

|
 |
Hier die DM-SBF mit laufenden Triebwerken
(photo: unbekannt)
|
Die INTERFLUG besaß gut 10 Jahre
lang auch 6 Maschinen vom Typ Antonow AN-24W,
die vorwiegend im Innlandverkehr (Domestic) und vereinzelt auf kurzen
Auslandsstrecken, wie nach Prag, Krakau, Budapest, Kopenhagen, Bratislava, Wien,
Warschau etc.zum Einsatz kamen.
Die erste AN-24W soll am 03. März 1966 auf dem Flughafen
Berlin-Schönefeld eingetroffen sein. Der erste Linienflug im Inland fand dann
wohl am 19. März von
Berlin nach Dresden statt. Insgesamt waren in der DDR einmal 7 AN-24W
zugelassen. Davon flogen 6 Maschinen im Linien- und Charterdienst der INTERFLUG und eine Maschine, die DM-SBH, war für
das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) im Einsatz. Die Besatzung dafür wurde
im Einvernehmen von der INTERFLUG abgeworben. Der
Anreiz dafür waren wohl ein gutes festes Gehalt, bessere Spesen (Tagegelder) und
etliche Sonderflüge und damit fliegerisch anspruchsvolle Aufgaben. Nachteil war
eine gewisse militärische Einbindung, verschärfter Geheimnisschutz und
sicherlich manchmal die Frage, was man da eigentlich machte (z.B.
"Fesselflüge"). Die Bemalung erfolgte in INTERFLUG Farben und die Crew flog in INTERFLUG Uniformen
| Kennzeichen |
Werksnummer |
Eintragung
ins Luftfahrtregister |
Betreiber |
Verwendungszweck |
Streichung
im Luftfahrtregister |
Verbleib |
| DM-SBA |
67302206 |
01. DEZ 1965 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
01. FEB 1976 |
verkauft an
BALKAN als LZ-ANL |
| DM-SBC |
67302302 |
01. DEZ 1965 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
16. AUG 1976 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
| DM-SBD |
67302210 |
01. DEZ 1965 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
25. OKT 1976 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
| DM-SBE |
67302301 |
01. DEZ 1965 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
06. SEP 1976 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
| DM-SBF |
67302304 |
01. DEZ 1965 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
02. AUG 1976 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
| DM-SBG |
67302303 |
01. FEB 1966 |
INTERFLUG /
Verkehrsflug |
Passagierflugzeug |
24. SEP 1976 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
| DM-SBH |
77303009 |
24. JAN 1967 |
Ministerium
für Staatssicherheit |
Passagierflugzeug |
08. JUN 1977 |
verschenkt an
Hang Khong Vietnam |
Im Inland wurden von der INTERFLUG Leipzig, Dresden, Erfurt, Barth und im Sommer auch Heringsdorf
angeflogen. Im Sommer gab es auch Direktverbindungen (ohne Zwischenstop in
Berlin) von Erfurt, Dresden und Leipzig an die Ostseeküste. Im Jahre 1971 wurde
beschlossen, den Inlandverkehr einzustellen, der natürlich nie kostendeckend
gewesen war. Die Reichsbahn hatte zudem ihre Zugverbindungen inzwischen
verbessert, was den Inlandflugverkehr noch fragwürdiger machte, lagen doch, anders als
die Hauptbahnhöfe, die Flughäfen meist weit am Rande der Städte.
So wurden die AN-24W noch einmal in Kiew grundüberholt (bezahlt aus dem
Solidaritätsfond der DDR) und im Rahmen der Solidarität nach Vietnam verbracht.
Lediglich ein Flugzeug wurde an die Balkan (Bulgarien) verkauft.
Anmerkung: Im Englischen wird das russische Б nicht wie im Deutschen in der
Transkription zu W übertragen, sondern es mutiert zu V. Darum findet man in englischen
Typenbüchern immer die Bezeichnung AN-24V für genau die gleiche Variante.
