Die alte INTERFLUG im www Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG |
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IL-62 | |
Ebenfall am 22. April 1970 soll offiziell die IL-62 Staffel gegründet worden sein. Der erste Staffelleiter wurde dann Flugkapitän Dipl.-Ing. Dieter Heger, Stellvertreter für die fliegerische Ausbildung wurde Flugkapitän Siegfried Querner, der Oberinstrukteur für Navigatoren wurde Reiner Scope und der Oberinstrukteur für die Flugingenieure wurdeRoland Tenert. |
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| Techn. Größe (deu) | parameter (engl.) | SI-System | anglo-american system |
Vergleich mit BAC VC-10 (Mk1) |
Vergleich mit BAC Super VC-10 |
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| Erstflug | maiden flight | JAN 1963 (noch mit Lyulka AL-7 Triebwerken) IL-62M 1970/71 |
29. JUN 1962 | 07 MAI 1964 | ||
| Zulassung/Indienststellung | certification/service | MAR 1967 (Service) SEP 1967 (erster Intercontinental-Service) IL-62M 1974 (Service) |
22. April 1964 | etwa MAR 1965 | ||
| Länge (l) | length (l) | 53,12 m | 174 ft 4 in | 159 ft 8 in (48,66 m) | 171 ft 8 in (52,32 m) | |
| Spannweite (b) | wing span (b) | 43,20 m | 141 ft 9 in | 146 ft 2 in (44,55 m) | 146 ft 2 in (44,55 m) | |
| Höhe (h) | height (h) | 12,35 m | 40 ft 6 in | 39 ft 6 in (12,04 m) | 39 ft 6 in (12,04 m) | |
| Flügelfläche (A) | wing area (S) | 279,6 m² | 3009 sq ft | 2 932 sq ft (272, 40 m²) | 2 932 sq ft (272,40 m²) | |
| durchschnittliche Flügeltiefe (λ) | average cord (cAV) | 6,40 m | 21 ft | |||
| Flügelpfeilung | sweep | 35° | 35° | 32,5° | 32,5° | |
| Aspect Ratio | 7,5 | 7,5 | ||||
| V-Form des Flügels | diheadral / anhedral | tbn | tbn | |||
| Flap Setting | 0° - 40° | 0° - 40° | ||||
| Höhenflossenverstellung | +4° to -14° | +4° to -14° | ||||
| Leermasse (m) (IL-62M) |
basic weight (BW) (IL-62M) |
66 400 kg 71 500 kg |
146 390 lb 157 360 lb |
156 828 lb 71 137 kg |
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| max. Startgewicht (IL-62M) |
max take off weight (MTOW) (IL-62M) |
162 200 kg (165 500 kg) |
375 150 lb (363 760 lb) |
323 000 lb 146 485 kg |
335 000 lb 151 958 kg |
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| 4 Triebwerke: Kusnetzow NK-8-4 Solowjew D-30 KU (IL-62M) |
4 engines: Kuzetsov NK-8-4 Soloviev D-30KU (IL-62M) |
103,0 kN 107,9 kN |
23 105 lb 24 250 lb |
4 Rolls-Royce Conway 42 (Mk 450) 9 250 kg 90,7 kN (20 400 lb) |
4 Rolls-Royce Convey 43 (Mk 550) 10 200 kg Schub 100,1 kN (22 500 lb) |
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| Umkehrschub | reverse thrust | ja (Außentriebwerke) | yes (outer engines) | ja | ja | |
