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07.08.2008
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Das
andere Forum
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Revision 1.10 08. JAN 2008
Vorbemerkungen:
Ich bin zurück zur Revision vom August 2004, da beide
Seiten, sowohl im Web wie auch auf meiner Platte plötzlich 0kB hatten und nur
noch ein weißes Blatt zu sehen war. Das bedeutet alle Einbesserungen und
Erweiterungen nach August 2004 waren umsonst und müssen noch einmal ausgeführt
werden.
Eine Organisation, egal ob politischer, geselllschaftlicher oder
wirtschaftlicher Natur lebt und entwickelt sich nicht nur durch ihre Struktur,
ihre Satzungen und Ziele, sondern vor allem auch durch ihre Personen, ihre
Führer. Diese unbestrittene Tatsache hat selbst in erklärten Demokratien immer
wieder zu Gratwanderungen und nicht zu selten zu Personenkult geführt. Es ist
die menschliche Natur, die das begünstigt, ja geradzu fördert. Da heißt es in
einem Lied so treffend. "Es weiß doch heute jedes Kind, das Ossis auch nur
Wessis sind". In Anlehnung daran könnte man auch formulieren, "es weiß auch
heute jedes Kind, das Kommunisten auch nur Kapitalisten sind". Die natürlichen
Grenzen verlaufen nämlich nie zwischen Rot und Weiß, Rot und Schwarz, Ost und
West oder Norden und Süden, sondern immer zwischen Oben und Unten, Reichen und
Armen, Mächtigen und Machtlosen. Die hohen
theoretischen kommunisten Ideale wurden immer beizeiten durch kommunistische
Führer selbst zuerst rein praktisch verbogen und folgenschwer verraten. Es wurde
von ihnen wie so oft in der menschlichen Geschichte schon alsbald Wasser gepredigt und Wein
getrunken. Die menschliche Natur mit ihren jahrtausende langen Jahren der zähen
Entwicklung und immanenten "Schwächen" war immer wieder stärker. Dennoch gibt es
keine Entwicklung ohne solche Persönlichkeiten, die neben der alltäglichen
persönlichen Vorteilserlangung auch noch Visionen, allgemeine Ziele und
Vorstellungen hatten, und darum die in der Lage waren, andere mitzureißen, zu
führen, Entwicklungen zu prägen, egal ob zum sogn. "Guten" oder "Bösen". Kein
Mensch war und ist unfehlbar und Fehlentwicklungen hat es in der Geschichte
darum auch genug gegeben, "doch neu beginnen kannst du mit dem letzten Atemzug"
(Brecht). So mußten wir INTERFLIEGER ja nach der
Wende auch alle unverschuldet noch einmal neu beginnen. Dennoch war unser Leben bis zur erneuen
Stunde Null (einige hatten ja schon 1945 eine solche Stunde Null hinter sich)
sicherlich kein verlorenes Leben, mehr eine Erfahrung, die wir vielen anderen
heutigen Mitbürgern voraus haben, die uns reicher macht, wenn wir richtig damit
umgehen lernen. Und die höchste menschliche Qualität ist Vergebung. Das mag rein
christlich klingen, ist es aber nicht, es ist einfach die bessere Seite des
Menschen. Ein Tier vergibt nicht, vergißt höchstens oder vergißt nie. Ein Mensch sollte vergeben,
ohne zu vergessen.
Auf dieser Seite will ich darum einige der wichtigsten oder bekanntesten
Personen der DLH / INTERFLUG,
speziell des Verkehrsfluges und seines Flugbetriebes vorstellen, die in
irgendeiner Weise maßgeblich zum Werden und Gesamtbild dieser Einrichtungen
beigetragen haben. (Natürlich wären sie alle ohne uns, das Fußvolk - der
bekannte "the rest
of us" - auch nichts gewesen.)