Allgemeine Technische Daten: *)
(Daten sind z.Z. noch nicht
unbedingt IF-spezifisch)
| Techn. Größe (deu) |
parameter (engl) |
SI-System |
anglo-american system |
Vergleich
Fokker F-27 |
| Länge (l) |
length (l) |
23,53 m |
77 ft 3 in |
23,06 m |
| Spannweite (b) |
wing span (b) |
29,20 m |
95 ft 10 in |
29,00 m |
| Höhe (h) |
height (h) |
8,32 m |
27 ft 4 in |
8,71 m |
| Flügelfläche (A) |
wing area (S) |
74,98 m² |
807 sqft |
70,00 m² |
| durchschnittliche Flügeltiefe (λ) |
average cord (cAV) |
2,57 m |
ca. 8,43 ft |
? |
| mittlere Flügeltiefe |
mean aerodynamic cord (MAC) |
tbn |
tbn |
? |
| Flügeltiefe an der Wurzel |
root cord |
3,50 m |
11 ft 6 in |
? |
| Flügeltiefe an den Spitzen |
tip cord |
1,094 m |
3 ft 7 in |
? |
Flügelpfeilung
innere Tragflächensektion
äußere Tragflächensektion |
sweep angle
inner wing section
outer wing section |
0
6° 50' (λ/4-Linie) |
0
6° 50' (quater cord line) |
? |
pos./neg. V-Form des Flügels
innere Tragflügelsektion
äußere Tragflügelsektion |
dihedral / anhedral
inner wing section
outer wing section |
0
2° neg. V-Form |
0
2° anhedral |
? |
| Schlankheitsgrad |
aspect ratio |
11,37 |
11,37 |
? |
Verjüngung
innere Tragflächensektion
äußere Tragflächensektion |
taper ratio
inner wing section
outer wing section |
2,92
3,2 |
2,92
3,2 |
? |
| Spurweite |
wheel track |
7,90 m |
25 ft 11 in |
? |
| Radstand |
wheel base |
7,89 m |
25 ft 10 5/8 in |
? |
| Leermasse (m) |
basic weight (BW) |
13 300 kg |
29 320 lb |
12 243 kg |
| Betriebsleergewicht |
Dry Operating
Weight
(DOW) |
|
|
12 684 kg |
| max. Startgewicht |
max take off weight (MTOW) |
21 000 kg |
43 300 lb |
20 410 kg |
2 Triebwerke:
Iwschenko AI-24 Srs II
mit Wasser-Einspritzung |
2 engines:
Ivchenko AI-24 Srs II
with water injektion |
2 x 2550 ePS
2 x 1500 ehp (Reise) |
2 x 2550 ehp
2 x 1500 ehp (cruise) |
2 x Rolls Royce
Dart Mk536-7R
max. 2320 ehp |
| Propeller AV-72 |
props AV-72 |
4-Blatt-Verstell-Propeller,
mit konstanter
Drehzahl,
Durchmesser 3,9 m, 260 kg
rechtsdrehend (von vorne) |
4-blade
variable pitch,
constant speed,
diameter 12 ft 9 1/2 in, 570 lb
clockwise from front view |
4-Blatt-Dowty
Rotol
constant speed |
berdeckungsbereich des
Propellerluftstroms |
propeller wash effect |
34% der Flügelfläche,
Auftriebserhöhung 15-20% |
34% of wing
area,
increase in lift by 15 to 20% |
? |
| Anlasser |
Starter |
Startergenerator STG-18TMO
mit Gleichspannung von der
Hilfsturbine oder Bodengerät |
starter-generator STG-18TMO
DC power of APU
or ground unit |
? |
| Max. Geschwindigkeit (Vmax) |
max. speed (VNE) |
500 km/h (in 6000m) |
270 kt (at
19680 ft) |
? |
| Reisegeschwindigkeit (VReise) |
cruising speed (VNO) |
450 km/h |
243 kt |
480 km/h |
| Landegeschwindigkeit |
landing speed |
165 km/h |
102 kt |
|
| Dienstgipfelhöhe (Hmax) |
service ceiling |
9000 m |
29 530 ft |
29 500 ft |
Steigzeiten
auf 6000 m
auf 8100 m |
time for climbing
to 19 680 ft
to 26 580 ft |
17,5 min
45,2 min |
17,5 min
45,2 min |
max. rate of
climb
7,5 m/s |
Reichweite
mit voller Zuladung
mit max. Kraftstoff (berführ.) |
range
with max. payload
with max. fuel (ferry) |
2400 km
550 km (?)
2970 km |
1490 nm
296 nm (?)