| Pressure Ratio | 15:1 | |||||
| Max. Geschwindigkeit (Vmax) | max. speed (VNE) | 900 km/h | 485 kt | 933 km/h (504 kts) | 936 km/h (505 kts) | |
| Reisegeschwindigkeit (VReise) | cruising speed (VNO) | 820 km/h | 440 kt | 550 mph (880 km/h) | 882 km/h (476 kts) | |
| Dienstgipfelhöhe (Hmax) | service ceiling | |||||
| Reichweite mit max Zuladung+Res. mit 10 000 kg Zuladung + Reserve IL-62M: mit max. Zuladung+Res mit 10 000 kg Zuladung und Res.. |
range with max. payload+res. with 22 045 lb payload + reserve IL-62M: with max. payload with 22 045 lb payload and res. |
6700 km 9200 km 7800 km 10 000 km |
3610 nm 4965 nm 4210 nm 5400 nm |
4800 NM (8890 km) 5 040 NM (w/o Res.) (9335 km) |
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| Flächenbelastung (max. Masse/Flügelfläche) |
wing load | 580 kg/m² | 558 kg/m² | |||
| Schubbelastung (max.Masse/max. Schub) |
max. power load | 1574,76 kg/kN (1533,83 kg/kN) |
1518,06 kg/kN | |||
| Schub-Masse-Verhältnis (max. Schub/ max. Masse) |
specific thrust (thrust-weight-ratio) |
0,635 N/kg | 0,659 N/kg | |||
| Besatzung | flight crew | 4-5 (IF: 4) | 4-5 (IF: 4) | |||
| Kabinenbesatzug | cabin crew | 4-6 | 4-6 | |||
| Anzahl der Sitze | number of cabin seats | 168 (IF) | 168 (IF) 195 (high density) |
151 | 174 (33 in pitch) 16 F 123 E (BOAC) |
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Die IL-62 war das erste Langstreckenverkehrsflugzeug der Sowjetunion. Der Erstflug soll Januar 1963 stattgefunden haben, damals noch mit Lyulka-Triebwerken AL-7 (mit nur 75 kN Schub), da die NK-8 Triebwerke noch nicht einsatzfähig waren. Die IL-62 wird oft mit der britischen Vickers VC-10 verglichen, auch als russische Kopie bezeichnet (was nicht ganz unberechtigt zu sein scheint, obwohl die IL-62, bei aller Gleichheit des Grundkonzeptes doch auch eigene Wege und Schwierigkeiten ging.), welche 4 Monate früher das erste Mal flog. Die Indienststellung der IL-62 erfolgte dann aber erst im März 1967. Der erste interkontinale Flug fand im September 1967 zwischen Moskau und Montreal statt. Die verbesserte IL-62M wurde später erstmals auf der Pariser Airshow 1971 vorgestellt, ging aber erst 1974 in Betrieb. Eine IL-62MK wurde noch 1978 vorgestellt, kam aber meines Wissens bei INTERFLUG nicht zum Einsatz. Es sollen 250 IL-62 aller Modelle gebaut worden sein, wovon über 75 exportiert wurden. Die Produktion wurde 1994 eingestellt Im Jahre 2002 sollen noch immer 83 IL-62 im Flugbetrieb eingesetzt worden sein. Es gibt neben der IL-62 offensichtlich kein anderes Flugzeug, welches das besondere Konzept der VC-10 (T-Leitwerk, gepfeilte Flügel und 4 Triebwerke am Rumpf) je aufgegriffen hätte.
