Der Einband der Lizenz für Bordfunker in der zivilen
Luftfahrt der DDR aus dem Jahre 1961. Im matten Braun mit nicht gerade
kräftigem Goldeindruck der übliche Text des Deckels.
Alles stammt aus einer Zeit, wo Flugsicherung
"international" (UdSSR, CSR, Rumänien, Bulgarien) noch per
Morsetelegrafie gemacht wurde. Position Reports, Enter Clearances, das
Einholen von METAR's und TAF's, Funkverbindungen zur homebase SXF usw.
waren Sache des Bordfunkers und wurden per Morsetaste mittels Telegrafie
erledigt.
Da die Bordfunker während ihrer Ausbildung bei der Deutschen
Post in Königs Wusterhausen 1958-59 neben Morsetelegrafie bis zum Tempo
135 Zeichen per Minute (Prüfungstempo!) auch eine gute
Englischausbildung erhielten, waren die wenigen Bordfunker der Lufthansa
(Ost) für den künftigen englischen Funksprechverkehr willkommenes
Personal im Flugbetrieb der INTERFLUG und
behielten deshalb ihre Jobs entweder als Navigatoren oder als
sogenannter "Funker-Mechaniker".
(info: Reiner Scope) |