1846 nm |
1741 km
(mit 52 PAX) |
| Max. Zuladung |
max payload |
5 500 kg |
12 125 lb |
5 896 kg |
Flächenbelastung
(Gewicht/Flügelfläche) |
wing load |
280 kg/m² |
53,66 lb/sqft |
291,57 kg/m² |
Leistungsbelastung
(Leistung/Masse) |
specific power |
0,1214 ePS/kg |
0,0589 ehp/lb |
0,1137 ehp/kg |
| Besatzung |
flight crew |
3-4 |
3-4 |
2 |
| Kabinenbesatzug |
cabin crew |
1-2 |
1-2 |
1 |
| Anzahl der Sitze |
number of cabin seats |
50 |
50 |
44-52 |
| Erstflug |
first flight |
20.12.1959 Kiew |
20.12.1959 |
24. 11. 1955 |
*)
zu den technischen Daten ist unter der Seite IF-Flugzeuge eine eigene Seite, Basics on Data mit
allgemeinen Erklärungen zu finden
|
Die Antonow AN-24 ist sozusagen die Mutter einer ganzen, sehr
erfolgreichen Familie der 2-Mot-Turboprops, zu der noch die ursprünglich rein
militärische Version, die AN-26, sowie die AN-30 und die AN-32 mit all den
verschiedenen Varianten und die chinesische Y7 gehören. Die AN-24 war
1957 bei Aeroflot als Kurzstreckenflugzeug mit 32-40 Sitzen (short range) zur
Ablösung der IL-14 gefordert worden.Die AN-24 flog das erste Mal im DEC
1959 mit damals bereits 44 Sitzen (eine Reihe mehr durch Umgestaltung der
Kabine).
ber 1200 AN-24 wurden zumeist in der Ukraine gebaut. Etwa 390 AN-24s, 235
AN-26s, 65 AN-30s und 35 AN-32s waren 2002 noch in ziviler Nutzung.
Die AN-24 wird im Westen häufig mit der Fokker F-27 verglichen oder gar als
deren russischer Nachbau bezeichnet, aber ich denke, das hat sie nicht so recht verdient.
Sie ist schließlich besser, wenn vielleicht auch nicht in jeder Hinsicht,
sehr wahrscheinlich auch nicht in ökonomischer Hinsicht. Ich bin etwa 4
Jahre und fast 2000 h als First Officer auf der AN-24 geflogen und ich habe sie
sehr gemocht. Ich vermute zwar, daß meine damalige Jugend und der Umstand, daß
es mein erstes Verkehrsflugzeug überhaupt war, das ich über die Luftstraßen steuern durfte, ein wenig rosarote
Einfärbung meiner historischen Brille verursacht, denn ein lautes Gerät, mit
nicht gerade optimalem Verhältnis von Leergewicht und Zuladung war sie allemal
auch. Aber sie war fliegerisch relativ gutmütig und zuverlässig, gut
instrumentiert und ausgerüstet. Ein Headset mit guter Schalldämpfung war
allerdings notwendig und etwas unterpowered war sie auch. Starts wurden bei
höheren Temperaturen mit Wassereinspritzung durchgeführt, was für etwas mehr
Power und zulässiges Startgewicht sorgte. Es brauchte seine Zeit bis man auf Höhe kam, vor allem im Sommer.
Dafür fiel sie gut wie ein Stein vom Himmel, wenn man es nötig hatte (Leerlauf
der Triebwerke, Fahrwerk ausgefahren und Luftschrauben von Anschlag). So
schaffte man es noch gut aus ca. 4500 m (militärische Beschränkung) bei
Friedland aus der A4
(nahe Neubrandenburg) nach Heringsdorf rein mit einem straight-in Approach. Ich
kann mich nicht nehr erinnern, in welcher Höhe die Luftschrauben dann wieder vor
den Anschlag genommen werden mußten, aber es war dennoch zu schaffen, nicht wie
2002 bei der Fokker F-50 der Luxair in Luxemburg, die wohl die Luftschrauben auf
dem short final noch hinterm Anschlag hatte, was wohl die Treibwerke zum Stehen
brachte.
Ich erinnere mich noch gut an meinen allerersten AN-24
Ausbildungsflug 1972 auf der Linie von Berlin nach Erfurt. Mein Lehrer war der
bekannte Interlfug-Kapitän, Herr Pfeiffer, genannt "Pfiff", Bordingenieur war Edgar "Eddie" Wieland und Copilot war Herr Dipl.-Ing. Klaus "Gräte" Kretzschmar,
ein Leningrad-Absolvent, der noch auf der AN-24 Kapitän wurde und später als
TU-134 Kapitän und schließlich der Fluginspekteur der Flugbetriebsinspektion des Verkehrsfluges war.