Dieses grundlegende Konzept der gepfeilten Flügel und des T-Leitwerk der VC-10 geht über verschiedene Umwege (Handley Page Victor, Vickers V1000 Projekt) auf Entwürfe des äußerst talentierten, damals jungen Focke-Wulf Konstrukteurs Hans Multhopp zurück und ist gut beim Entwurf des Düsenjägers FW-Ta 183 zu erkennen, wobei Ta zu Ehren des Focke-Wulf Chefkonstrukteurs Kurt Tank steht. Multhopp war ein junger, frei denkender und großartig talentierter Konstrukteur, der ein unwahrscheinliches Gespür für die Strömung hatte. Man sprach in der Luftfahrtindustrie sogar vom "Multhopp-T-Leitwerk", denn das geht nun weder auf Tupolev noch auf Iljuschin zurück, wie man uns in der DDR oft weismachen wollte. Diese Konstruktion wurde später zum Meilenstein und Vorbild für andere Entwürfe wie die MIG-15 oder die Saab-29. Dieses Konzept findet sich nicht von ungefähr in verschiedenen englischen Konzepten wieder, denn Multhopp wurde nach der Kapitulation Deutschlands nach England zum Royal Aircraft Establishment verbracht. (Der KGB scheint also neben der DDR auch in England offentsichtlich einen großen Fuß drin gehabt zu haben.) Was dann geschah, ist schwer nachzuvollziehen. Man übernahm offensichtlich all die Ergebnisse von Multhopps grundlegenden Arbeiten in seinen hochentwickelten aerodynamischen Betrachtungen, stellte ihn dann aber unter Hausarest und erklärte seine Arbeiten für "Top Secret", so dass er keine Chance mehr hatte, an seinen eigenen Entwürfen weiterzuarbeiten. Es ist darum nicht verwunderlich, dass Multopp England bald verließ und in die USA ging. Der Space Shuttle ist der Ausdruck Multopps späterer Arbeit hinsichtlich aerodynamischer Körper und deren Auftrieb, sowie hinsichtlich des Überschalls (supersonic). Auch das Prinzip der gepfeilten Tragflächen geht im Ursprung auf Multhopp zurück. Während andere Konstrukteue seiner Zeit weiterhin versuchten, ungepfeilte Tragwerke mit immer mehr massiver Treibwerksleistung durch den Himmel zu jagen, ging Multhopp mit seinen mathematischen Kenntnissen und seinem intuitiven Gespür für die Strömung seinen eigenen Weg und entwarf den gepfeilten Flügel mit weniger Widerstand und besserer Strömungscharakteristik bei hohen Geschwindigkeiten. Aber damit nicht genug, er kümmerte sich sogar um die Eigenschaften dieser Flügel bei niederen Geschwindigkeiten und verpasste ihnen Vorflügel (Slats). (Aber da muß der KGB wohl geschlafen haben.) Viele seiner Ideen gingen in die aerodynamischen Nachkriegsentwicklungen ein. Während die Bell X-1 noch mit geraden Flächen den Himmel bis zum Überschall aufwühlte, fanden Multopps Ideen bei den Konstrukteuren der VC10 (32,5°) und bei der Convair 880/990 (35°) offene Ohren. Besonders das Heck der VC-10 hätte kein besserer Tribut an Multopps Arbeiten sein können, besonders auch hinsichtlich der Größe und Eleganz. Es bestätigte voll und ganz Multopps Annahmen aus den 1930er Jahren. dass das gepfeilte T-Leitwerk eine bessere Steuerbarkeit bei Start und Landung gewährleistet, sowie verbesserte Eigenschaften hinsichtlich des Widerstandes lieferte. Natürlich hatte Vickers durch eigene Studien hier auch eine enorme Weiterentwicklung eingebracht. Deep Stall Gefahren wurden so, anders als zunächst bei der IL-62, intensiv erforscht und beseitigt.
Die Umstände der "augenscheinlichen Ähnlichkeit" mit der VC-10 legen natürlich,
ähnlich wie bei der TU-144 und der Concorde, eine interessante Geschichte nahe.
Aber unabhängig von allen Annahmen, Unterstellungen und möglicherweise Intrigen,
sowie dem Verdacht, dass der KGB hier ganze Arbeit geleistet hatte, das daraus
resultierende russische Design war einfach weit weniger erfolgreich, was man
natürlich relativieren muß (s.u.). Später besuchte
sogar eine Iljuschin-Delegation das Vickers-Werk, um dort um Hilfe zu bitten.
