Die alte INTERFLUG im www
Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

last updated:
24-Jan-2010

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Revision 3.0
AN-2

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Hier ein Bild der restaurierten DDR-SKF, die unter dem bundesdeutschen Kennzeichen D-FONF flugfähig auf der ILA 2006 erschien.  Das Bild stammt von Georg Noack, Dresden.
(weitere Bilder von Georg Noack findet man auf www.airliners.net )



Beschreibung und allgemeine Angaben zum Flugzeug AN-2

 

Das Flugzeug AN-2 mit dem Triebwerk ASch-62IR und der Luftschraube AW-2 ist ein Doppeldecker (genauer gesagt, ein 1 1/2 Decker). Die AN-2 ist zur Beförderung von Fracht und Passagieren vorgesehen. Bei unbedeutenden geringfügigen Umbauten kann sie auch für die folgenden Zwecke eingesetzt werden:
 

  • In der Landwirtschaft zur Schädlingsbekämpfung, zur Aussaat aus der Luft und zum Düngerstreuen;

  • für geologische Forschungen, Beobachtungen und Fotoflüge;

  • zur Bekämpfung von Waldbränden;

  • zum Betrieb auf Wasserstraßen und in Polargebieten

  • als Sanitätsflugzeug;

  • als Schulflugzeug;

  • als ideales Absetzflugzeug für Fallschirmspringer.
     

Mit dem Flugzeug können verschiedene Fracht oder zwölf Passagiere befördert werden. Durch die Mechanisierung der Tragfläche, die einen stabilen Gleitflug auch bei großen Anstellwinkeln ermöglicht, kann das Plugzeug auf unbefestigten kleinen Flugplätzen starten und landen. Zur Orientierung und Verbindung mit Bodenfunkstellen ist das Plugzeug mit einem Funkgerät sowie mit Blindflug- und Blindlandegeräten ausgerüstet. Die Verglasung der Besatzungskabine ist mit einer Enteisungsanlage ausgerüstet. Der Rumpf ist in Halbschalenbauweise als Ganzmetallkonstruktion ausgeführt.

 

Die Pilotenkabine ist mit zwei Sitzen ausgerüstet, die Verglasung der Kabine gewährleistet eine gute Sicht nach alien Seiten.

Hinter der Pilotenkabine befindet sich der Lade- und Passagierraum mit 12 Klappsitzen.

Beide Kabinen sind mit einer Be- und Entlüftung sowie mit einer Warmluftheizung ausgerüstet.

Der Rauminhalt des Laderaumes beträgt 12 m³; seine Abmessungen sind 4,1 x 1,6 x 1,8 m. Damit ist auch die Beförderung von sperrigem Gut möglich.


Dreiseitenriß aus "Flugzeuge der DDR", Band 1, von Detlef Billig und Manfred Meyer; Sehr empfehlenswertes Buch!  ©2002  Motorbuch Verlag

In der linken Bordwand befindet sich eine 1,53 x 1,46 m große Luke, die gleichzeitig die Einstiegtür für die Fluggäste enthält. Der Fußboden des Laderaumes besteht aus beiderseitig mit Duralblechen eingefaßten Sperrholzplatten mit Korkbelag. Die Oberfläche ist waffelförmig. Die Fußbodenplatten sind abnehmbar und für eine Belastung vonn 1000 kp/m ausgelegt.


Die Tragflächen und das Leitwerk sind in Metallbauweise ausgeführt  und  mit  Stoff  bespannt. Das Tragflächenprofil ist über die gesamte Spannweite gleichbleibend. An der oberen Tragfläche befinden sich die Querruder. Sie arbeiten als Spaltruder mit Gewichts- und aerodynamischem Innenausgleioh. Das linke Querruder hat eine Trimmklappe. Die Querruder schlagen differential aus. Das Steuergestange der Querruder ist mit dem Gestänge der Landeklappenbetätigung verbunden. Die obere Tragfläche besitzt über die gesamte Spannweite automatisch ausfahrende Vorflügel. Zur Verminderung der Landegeschwindigkeit und Verkürzung der Startstreeke sind an den oberen und unteren Tragflachen Spaltlandeklappen mit aerodynamischem Innenausgleich angebracht. Die Betätigung der Landeklappen erfolgt elektrisch. Das Leitwerk hat ein durchgehendes symmetrisches Profil von der Wurzel bis zum Ende. Höhen- und Seitenruder haben aerodynamischen Innenausgleich, Gewichtsausgleich und Trimmklappen. Das nichteinziehbare Fahrwerk des Flugzeuges besteht aus Federbeinen, vorderen und hinteren Streben, Halbballonrädern und einer doppelseitigen pneumatischen Bremsanlage. Die Bremsen werden durch einen an der linken Steuersäule angebrachten Handhebel betätigt.


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