen dort 6 Wochen später an, so auch die Nachricht von der Geburt seines Sohnes. Im November 1953 wurden die jungen Piloten in Kamenz empfangen. 1955 erhielt er eine Wohnung in Drewitz, dem Standort des 2.Aeroklubs mit dem Kommandeur Oberstleutnant Reinhold, dem späteren Chef der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung. 1956 wurde seine Tochter geboren.
Im Oktober 1959 endet sein Militärflugbuch mit 2592 Flügen auf den Flugzeugtypen PO-2, alle Jak 18-Typen, Jak 11/C11 (Lizenzbau der CSSR), alle Mig-15- Typen und 14 Fallschirmsprüngen. Alle Typen flog er auch als Fluglehrer. 1957 wurde er als Jagdflieger wegen Westverwandtschaft abgelöst. Seine Frau hatte zwei Schwägerinnen, die seit den 20er Jahren in Westberlin wohnten und zu denen keine Verbindungen bestanden. Im Kampf um seine Wiederzulassung als Jagdflieger bat er Oberst Lehweß-Litzmann, seinem Schulleiter, wo er als Staffelkommandeur auf der Jak-18 eingesetzt war, um Hilfe. Aber der konnte oder wollte nicht helfen. Das Misstrauen gegen ihn wurde damit immer größer, denn man bot in der BRD 1959 für eine Mig-15 eine "Überführungsprämie" von 115.000 US$ an.
In Dresden war inzwischen einiges passiert. Der zweite Testflug der 152 V1 endete am 04.03.1959 mit einer Katastrophe. Man brauchte noch einen Piloten mit Jet- und Kunstflugerfahrung und Fred empfahl sich mit ausgezeichneten fliegerischen Leistungen. Nach entsprechenden Gesprächen wurde er Zivilist und begann an der Betriebsschule der Flugzeugwerke in Dresden mit der technischen Einweisung für der "152" und danach eine fliegerische Ausbildung in Lipezk, UdSSR auf die IL-28, ein taktischer Bomber, der als Erprobungsträger für die DDR-Triebwerke Pir-na 014 vorgesehen war. Am 10.03.1960 erhielt es einen Einzelvertrag als Industriepilot.
Im Herbst 1960 erhielt er eine Instrumentenflugausbildung auf den vier werkseigenen IL-14P. Für die 152 waren umfangreiche Streckenerprobungen in unterschiedlichen Klimazonen vorgesehen. Er sollte in Kairo stationiert werden und das Wüstenprogramm fliegen. 44 Flugberichte dokumentieren seine Arbeit als Industriepilot.
Am 17.03.1961 kam das "Aus" für die Flugzeugindustrie der DDR. Fachkräfte verabschiedeten sich in Richtung Westen. Pilot Puhlmann machte bei Boeing weiter. Chefkonstrukteur Freytag ging zu Weser Flugzeugbau GmbH und beteiligte sich an der Entwicklung der Transall. Am 02.09.1961 war seine letzte Landung mit einer IL-28R und einem getesteten Serientriebwerk mit 3150 kp Schub. Damit wurde sein Einzelvertrag zum Geschichtsdokument. Inzwischen hatte die NVA die IL-28 in ihrem Bestand. Wegen seiner Flugerfahrung auf allen drei IL-28-Varianten wurde er von der NVA als Hauptmann Drews reaktiviert. Und es war kein Witz, Drews war wieder im Standort Drewitz. Seitdem nannte er diesen Flugplatz "Drewswitz". Da er inzwischen in Dresden wohnte, wollte er Pilot für die Flugzeugwerft Dresden werden. Er hatte die Erfahrungen und die Fähigkeiten, aber er gehörte nicht zu der Militärlobby und sein Wohnort Dresden war keine Planungsgröße bei Kaderentscheidungen der NVA . Propagiert