Der eigene Entwurf hatte nämlich enorme Probleme hinsichtlich der Performance
und der Konstruktion des Höhenleitwerkes, was bei den Flugversuchen immer wieder
zu "deep stall" geführt hatte. Der Einsatz des Flugzeuges IL-62 wurde immer
wieder problematisch aufgeheizt durch verschiedene Unfälle und schwere
Vorkommnisse. Ein Hauptproblem war dabei die Aerodynamik. Die IL-62 konnte kaum
steil steigen, Steigraten übertrafen kaum die guter Propeller-Flugzeuge. Die
Piloten mußten immer wieder gewarnt werden, die Tragflächen nicht hohen
Anstellwinkeln auszusetzen. Selbst bei noch moderaten Anstellwinkeln drohte
bereits Stall mit der Konsequenz des hoffnungslosen "deep stall". Die Piloten
mußten die IL-62 äußerst diszipliniert und akkurat fliegen, während die VC-10
relativ einfach und sicher zu fliegen war. Nicht ein Flugzeug wurde jemals durch
"deep stall" verloren.
Ein anderes Hauptproblem mit der IL-62 (wie bei allen russischen Konstruktionen)
waren die Triebwerke. Bereits zum Erstflug waren die vorgesehenen Treibwerke,
die NK-8, nicht fertig und man mußte auf die schwächeren Lyulka AL-7
zurückgreifen. Außerdem waren die Triebwerke nicht, wie bei der VC-10, in einer
völlig abgekapselten Aufhängung unterbracht, so dass Ausfälle mit Zerstörungen
durchaus das nebenliegende Triebwerk beeinträchtigen und ebenfalls zum
Ausfall bringen konnten. Ja selbst Beschädigungen der Zelle im Heckbereich waren
häufig dann die Folge. Etliche Flugzeuge IL-62 und zahlreiche Menschenleben
gingen durch diese Umstände verloren.
Während das vor allem aerodynamich überzeugende und effiziente Design der VC-10 bereits in den späten 1970er Jahren am Markt nicht mehr zum Erfolg geführt werden konnte, "bastelte" man an der IL-62 noch über Jahre an Verbesserungen, ohne jemals damit einen wirklichen Durchbruch erzielen zu können. Zu groß waren die Handicaps. Dennoch wurden weit mehr IL-62 als VC-10 gebaut. Die Gründe dafür lagen auf der Hand. Die damalige Sowjetunion war der einzige wesentliche Produzent von Verkehrsflugzeugen im gesamten sozialistischen Lager, eine ausgesprochene Monopolstellung. Als die DDR in den 1950er Jahren mit dem Flugzeug 152 auf dem Wege war, dieses Monopol in Frage zu stellen, wurde der erste Rückschlag im Projekt genutzt, um die gerade in der Entstehung begriffene Luftfahrtindustrie der DDR für immer auf Eis zu legen. Westliche EInkäufe kamen sowohl aus politischen und vor allem aus finanziellen Problemen heraus nicht in Frage. Da hat es über all die Jahre nur äußerst wenige Ausnahmen gegeben (z.B. Romänien, Kuba, später DDR). Der "Erfolg" der IL-62 war also politisch verordnet und im Wesentlichen auf das sozialistische Lager, innsbesondere die RGW-Staaten begrenzt.
http://www.vc10.co.uk/index.html
Was ebenfalls wenig bekannt ist, da die "Trident" hier in der Öffentlichkeit eine große Rolle spielte, ist, dass die VC-10 ebenfalls an der Entwicklung der "Automatischen Landung" einen Anteil hatte. Zuerst erreichte man Cat II, gefolgt von CAT IIIa. Bereits von 1967 an war die Super VC-10 mit einem Autoland-System, entwickelt von BAC und der Firma Elliot, ausgerüstet, welches bereits 1968 erste kommerzielle Erfolge hatte. Doch als Langstreckenflugzeug geriet die VC-10 relativ selten in solche Umstände, welche die Entwicklungs- und Ausrüstungskosten für ein solch aufwändiges System damals rechtfertigten, wogegen sich das System in dem Kurzstrecken-Flugzeug "Trident" im Europa-Verkehr wesentlich besser auszahlte. Nur ganze 5 Airports im Streckennetz der VC-10 waren überhaupt dazu in der Lage, Voraussetzungen für CAT III Landungen zu bieten. Darum wurde Mitte der 1970er Jahre das System bei der VC-10 wieder außer Betrieb genommen, nicht aber etwa, weil es sich technisch nicht bewährt hätte. Heute sind selbst in Langstreckenflugzeugen, wie der Boeing 747-400 oder dem A-340 solche CAT III Anflugsysteme Selbstverständlichkeit. Allein diesen Winnter wäre ich sonst bei Anflügen auf Amsterdam und London einige Male auf dem Ausweichflughafen gelandet. Unvorhersehbare, nicht voraus-kalkulierbare Kosten, die keine Airline haben möchte.
