Die alte INTERFLUG im www Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG |
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A-310 | |
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Das Kennzeichen DDR-ABA war bereits schon einmal
für das erste Verkehrsflugzeug der DDR, einer IL-14P, vergeben. Dieses Flugzeug,
mit der Werksnummer 5340709, kam zum 30.07.1955 bei der Deutschen Lufthansa der
DDR als Passagiervariante zum Einsatz. Die Maschine wurde am 21.06.1956 zur
DM-SBA umregistriert.
Der "Umstieg", vielleicht sollte man lieber der "Aufstieg" sagen,
auf den A-310 war schon ein gewaltiger Sprung, der in mehrfacher Hinsicht für
fast alle von uns völlig neue Aspekte mit sich brachte:
Ich weiß nicht, ob diese Liste vollständig ist. Eine ebenso lange
Liste läßt sich sicherlich für die Kollegen der Flugtechnik erstellen.
Ich fand jetzt beim Durchwühlen meiner alten Bestände ein kleines Notizbuch, welches ich zur A-310 Zeit angelegt hatte. Ich würde heute nicht im Traum mehr auf den Gedanken kommen, so etwas noch einmal zu machen. Dennoch hat dieses Büchlein noch heute ausreichend Spaß-Faktor, so dass ich es gerne hier zur Verfügung stelle. Aber man muß es in der damaligen Zeit sehen, wenngleich vieles darin, heute noch Bestand hat.
Download des Notizbuch Gerd Ritter A-310 von der Download-Site oder hier klicken. Keine Angst, da stehen keine persönlichen Anmerkungen drin, die kamen nur in meine Kalender, wenn überhaupt.
Kürzlich habe ich auch einen der ersten Turnuspläne für die A-310 Flotte gefunden, erstellt lange bevor der A-310 überhaupt bei INTERFLUG zum Einsatz kam.
Wichtiger Beweggrund für die INTERFLUG und vor allem für die Partei- und Regierungsspitze war für die Anschaffung des
Airbus A-310 natürlich die Vermeidung der technischen Zwischenlandung in Gander,
Neufundland, bei der es immer wieder zu sogn. "Republikfluchten" kam, was
natürlich einmal imageschädigend war und zum anderen immer wieder Verspätungen
und damit besondere Belastungen für die Crew mit sich brachten.
So wurden ja dem A-310 in der eigens für INTERFLUG erstmals gefertigtsn Variante A310-304 zwei zusätzliche
Tanks im Bereich der Unterflurfrachträume eingebaut, einfach um die
Reichweite zu erhöhen, auf Kosten der Nutzlast, was für INTERFLUG aber meist nicht kritisch war.
Alle ETOPS Überlegungen und Zulassungen basieren auf den
Überlegungen zu den nachgewiesenen Ausfallraten der Triebwerke, beim A-310 der
IF also die GE CF 6-80 C2, welche Airbus mit 0,0174 pro 1000 Triebwerksstunden
oder 1,74 x 10-5 angab. Dazu zählen Ausfälle und Abschaltungen
aus Vorsichtsgründen gleichermaßen. Ich habe in meinen Unterlagen dagegen den
Wert von 0,03 / 1000 TWh für GE CF6-80C2 gefunden, kenne allerdings die Quelle
nicht mehr, womöglich DLH. Die IL-62 der IF lag 1987 bei 0,035 / 1000 TWh und
die TU-134A bei 0,02 / 1000 TWh, beide allerdings mit höherem Wartungsaufwand.
Wie die ETOPS-Grafiken zeigen, bliebe bei den bis dahin üblichen 90
Minuten der ICAO oder auch sagor noch bei 100 Minuten ein Gebiet übrig, aus dem
die Anforderung nicht zu erfüllen gewesen wäre. Die von Airbus angegebenen 8800
km und die geplante Zeit von 12 Stunden traf natürlich nicht immer zu. Durch
Ausnutzung günstiger Winde waren die zurückgelegten Kilometer oft mehr, jedoch
die Zeit meist geringer. Dennoch ensinne ich mich an viele Flüge, die eine
Direktverbindung SXF-HAV nicht zuliessen. Inzwischen war jedoch die Mauer in
Berliin gerfallen und die alten Überlegungen hinfällig. So landeten wir zunächst
oft in Shannon (SNN) und später meist in Frankfurt (FRA) zwischen, wobei es im
Falle von FRA eine geplante Operation war, die mit geplantem Crew-Wechsel einher
ging. Die Zwischenlandung in Shannon wurde dagegen ad hoc unmittelbar vor dem
Flug oder sogar im Fluge entschieden und war mit erhöhter Flugdienstzeit
verbunden. Hinsichtlich der benutzten Ausweichflughäfen hilft eiin Blick in mein Notizbuch.
Mir haben immer die anderen Kollegen leid getan, die auf dem alten russischen Schrott weiter fliegen mußten und lediglich auf die TU-204 vertröstet wurden, die ja dann nicht mehr kam. Neid hat es während dieser Zeit gewiß genug gegeben, was verständlich und leicht vorstellbar war. Da haben wir in unserer Airline eine andere Methode der Auswahl getroffen. Da wird solange zu Tode geprüft, bis wirklich nur noch der harte Kern übrig bleibt. Aber nicht erst, wenn aktuell etwas anfällt, z.B. Upgrade zum Kapitän, nein, fortlaufend. Fällt man durch, darf man sich frühestens nach 6 Monaten wieder anstellen. Das hält alle am kochen (bis sie verkocht sind). Diese Prüfungen heißen heimtückisch "Interview" und sind schwieriger zu kalkulieren als eine ATPL-Prüfung, zumal der Rahmen darüber hinaus geht. Das ist aber nur eine Komponete. Eine andere Falle ist der Simulator. (zusätzlich zu den 4-mal SIM im Jahr, natürlich nur für Bewerber). Nur auf welchem SIM hätte man das bei IF machen können? |