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Die alte INTERFLUG im www |
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updated: 16.02.2006 see Revision page
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Revision 1.10 vom 14. April 2008 Auf dieser Seite sollen die Flughäfen vorgestellt werden, die von der INTERFLUG in sogenannten SW (sozialistisches Währungsgebiet) bedient wurden. Dabei handelte es sich neben der Sowjetunion, mit dem wichtigstens Flughafen der Hauptstadt, Moskau-Scheremetjevo (UUEE - SVO), vor allem um die anderen RGW-Länder. (RGW - Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) Dazu zählten vor allem die CSSR, Polen, Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Aber auch Jugoslavien, Albanien, Vietnam, die Mongolei und andere sollen nicht unerwähnt bleiben.
Größte Bedeutung hatten hier vor allem Moskau (Linie der Freundschaft), Budapest, Prag, Warschau, Leningrad (heute St. Petersburg), Sofia, Varna, Burgas, Constanta, Bratislava und andere.
Den Spitzenplatz nahm über all die Jahre unangefochten der Flughafen Moskau-Scheremetjewo (UUEE-SVO) ein, ein Flughafen der auch heute noch mehr als 10 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigt. Die Verbindung zwischen Berlin und Moskau wurde zur sogn. Linie der Freundschaft deklariert und bekam damit eine gewisse Priorität hinsichtlich Qualität und Pünktlichkeit. So war es für jeden Piloten schwierig nicht Mitglied der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft zu sein. Nach Jahren der Widersetzung, gab ich auf und wurde Mitgleid, obwohl ich nicht gut auf die Russen zu Sprechen war. (Sie hatten mich einmal als Jugendlicher für einige Stunden in eine Polizei-Zelle gebracht und als Kind zum Vodka-Einkauf für russische Wachposten verleitet, was mir eine Tracht Prügel einbrachte.). Der Mitgliedsbeitrag war aber vergleichsweise niedrig, so um eine Mark pro Monat. Die meisten Flüge nach SVO führte die TU-134(A) durch. Es gab auch einige Jahre einen Nachmittagsflug, der in Moskau im Hotel "Belgrad 2" übernachtete und am nächsten Morgen nach SXF zurückkehrte. Das Hotel hatte dürftigen westlichen Standard mit der typischen russischen Hotelverwaltung: Pässe abgeben, Schlüssel bei der Etagen-Mutter usw.. Wir bekamen für die Cockpit-Crew nur zwei Zimmer, d.h. zwei crewmember mußten sich ein kleines Zimmer teilen, was oft so verteilt wurde, dass dem Schnarcher das Einzelzimmer gegeben wurde. Schlimm wurde es jedesmal, wenn zwei Leute schnarchten. Besonders im Winter war es oft nicht angenehm mit diesen "bernachtungsflügen". Kühle bis kalte Hotelzimmer, Frühstück erst auf dem Airport im öffentlichen Teil in Wartesaalatmosphäre, zwischen Hunderten von Russen und nach Schlange stehen, damals noch im alten Abfertigungsgebäude Scheremetjewo 1, dann zur Maschine, die dann meist vereist war, so daß schon das Öffnen der Schlösser zum ausgewachsenen Problem wurde. Es mußte ein Klimatisierungsfahrzeug geordert werden, welches dann zwei textile Schläuche mit Heißluft lieferte, die dann einfach durch die offenen Kabinentür auf den Kabinenboden der TU-134N gelegt wurden, die ja keine APU hatte, und natürlich dort allen Staub unsichtbar aufwirbelten. Zeitweilig wurde dann auch mal ein Schlauch in Richtung eiskaltes Cockpit gelegt, was meist den Navigator aus seiner Bugkanzel trieb, da Staub und Teppiche aufgewirbelt wurden. Man kann sich so etwas heute wirklich nicht mehr vorstellen. die Tragflächen wurden oft zunächst mit einem großen Besen vom Schnee befreit und dann mit Heißluft oder Enteisungsflüsigkeit enteist. Technischer Verantwortlicher auf der TU-134 war der Copilot, der sich um all diese Prozesse kümmern mußte. Die fliegerische Flugvorbereitung lag dann einzig beim Kapitän und dem Navigator, soweit der Kapitän nicht auch noch durch administrative Aufgaben beansprucht war, was auch von der Hilfe des Stationspersonals abhängig war, das häufig wechselte. Lange Zeit betreute uns in Moskau Urs Schwemmin, in dessen Dienstwohnung ich sogar einmal mit Klaus Kretzmar übernachtete, als wir von der Jahresüberprüfung des leitenden fliegenden Personals aus Uljanowsk zurück kamen und kein Hotelzimmer in Moskau bekamen. Mein Dank noch heute an Urs. Ja, die Linie der Freundschaft hat sich so manchem von uns stark eingeprägt. Sicherlich auch all denen, die auf der TU-134 zeitweilig oder nie NSW fliegen durften und damit oft zu 50% im Monat nur Moskau flogen. Man konnte dann die stereotypen ATC-Freigaben von Moskau schon im Schlaf aufsagen. INTERFLUG-Piloten und -Navigatoren sprachen natürlich in der Sowjetunion Russisch, das war "Herzenssache" (Bodo Jahn). Ich mache das heute noch manchmal, wenn wir z.B. über Sibirien nach Paris fliegen und verblüffe damit jedesmal ATC, um von meinen taiwanesischen Kollegen gar nicht erst zu reden. So tief sitzt es immer noch drin.
http://www.flugplandaten.de/html/europa/russland/flughaefen/moskau/svo-ab.htm
http://boozers.fortunecity.com/oldhouse/677/svo_data.htm
ATC-Frequenzen:
GND 119.0M 121.8M ATIS 126.375M TWR 120.7M 131.5M
... wird fortgesetzt ...
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