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Die typische Form der
IL-62, die trotz gleichen Konzeptes doch erheblich von der VC-10
abweicht. Statt 5 nur 2 Klappen-Sektionen, keine
Vorflügel, dafür den typischen und bei Verkehrsflugzeugen unüblichen
Sägezahn (findet man auch bei der späteren F-4 Phantom), der das durch
die Pfeilung verursachte "Abwandern" der Grenzschicht verhindern soll.
Deutlich auch die unterschiedliche Form des Höhenleitwerkes (horizontal
stabilizer). Einige Autoren leiten wohl aus dieser Sicht ab, die IL-62
hätte Vorflügel gehabt. Gefehlt, meine Herren! Die VC-10 hatte solche. |
Die wesentlich zierlicher wirkende VC10 mit 5 Landeklappen-Sektionen und Vorflügel (Slats). Deutlich anders auslaufende Flächenenden, besonders am Höhenleitwerk. Hier eine Maschine der RAF Großbritaniens. |
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| Nach meinem Dafürhalten
sieht das Cockpit der IL-62 "aufgeräumter" und homogener aus, einfach
übersichtlicher, auch wenn die meisten Anzeigegeräte etwas größer
ausfallen. Unterschiedliche Auslegung besonders hinsichtlich der
Einbindung des Bordingenieurs. Hier befinden sich die meisten "seiner"
Geräte in Flugrichtung, darum auch oben noch vor dem Overhead Panel ein
zusätzlicher Geräteblock. Das Cockpit wirkt insgesamt etwas größer. (Der Blumenstrauß in der DDR-SEG stammt von meiner Hochzeit, ist nicht Beigabe von Iljuschin.) |
Das VC10 Cockpit sieht etwas "unaufgeräumt" aus, obwohl eigentlich alles am richtigen Platz ist. Auch bei der VC10 kommt die Steuersäule von vorne aus der Gerätetafel, nur etwas fiefer, stört damit eigentlich die Geräteverteilung weniger. Das Steuerhorn ist deutlich weniger ausladend, was darauf hinweist, dass Vickers der Redundanz seiner hydraulischen Ünterstützung mehr Vertrauen schenkte als Iljuschin das tat. Die meisten Geräte des Bordingenieurs befinden sich hier an der rechten Wand hinter dem Copiloten. |
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| Riesig und ausladend das Steuer"horn" der IL-62. In der Mitte unüblich das Rad für die Bugradlenkung am Boden. In der Mitte der Horizont mit Flight Director, der hier nicht aufgerichtet ist, darum nur schwarz. Der Reservehorizont rechts ist wesentlich vollwertiger als der der VC10, der nur ein Wendezeiger ist. Interessant, dass die Russen der Farbe Grün die beruhigenste Wirkung zugeschrieben haben, während die Engländer und später auch Airbus auf Grau setzten, Boeing meint braun (Vorbild am. Kacke). In den meisten OP-Sälen dieser Welt findet man aber wohl ebenfalls Grün. | Der Blick auf die Gerätetafel fällt hier einfach unruhiger aus. Das RMI (es sieht so aus als gäbe es hier zwei) sitzt tiefer, das Variometer an anderer Stelle. Der Höhenmesser dort, wo bei der IL-62 das Vario sitzt. Dort wo bei der IL-62 die Steuersäule herauskommt, sitzt hier etwas, was wie ein HSI aussieht. Der der IL-62 rechts neben dem Horizont. Das Steuerhorn ist hier wie üblich schwarz (dunkel). Warum es bei der IL-62 weiß sein mußte, weiß wohl nur das OKB Iljuschin selber. |
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| Leider eine äußerst ungünstige Fotografie (eines Profis), Rückseite der Sitze und die Gepäckfächer alle geöffnet | Die Kabine der VC10 ebenfalls mit sechs Sitzen in einer Reihe (six seats abreast). |