wurde, dass die Familie das Hinterland für jeden Flieger ist. Die Realität sah anders aus. Er hatte bereits 1959 die Zusage "Wiedereinsatz als Jagdflieger" wenn er sich scheiden lässt. So kam er zur Zieldarstellungskette von Major Hellwig für Anfangübungen der Jagdfliegerkräfte der NVA. Dann wurde er für Peenemünde abgestellt. Mit Luftsack im Schlepp bis 3000m Höhe übten die Artillerie den scharfen Schuss. Dabei erlebte er den ernsten Zwischenfall und wurde dabei fast abgeschossen. Keine 10 m waren auf der Seiltrommel. Sein Bemühen an der Militärakademie in Dresden zu studieren wurden abgelehnt. Für General W. Reinhold war er mit 32 Jahren zu alt. Die Wahrheit war sein "Kaderrucksack" in Form der angeheirateten Westverwandtschaft. So wurde er Ende 1963 in die Reserve abgeschoben.
Ende 1967 bot sich die Gelegenheit bei der INTERFLUG als Pilot einzusteigen. So begann er seine Ausbildung als Verkehrsflugzeugführer vom Februar bis September 1968 auf der IL-14, für die er alle Berechtigungen hatte. Aber die Lizenz war ja abgelaufen. Deshalb also 4 Monate Theorie und 3 Monate Flugausbildung. Der Prüfungsflug endete mit dem Verantwortlichen der Abt. Aus- und Weiterbildung, Flugkapitän Kurt Lamm, von Leipzig-Mockau nach Schönefeld ohne Erwerb einer Lizenz, da der Typ IL14 bereits im Verkehrsflug ausgemustert war. Mit gleichem Aufwand erlebte er seine AN-24-Ausbildung die er 1969 beendete um im Oktober 1969 den Lehrgang Tu-134 zu beginnen. Mit der Einführung der IL-62 wurde er im Februar 1970 zur Umschulung nach Uljanowsk delegiert und wurde jetzt Co-Pilot. Bei der Schulung der Altkapitäne Fries, Pfaff, Heeger usw. wurde er als Dolmetscher benötigt. "Plötzlich durfte ich mit dem Makel meiner Westverwandtschaft nach Damaskus und andere lukrative Strecken fliegen, wo es Devisen als Tagegeld gab; wir waren alle gleich, doch manche waren ein bisschen gleicher, so war es bei verschuldeten Flugvorkommnissen, bei moralischen Verfehlungen usw.". Das waren seine Worte als er im Jahr 2008 in einem Interview mit seinen ehemaligen Flugschülern Klaus Breiler und Jürgen Leskin äußerte. Die Verantwortlichen von Grimmer, Fischer bis Materna hatten sich für diesen Aktionismus nie zu verantworten. So ging seine Entwicklung weiter. Im Herbst 1971 schulte er als Kommandant auf die IL-18, um 1973 Kommandant und später Fluggruppenleiter auf der IL-62 zu sein. Viele verantwortungsvolle Flüge sollten folgen. Erstflug nach Hanoi und Bagdad nach dem dortigen Kriegsende, Hilfsflüge für Angola, Landung in Managua trotz örtlicher Kampfhandlungen um 20t Medikamente und andere Hilfsgüter auszuladen und verwundete Befreiungskämpfer zur Heilbehandlung in der DDR auszufliegen. Ein Sonderflug für das Politbüro mit der Skatrunde Honecker, Stoph, Mittag und weitere Politbüro-Mitglieder blieb ihm in besonderer Erinnerung. Er flog die wichtigsten Leute bis Irkutsk trotz Westverwandtschaft. Warum die INTERFLUG diesen Flug durchführte hatte er nie erfahren.
Am 03.11.1982 war es dann aus gesundheitlichen Gründen soweit. Sein letzter Flug von Beirut nach Schönefeld.