Mit mir gemeinsam startete ein kleiner übriggebliebener Haufen
aus dem Matrikel LBF-19 der Ingenineurschule für Verkehrstechnik Dresden,
"handverlesen" vom Kaderchef der INTERFLUG, Herrn Grimmer, höchst persönlich (ich werde das "Gespräch" mein Leben lang nicht
vergessen), da inzwischen der Bedarf der INTERFLUG an Piloten wieder etwas gesunken war. Viele von uns mußten darum zum Agrarflug
oder gar in die Flugsicherung. Mit mir übrig blieben die Herren Seltman, Kopp, Wild, Hahmann, Kempe und Trogisch. Eigentlich sollten wir
damals auf die IL-18, so
waren wir von Herrn Flugkapitän Kurt Lamm, dem damaligen Chef der Fliegerischen Aus- und
Weiterbildung (FAW), nach dem Studium in einer offiziellen Feierstunde in
der Volksbühne in Berlin in die letzten Ferien entlassen worden.
Dann passierte der Unfall mit der DM-SEA bei Königs Wusterhausen
und als man Mitte September dann wieder Zeit für uns hatte, fanden wir uns
plötzlich in der AN-24 Staffel wieder. Heute würde man AN-24 Flotte sagen.
Staffelleiter (Flottenchef) war damals der Herr Flugkapitän Werner Perlick,
Stellvertreter waren die Herren Flugkapitäne Peter Diefenbach ("der feine Herr Diefenbach" hieß es immer spaßig) und der hochtalentierte Manfred Krahl (Ausbildung). Oberinstrukteur für Bordingenieure war Eckard Munte und
Chefstewardeß der Staffel war Frau Schellenberg. Damals gehörten die
Stewardessen noch zu den Flugstaffeln. Der eigene Bereich Kabinenpersonal wurde erst
später gebildet. Eine Geschichte für sich.
Im Sommer gab es auf der AN-24 immer recht viel zu fliegen, während
die Winter zur "sauren Gurkenzeit" wurden, da es da keine Bäderflüge gab und
eigentlich nur die Linie nach Erfurt noch richtig Sinn machte. So habe ich im
Winter oft nur 20-30 Stunden im Flugbuch stehen, was sich natürlich auch auf das
Gehalt auswirkte, denn es gab keine garantierten Flugstunden.. Ich habe in meinem gesamten Berufsleben nie wieder so viel
Freizeit gehabt wie auf der AN-24, allerdings auch nie wieder so wenig Geld
verdient. Ich erinnere mich noch gut an meine 700 M Anfangsgehalt Copilot. Lange ist es her,
fast vergessen. Es war so eine Art Jugend-Teilzeit Arbeit auf Abruf. Zum Glück
hatten wir auf der AN-24 keine ausgesprochenen Nachtflüge, wie ich sie später
auf der TU-134 im regulären Nachtcharter ans Schwarze Meer reihenweise erleben
mußte. So viel man, wie in der DDR üblich, immer von einem Extrem ins andere.
Einige Bilder
aus der Zeit der AN-24 bei INTERFLUG:
(Die meisten Bilder sind Scanns von INTERFLUG Werbematerialien, Broschüren oder
ähnlichem Material. Einige sind aus dem Internet. Die Fotografen sind alle
unbekannt. Sollten diese aber genannt werden wollen - was ich mir bei der
Qualität der Bilder kaum vorstellen kann - dann mögen sie uns schreiben.)
 |
Eines der wenigen überlieferten Cockpitbilder von der AN-24
der INTERFLUG. Selbst im Titel 47, "Antonov's
Turboprop Twins" auf unserer Bookpage findet man nicht ein einziges
Cockpitbild. Das nebenstehende Bild stammt von einer IF-Broschüre, wo es nur
sehr klein abgebildet und in begrenzter Offsetdruck-Qualität zum Scann zur
Verfügung stand.
Wer die beiden Piloten hier sind, entzieht sich im
Moment meiner Kenntnis. Ich hoffe jedoch bals nähere Auskünfte vom ersten
Staffelleiter der AN-24, Flugkapitän a.D. Dieter Sachse, zu bekommen. Der
Kapitän links, der gerade ins Sichtgerät des Radars schaut, könnte Dr-Ing. Rolf Heinig sein.