| Die Kabine hatte, genau wie bei der VC10 einen Mittelgang (single isle), wie bei allen Schmalrumpfflugzeugen und 6 Sitze in einer Reihe, insgesamt 168 Passagiere. Der Airbus A-310-304 der INTERFLUG hatte später trotz der 2-Klassen-Konfiguration 40 Sitze mehr und flog wesentlich weiter und hatte dabei nur eine um etwa 10 Tonnen höhere max. Abflugmasse. |
Die Liste der bei INTERFLUG betriebenen FLugzeuge:
| Kennzeichen | Werksnummer | Eintragung ins Luftfahrtregister | Betreiber | Verwendungszweck | Streichung
im Luftfahrtregister der DDR |
Verbleib |
| DM-SEA | 00702 | 21.APR1970 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 14. AUG 1972 | abgestürtzt nach Brand bei Königs-Wusterhausen |
| DDR-SEB | 00704 | 02. JUN 1970 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 29. SEP 1986 | OCT 89 nach
Großmachnow dort am 02. 08.90 durch Brandstifftung zerstört |
| DDR-SEC | 10903 | 26. MAR 1971 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. AUG 1988 | technisches
Denkmal vor dem Trainingszentrum dann als Ersatz nach Groß Machnow, nun in Merseburg (siehe Verbleibliste und page) |
| DDR-SEF | 31402 | 10. APR 1973 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 14. APR 1989 | Überführungsflug nach Leipzig-Schkeuditz |
| DDR-SEG | 31403 | 04. MAI 1973 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 23. OCT 1989 | Überführung nach Stölln-Rhinow, Landung auf der Wiese (Captain Dieter Kallbach) |
| DDR-SEH | 31405 | 04. JUL 1973 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 26. SEP 1989 | Überführungsflug
nach Erfurt, später durch Vandalismus zerstört |
| DDR-SEI (M) | 3036931 | 02. OCT 1980 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu
D-AOAD verkauft an Aeroflot 25.10.90 als CCCP-86563 |
| DDR-SEK (M) | 4831517 | 23. NOV 1978 | LSK / LV, VIP
aircraft 15 DEC 1987 zur Interflug |
Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu
D-AOAE verkauft an Aeroflot 19.10.90 als CCCP-86562 |
| DDR-SEL (M) | 4934734 | 19. DEC 1979 | LSK / LV, VIP
aircraft JUN 1985 zur Interflug |
Passagierflugzeug | 22. AUG 1990 | Grundüberholung
TAS 26.08.89 von dort direkt zu Aeroflot |
| DDR-SEM (M) | 4140536 | 20. NOV 1981 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAG |
| DDR-SEO (M) | 3344833 | 02. JAN 1984 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAH |
| DDR-SER (M) | 2546812 | 28. MAI 1985 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 22. SEP 1990 | 17.04.90 zur
Grundüberholung nach TAS von dort direkt zu Aeroflot |
| DDR-SES (M) | 1647928 | 26. MAR 1986 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAJ |
| DDR-SET (M) | 4546257 | 19. DEC 1985 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAK |
| DDR-SEU (M) | 2748552 | 30. JUN 1987 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAL |
| DDR-SEW (M) | 2850324 | 09. AUG 1988 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 17. JUN 1989 | Unfall und Zerstörung bei Startabbruch SXF |
| DDR-SEY (M) | 1951525 | 01 MAI 1989 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAM |
| DDR-SEZ (M) | 2951636 | 22. AUG 1989 | Interflug / VF | Passagierflugzeug | 03. OCT 1990 | umregistriert zu D-AOAN |