Am 08.11.2010 verstarb Friedrich Drews während einer Herzoperation. Die Luftfahrt Ost verliert eine ihrer prägenden Fliegerpersönlichkeiten. Mit den trauernden Familienmitgliedern verabschiedeten sich zehn Flieger der Airline INTERFLUG am 22.11.2010 auf dem Friedhof von Dresden-Kaditz von einem verdienstvollem Piloten und aufrechten Menschen während einer würdevollen Trauerfeier.
Diese Auszüge aus dem Interview von 2008 in Vorbereitung einer Veröffentlichung betrachtete er als seinen Beitrag zur Aufarbeitung deutscher Luftfahrtgeschichte.

Klaus Breiler Jürgen Leskin

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Unser "Nitschewo" lebt nicht mehr!

Der Flugkapitän i. R. Prof. Dr.-Ing. Rolf Heinig ist für immer von uns gegangen.

Rolf, am 02. November 1924 in Mühlau bei Chemnitz geboren, war frühzeitig für das Fliegen begeistert. Nach Beendigung der Schule trat er deshalb 1938 in die Flieger-HJ ein und flog schließlich die C in Eilenburg. 1942 ging er zur Luftwaffe und wurde zum Kampfflieger auf der He111 ausgebildet. Später zur Reichsverteidigung kommandiert, flog Rolf seine letzten Einsätze auf der Focke-Wulf 190. Nach kurzer englischer Gefangenschaft konnte er sich als Neulehrer qualifizieren und 1955 an der Bergakademie Freiberg diplomieren. Eine kurzzeitige Tätigkeit in der Luftfahrtindustrie und die Bekanntschaft mit "Papa" Horn brachte Rolf 1956 zur gerade geschaffenen DLH der DDR. Er wählte unter fachlichen Gesichtspunkten von fast 3000 Bewerbern 20 ehemalige Luftwaffenpiloten aus, die mit ihm gemeinsam Ende 1956 nach Uljanowsk an die Höhere Fliegerschule der Aeroflot zur Ausbildung auf der Il-14 flogen. Später schulte er auch auf die An-24, Il-18, Tu-134 und die Il-62 um; für den geplanten Einsatz auf der "152" musste er auch die Tu-104 steuern lernen. Während der gesamten Zeit im Dienste der Interflug arbeitete Rolf an seiner wissenschaftlichen Weiterbildung und wurde 1978 als Professor an die Sektion Luftfahrt der Verkehrshochschule Dresden berufen. Nach der Auflösung der Sektion beschäftigte er sich bis zu seinem Ruhestand 1993 mit wissenschatflichen Problemen der Luft- und Luftschifffahrt. Am 30. November 2008 hat Rolf Heinig den letzten Flug ohne Wiederkehr angetreten. Wir gedenken in Ehren einem leidenschaftlichen Flieger, einem guten Kollegen und einem liebenswerten Menschen.

Im Namen vieler Kollegen - Flugkapitän i. R. Horst Materna


Hier noch einige Fotos von der Trauerfeier und Beisetzung am 08. Januar auf dem Eichwalder Friedhof.

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Unser Heinz Martin lebt nicht mehr

 

Unser ehemalige INTERFLUG-Kollege, der langjährige Oberinstrukteur für Bordfunker, später Navigatoren, Heinz Martin ist am 09. September 2007 im Alter von 86 Jahren nach einem erfüllten Leben in der Luftfahrt  in Berlin verstorben. Heinz Martin hatte seinen ersten Kontakt mit der Fliegerei bereits während des II. Weltkrieges machen müssen, was ihn sicherlich auch menschlich stark beeinflußt hat. Später in der zivilen Luftfahrt der DDR war er für viele unserer Kollegen ein wertvoller Lehrmeister. Er wird uns immer im Gedächtnis bleiben.

 

Die Trauerfeier für Heinz Martin findet bereits am Donnerstag, den 27. September um 14:30 Uhr auf dem Freidhof in Baumschulenweg, Kiefholzstrasse 221/222 statt.

Nach Informationen von Horst Materna (Bild und Anzeige) und Reiner Scope (Anzeige) vom 18. und 23.Sept.2007. Wenn jemand zur Beerdigung geht und mir Bilder zukommen läßt, wäre das nett.


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Rudolf Gemeinhardt verstorben

 

Am 03.08.2007 verstarb unser Rudi Gemeinhardt. Rudi war viele Jahre für die INTERFLUG tätig, im Wirtschaftsflug und z.B. auch als Frachtbegleiter auf den Frachtflügen der IL-18 Staffel. Viele Besatzungen waren erfreut, wenn sie bei den oft nicht ganz einfachen Frachtflugaufgaben Rudi mit an Bord hatten. Er kümmerte sich nämlcih nicht nur zuverlässig um alle Frachtbelange, sondern auch bestens um das Wohl der Crew.