Betrachtet man einmal hier die Leichtbauweise der
Pilotensitze, ist es leicht nachzuvollziehen, daß das OKB Antonov hier
Probleme mit dem Leergewicht (Konstruktionsgewicht) des Flugzeuges hatte,
was sich auch auf die Zuladung auswirkte. |
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Hier eine AN-24 der INTERFLUG vor dem Abfertigungsgebäude in Erfurt. Das orange Gerät hinter dem
rechten Fahrwerk ist eine sogenannte Bodenspannungsquelle, wie sie zur
Energieversorgung des Flugzeuges und zum Anlassen der Hilfsturbine TG-16
genutzt wurde. Die Triebweke wurden dann in der Regel mit der Energie, die
von der Hilfturbine geliefert wurde, angelassen. Erfurt war einer, zum
Schluß der einzige Ort, wo die Crews übernachten mußten, um nach später
Landung bereits in aller Frühe wieder die Verbindung in die Hauptstadt
aufzunehmen (die sogen.Tagesrandverbindungen). |
 |
Hier eine AN-24W auf der Bahn, wobei ich nicht sicher bin,
welcher Flughafen hier zu sehen ist. Schön zu sehen der Luftschraubenkreis
der Vier-Blatt-Luftschraube, die einen sehr prägnannten und
unverwechselbaren Klang verursachte. Erhöhte man zum Anrollen etwas die
Leistung und reduzierte sie dann wieder, entstand dieser weit zu hörende
typische AN-24-Klang. Die AN-24 klang viel dunkler und voller als die Fokker
F-27.
Gut auch hier zu sehen die negative V-Form des Außenflügels, was der AN-24
auch den Spitznamen "Schlappi" einbrachte. |
 |
Hier deutlich zu sehen der typische Pitch Angle (body angle) der AN-24
nach dem Abheben. Diese Maschine hier zeigt eine lange Drahtantenne für die
Kurzwelle, so daß ich vermute, es handelt sich hier wahrscheinlich um die
DM-SBH des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Gut zu sehen auf diesem Bild
sind die etwas negative V-Form (2 Grad) der Außensektion des Tragflügels und
die leicht positive V-Form des Höhenleitwerks. |
 |
Diese Bild zeigt die DM-SBE vor der alten Abfertigung im
Nordteil in Schönefeld. Dieser Standplatz (ich habe die Nummer vergessen)
war einer der mit am meisten von der AN-24 genutzten Standplätze zu dieser
Zeit. Ein weiterer markanter AN-24 Platz war die Nummer 11, direkt vor dem
Flügel der Inlandabfertigung. Da die "Antonowze", wie die Flieger der AN-24
spaßig gennt wurden, soundso für schnellstes Rollen am Flughafen berüchtigt
waren, wundert es nicht, daß sie den schägen Standplatz 11 (wie ein High
Speed Exit auf der RWY) zu einer bosonderen Vorführung ihrer Rollkünste
nutzten. Da wurde noch einmal Tempo gemacht und dann die Triebwerke
lange vorher abgestellt, um mit dem letzten Schwung direkt in den Standplatz zu rollen,
leicht anbremsen und die Maschine stand am Punkt.
Kam allerdings ein Hindernis dazwischen (z.B. Multicar) oder
man verschätzte sich, dann mußte noch einmal wenigstens ein Triebwerk
angelassen werden. Peinlich, peinlich, aber das wars auch. Später und heute
unvorstellbar so etwas !!! |
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Hier die DM-SBF
beim Rollen auf dem Taxiway, wahrscheinlich in Schönefeld. |
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Noch einmal die DM-SBE, hier vor dem Abfertigungsgebäude in
Wien, Österreich. Auch hier in Wien rechts hinter dem Hauptfahrwerk die
Bodenspannungsquelle in Form eines kleine Wagens zu sehen, meist ein
Dieselaggregat oder eine starker Batterie-Satz. Im westlichen Ausland waren
das meist Agregate der Firma Houchin.
Unter der rechten Höhenflosse sieht man hier deutlich die
eine Dipol-Antenne des Funkhöhenmesser. |
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Hier die Frontansicht einer rollenden AN-24W der INTERFLUG. Dieses Bild stammt aus dem Internet,
der Fotograf ist uns z.Z. unbekannt. Es ist jedoch zu vermuten, daß es sich
hier um einen Scan von einer INTERFLUG Publikation handelt. Im Hintergrund sieht man das Heck einer russischen
IL-18. Der Flughafen ist uns leider ebenso wie das Kennzeichen der Maschine
unbekannt. |
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Hier noch einmal die DM-SBF, auch ein Bild aus dem Internet,
wo uns der Fotograf bislang unbekannt geblieben ist. Wahrscheinlich wurde
dieses auf dem Flughafen von Kopenhagen-Kastrup aufgenommen. Zu erkennen der
Schriftzug AN-24 am Seitenruder der Maschine. |
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