Am 24. August wurde Rudi auf dem Friedhof der Auferstehung in Weissensee begesetzt. Zugegen waren auch ehemalige Mitaarbeiter der INTERFLUG, so die Flugkapitäne Gerd Sprieß, Reinhard Knäblein und Siegfried Prager. Kaum einer wird Rudi je vergessen.

 

Gerd Sprieß hat uns einige Bilder von der Beisetzung zukommen lassen, die wir denen, die nicht kommen konnten, natürlich nicht vorenthalten wollen.

 


Rudi Gemeinhard
Rudi Gemeinhard Rudi Gemeinhard

ifbiz, 01.SEP 2007 (c) Bilder von Gerd Sprieß und Fam. Gemeinhard

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IL-18 Pilot Christian Lehmann (FZ-14) verstorben

 

Wie ifbiz erfahren mußte, ist kürzlich der uns allen gut bekannte INTERFLUG IL-Pilot Christian Lehmamm durch einen Herzinfarkt mit 63 Jahren verstorben. Christian war ein mehr ruhiger und bescheidener Kollege, der sein Ingenieurs-Studium im Matrikel FZ-14 absolvierte. Erst im letzten Sommer feierte die FZ-14 in Bohnsdorf ihr 40 Jähriges. Christian war auch aktiv an der Restaurierung einer IL-14 für das Technik Museum Berlin in Tempelhof beteiligt.

Wir sind tief betroffen und werden Christian ein würdiges Andenken bewahren.

           

Die Trauerfeier für Christian fand am 31. Juli 2007 um 11 Uhr auf dem Friedhof der Parochial- und St.Petri Gemeinde in Friedrichshain statt . Auch ehemalige INTERFLUG-Mitarbeiter, einstige Kollegen und Kommilitonen Christians waren zugegen.

 

Christians Beerdigungsfeier

Beerdigung auf dem Friedhof der Parochial- und St. Petri-Gemeinde Friedrichshain

Christians Grabstelle


(Die Bilder wurden dem ifbiz freundlicherweise von Flugkapitän i.R. Gerd Sprieß zur Verfügung gestellt.)

 

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IF-Bordingenieur Dieter Kricke im Alter von 69 Jahren verstorben

 

unerwartet für viele und mit tiefer Betroffenheit haben wir die Meldung entgegennehmen müssen, daß unser Dieter Kricke, zuletzt Bordingenieur auf der IL-62 und in leitender Funktion in der Flugtechnologie des Betriebsteils Flugbetrieb tätig, am 24. Mai 2007 an einem Krebsleiden verstorben ist. Dieter war viele, viele Jahre Bordingenieur mit Leidenschaft, Ausbilder und Vorbild, setzte Standards und war stets um eine gute Zusammenarbeit mit unseren Kollegen im Betriebsteil Flugtechnik bemüht. Ich bin sicher, Dieter wird für immer in unserem Gedächtnis bleiben, als Teil unseres Lebens bei INTERFLUG.

 

Die Trauerfeier findet am 14. Juni 2007 um 14:00 Uhr auf dem Friedhof in Glasow statt.

 

d.kricke

 

(übermittelt von R. Thieme)

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Nach kurzer schwerer Krankheit ist Kapitän Rainer Kunze für immer von uns gegangen

 

Rainer wurde am 9. Mai 1943 in Gersdorf geboren. Nach dem Besuch der 8-klassigen Grundschule erlernte er den Beruf eines Flachwirkers. Von 1960-1963 diente er in den Luftstreitkräften der NVA und flog dort Jak-18, MIG-15 und IL-14. Im Jahr 1968 kam er zur INTERFLUG, wo er am 20. Mai 1969 nach erfolgreicher Ausbildung den Erlaubnisschein als Verkehrsflugzeugführer erwarb. Von 1970 bis 1972 absolvierte er ein Studium an der Ingenieurschule für Verkehrstechnik im Matrikel LBF 20. Nach der IL-14 flog er auf der IL-18, der TU-134 und war schließlich 1990 zum Ende der INTERFLUG Copilot auf der IL-62. Nach der Liquidation der INTERFLUG flog Rainer zunächst als Copilot und dann als Kapitän auf der B-737 bei Germania Flugdienst. Durch den zeitweiligen Verlust der Flugtauglichkeit mußte er dort sein Arbeitsverhältnis aufgeben. Als er später wieder eine eingeschränkte Flugtauglichkeit erlangte, war er noch für eininge Zeit am Zwickauer Fliegerclub tätig bis ihn dann ein böses Magenkarzinom am 09. Februar 2007 im Alter von nur 63 Jahren für immer von uns nahm.

 

Wir haben Rainer immer als lebenslustigen, aufgeweckten Kollegen geschätzt, der sich durch die verschiedenen Probleme durchkämpfte. Das Schicksal war leider nicht immer auf seiner Seite wie letztlich sein böser Tod unterstreicht. Wir trauern aufrichtig um Rainer Kunze, Flieger der INTERFLUG mit Herz und Seele.

 

 

 

Hier ein Bild von Rainer Kunze (li) noch aus den besseren Tagen
(Bild aus dem Buch zur INTERFLUG von Rudolf Braunburg, übermittelt durch Steffen Machold)

 

(Text nach Informationen von Horst Materna)

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Flugkapitän Maiwald ist tot
 
- ein Nachruf von Horst Materna,  Flugkapitän i.R. , einst DO bei IF

Heinz Maiwald wurde am 23. Februar 1918 in Leipzig geboren und trat 1936 in die Luftwaffe ein, nachdem er seine „Luftfahrttauglichkeit“ bereits beim Segelfliegen in Laucha nachgewiesen hatte. Über Oschatz und Nordhausen, wo er auch seine Frau, mit der er mehr als 65 Jahre verheiratet war, kennen lernte, sowie die Fliegerschulen in Weimar und Perleberg kam er schließlich als Schlepppilot zum Lastensegler-Geschwader nach Hildesheim. Er überlebte den Angriff auf das Fort Eben Emael und die Besetzung Hollands als Pilot auf der Ju 52 und flog als persönlicher Pilot von Fallschirmjäger-General Student im Kreta-Einsatz. Der Krieg endete für ihn am 7. Februar 1945, als er wegen Spritmangel aus seiner He 111 über Polen mit dem Fallschirm aussteigen musste. Im Oktober 1949 aus sowjetischer Gefangenschaft zurückgekehrt, trat er in die VP ein. 1951 begann er seinen Dienst beim MdI in der Abteilung Flugsport als Abnahmeberechtigter für Luftfahrzeuge.
Am 1. Januar 1957 wurde er als Pilot auf der Aero 45 bei der DLH eingestellt. Nach seinem Umstieg auf die IL-14 flog er diese bis zu deren Außerdienststellung. Als Kapitän der „Rentner-Airline“ (so wurde scherzhaft die Crew der Meßmaschine genannt, Anm. des WM) absolvierte er im April 1984 im Alter von 66 Jahren seinen letzten Flug im Dienst der Interflug. Sein Rentnerdasein widmete er der Familie und seinen Hobbys, zu denen stets das Interesse an der Luftfahrt gehörte. Im Alter von 88 Jahren verstarb Heinz Maiwald nach schwerer Krankheit am 29. November 2006. Er wurde auf dem Friedhof in Miersdorf bei Zeuthen beigesetzt. Heinz war einer der letzten „Alten“ aus der Gründerzeit der DDR-Luftfahrt – wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.:

© Bilder aus dem Archiv Horst Materna

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Auch unseren Hubert hat's leider erwischt (WM, 27.FEB2006, Bild Sammlung Horst Materna)

 

Hubert Pospiech Durch eine heimtückische Krankheit wurde am 17. Februar 2006 unser Kollege Flugkapitän Hubert Pospiech von uns gerissen. Hubert wurde am 28. September 1932 geboren. Fast sein gesamtes Leben widmete er der Fliegerei. Hubert gehörte dem 1. Lehrgang für Militärflieger in Kamenz an. Er flog später den ersten Überschalljäger der Luftstreitkräfte der DDR, die MIG-19 in Preschen. Hubert nahm dann seinen Weg über den Agrarflug der INTERFLUG und schließlich über die Abteilung Aus- und Weiterbildung des Betriebsteils Flugbetrieb des Verkehrsfluges auf die Linie. Er hatte dabei noch das Glück, die IL-14 kennenzulernen. Auf der Linie wurde er dann zunächst Kapitän auf der AN-24 und später auf der TU-134(A). Hubert war damals auf der TU-134(A) auch eine zeitlang mein Kapitän. Unser Navigator war zu dieser Zeit der Pfeife rauchende Micha Blomberg, der mir immer fast jeden deutschen Namen eines Ortes in Polen sagen konnte, den wir gerade überflogen.

Hubert flog später noch weiter als Copilot auf der TU-134(A), bis er dann doch fluguntauglich wurde und die Stelle eines Flugauswerters in der Objektiven Kontrolle der Flugbetreibskontrolle (FK) im Block F übernahm.

Hubert war immer ein dynamischer und sehr lebenslustiger Mensch und keiner, der ihn kannte, wird ihn jemals richtig vergessen können. Da bin ich ganz sicher.


    28.09.1932  -  17.02.2006

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In Trauer

 

Wie ich gestern durch unseren ehemaligen Kollegen Reiner Scope erfahren habe, ist unser Dieter Oehme am 7. Februar viel zu früh von uns gegangen. Es wird wohl kaum einen Interflieger im Verkehrsflug geben, der Dieter nicht auf die eine oder andere Weise gekannt hat.

                                   Dieses Bild stammt aus dem Tagebuch seiner Struktureinheit, so wie ihn die meisten kannten. (Bilder aus der Sammlung Horst Materna)

* 07. Juni 1937 - 07. Februar 2006

 

Dieter Oehme wurde am 07. Juni 1937 in Rabenstein geboren. Dieters Weg in den Flugbetrieb Verkehrsflug führte wie bei so vielen über die Abteilung fliegerische Aus- und Weiterbildung FAW. Am 19. August 1961 erhielt Dieter seine Pilotenlizenez. In den späten 60er Jahren, als es um die Erfüllung eines Vertrages über die Zusammenarbeit mit der Luftfahrt der Sowjetunion ging, wurden Studenten zur Leningrader Akademie der Ziveilen Luftfahrt geschickt (heute wieder St. Petersburg). Dieter war damals einer der Auserwählten. Er schloß in der ersten Hälfte der 70ziger Jahre das Studium dort als Diplomingenieur ab. Aufgrund seiner umfangreichen russischen Sprachkenntnisse, die er sich während des Studiums aneignen musste, wurde er nach seiner Rückkehr in der Abteilung Flugtechnologie eingesetzt, da ja unsere gesamte Original-Dokumentation in Russisch war und erst für den deutschen Flugbetrieb bearbeitet werden mußte. Er flog gleichzeitig als Kapitän auf dem Flugzeug IL-18, was "nebenbei" sicherlich eine große Belastung war. In der Abteilung Flugtechnologie wurde Dieter dreimal mit dem Ehrentitel "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" ausgezeichnet, was damals damals schon etwas sein konnte oder auch nicht. Wir wissen es nicht mehr. Nehmen wir also mal an, dass da damals großartige sachliche Leistungen dahinter standen (sonst wäre Dieter ja wohl nicht dabei gewesen), was ja leider nicht immer und überall in dieser Zeit der Fall war. Dieter ging dann schließlich doch ganz auf die Langstrecke und wurde einfach Senior First Officer auf der IL-62 (der 2. Mann an Board). Die IL-62 war ja 1972 auch im Flugbetrieb der INTERFLUG eingeführt worden. Da Dieter auch ehrenamtliche Ämter bekleidete, besuchte er auf Kreisebene auch verschiedene gesellschaftliche Schulen, die immer mal so mal dran waren, .

Nach der "Wende" suchte er zusammen mit den Kollegen Schreier und Streit sofort eine aktive gesellschasftliche Rolle im Berufsverband Cockpit (BVC) einzunehmen. Später setzte er sich dann nachdrücklich mit für die Rechte der Ingenieure der INTERFLUG ein, die bislang von der zusätzlichen Altersversorgung der technischen Intelligenz ausgeschlossen werden, da man behauptet die Interflug wäre kein volkseigener Betrieb gewesen. Immer voller Kraft und Lebenslust, war Dieter stets für einen Spaß zu haben und so war er auch fast nie zu überhören. Wir werden Dieter ganz bestimmt nicht vergessen.

 

Die Trauerfeier findet am 9.März, 12.00 Uhr  auf dem Friedhof der Laurentiusgemeinde in 12557 Berlin-Köpenick, Rudower Straße statt. Um zahlreiches Erscheinen in Uniform wird gebeten.

 

(Bilder und Angaben stammen von unserem ehemaligen DO, Herrn Host Materna, die erste Nachricht und Datum der Trauerfeier von Herrn Reiner Scope, ein ehemaliger Kollege auf der IL-62.)

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Traurige Nachrichten

Wir trauern um:

 

Flugkapitän a.D. Hermann Entrich,

 

war zuletzt Kapitän auf einer der bekanntesten IL-18, der "grauen Maus", DDR-STP, unserer Messmaschine, welche nach vielen Jahren Einsatz die IL-14, DDR-SAL, ablöste. Hermann begann seine Laufbahn in der zivilen Luftfahrt einst bei Deutschen Lufthansa auf der IL-14 als Funker. Er galt schon damals als fachkundiger und zuverlässiger Kollege im Cockpit.

Auf diesem etwa 45 Jahre altem Bild sehen wir links den späteren Flugkapitän Hermann Entrich  (li.)
amals noch als Bordfunker bereits in Interflug-Uniform.Rechts sein guter Freund, der spätere
Flugkapitän IL-62, Werner Schuschies. (Bild aus der Sammlung: Horst Materna)

 

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Flugingenieur a.D. Helmut Schlegel
 

Flugingenieur Helmut Schlegel (Mitte) mit der Crew des Kapitäns "Gustl" Schneider vor der INTERFLUG IL-14
am 27. Februar 1959 beim Erstflug nach Kopenhagen.(v.l.n.r. Funker/Navigator Karl-Hugo Steinke, Copilot Jochen Görlich,
Stewardess Inge Broszeit, Kommandant "Gustl" Schneider. Kdt. Schneider hatte nur 3 Streifen, da er noch einem
Anfangsminimum für Instrumentenanflüge unterlang. Selten ist der Interflug-Schriftzug auf der IL-14,
der nur für ein paar Tage dort prangte.) (Angaben und Foto aus der Sammlung von Horst Materna)

 

 

Auch Helmut Schlegel begann bereits auf der IL-14 und war dort als sehr guter Bordingenieur geschätzt. So führte er z.B.zusammen mit Flugkapitän Dieter Sachse den ertsten Flug mit der IL-14 nach Athen durch. In den letzten Jahren seiner beruflichen Tätigkeit war Helmut in der Flugbetriebskontrolle (FBK) des BT 'Flugbetrieb beschäftigt. Helmut hatte auch einen Sohn, den Frank, auf die Laufbahn im Flugbetrieb gebracht. Frank kam über die LBF-19 zur Fliegerei. Ein alter Kollege von Helmut, der spätere Oberinstrukteur für Navigatoren, Reiner Scope, hat einen kleinen Nachruf verfaßt, den wir hier gerne veröffentlichen.

Sicher kennen nur noch wenige Kollegen Helmut Schlegel. Er gehörte als Bordmechaniker auf IL 14 zu den ersten Besatzungen der Deutschen Lufthansa/Interflug. Besondere Verdienste erwarb er sich als Instrukteur für Bordmechaniker 1963 im Rahmen der Einführung der 3-Mann-Besatzung IL 14 durch Umschulung von Bordfunkern zu Bordmechanikern, die auch als Funker tätig werden konnten. Diese Aktion und der Betrieb der IL 14 mit 3-Mann-Cockpit war im Ostblock einmalig. Helmut erfüllte diese Aufgabe mit ganzem Herzen – wohl ahnend, dass er damit auch seinen geliebten Arbeitsplatz im Cockpit bald verlieren würde. Und das geschah tatsächlich!

 Ich war einer dieser Umschüler und verdanke ihm viel.

 Reiner Scope, Nov. 2005

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IF-Flugzeugführer Wolfgang Schmele im Alter von 63 gestorben

 

Wir trauern um unseren ehemaligen Kollegen Wolfgang Schmele, der im Alter von 63 Jahren viel zu früh von uns gegangen ist.

 

 

schmele

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