Dabei wird es mir dennoch aus verschiedenen Gründen nicht
möglich sein, alle Personen zu berücksichtigen, die eigentlich hier erscheinen
müßten. Ich bitte das zu berücksichtigen und hiermit keine Wertung der Personen
vorzunehmen. Auch stehen mir nicht zu jeder Person ausreichend Angaben zur
Verfügung. Ist jemand der alten INTERFLIEGER der
Meinung, daß dass die eine oder andere Persönlichkeit hier unbedingt hergehört,
dann sollte er mir bitte eine Nachricht zukommen lassen. Jede hier
unbeabsichtigt einfließende
Wertung, die mir eigentlich gar nicht zusteht, ist immer eine rein persönliche und kann von anderen
INTERFLIEGERN darum auch etwas anders gesehen
werden. Auch das bitte ich zu berücksichtigen, obwohl ich versuche, möglichst
objektiv zu sein oder die Person selbst sprechen lasse. Was aber angemerkt
wird. Auch die
Reihenfolge der Personen stellt absolut keine Wertung dar, nicht einmal meine
eigene. Jeder Beitrag ist mir auch hier natürlich höchst willkommen. Wer sich
die Bilder zur rein persönlichen Erinnerung auf seinen Computer downloaden
möchte, darf das gerne tun und wird sehen, daß die meisten Bilder größer sind
als hier abgebildet, was die Erkennbarkeit natürlich verbessert, nur würde das
hier oft die Seitenstruktur durcheinander bringen. Meine Bilder dürfen wie immer
auch nicht-kommerziell weiter verwendet werden, bei Angabe der Quelle, versteht
sich von selbst.
Mail ggf. bitte an webmaster@gerd-ritter.de
Liste der Personen (vorläufig):
Athur Pieck
Fritz "Papa" Horn
Oberst a.D. Walter Lehweß-Litzmann
Generalleutnant Dr. Klaus Henkes
Dipl.-Ing. Kurt Zube
Dipl.-Ing. Kurt Fischer
Dipl.-Ing. Horst Materna
Prof. Dr.-Ing. Rolf Heinig
Heinz-Dieter Kallbach
Wolf-Dieter Sachse
Dipl.-Ing. Klaus Petzold
Dr.-Ing. Adalbert Glöckner
Erich Metzger
Günter Bliedtner
Kurt Lamm
Walter Nembach
Dieter Heeger
Herbert Wittnebel
Dr.-Ing. Ullrich Unger
Helmut Munk
Reiner Scope
Wolfgang Hakansson
Hans Klecha
Gerd Sprieß
Frank Schlegel
weitere folgen ...
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Arthur Pieck
†
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Kurzbiographie
Arthur Pieck
(Jahrgang 1899)
Arthur Pieck wurde in Bremen
geboren, besuchte dort die Volksschule und erlernte den Beruf eines
Schriftsetzers. Sein Vater Wilhelm Pieck
war der spätere erste Präsident der DDR.
Arthur Pieck war bereits in der
Arbeiterbewegung aktiv, bevor er 1916 Mitglied im Spartakusbund, dem
Vorläufer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), wurde. Bereits
1917 des Hoch- und Landesverrats angeklagt, emigrierte er bis zum
November 1918 nach Holland. Dann Teilnahme am Gründungsparteitag der KPD
und von 1921 bis 1932 Mitarbeiter in der sowjetischen Handelsvertretung
in Berlin. Bei der Machtübernahme Hitlers 1933 Emigration in die
Sowjetunion, wo Pieck hauptamtlich in
verschiedenen Funktionen im Internationalen Revolutionären Theaterbund
(IRTB) tätig war. 1938 wurde er Mitarbeiter in der Presseabteilung der
Kommunistischen Internationale (KI) und trat bei Beginn des Großen
Vaterländischen Kriegs in die Rote Armee ein, wo er insbesondere
Propagandaarbeit an der Front und unter den deutschen Kriegsgefangenen
leistete. 1945 kehrte er mit dem Dienstgrad Hauptmann nach Deutschland
zurück. Bis 1955 war Arthur Pieck mit
verschiedenen Verwaltungs- aufgaben beim Magistrat von Groß-Berlin und
der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) betraut. Er war Leiter des
Hauptamtes für Personalwesen bei der Regierung der DDR, als er ab 1.
Juli 1955 zum Hauptdirektor des neugegründeten Flugunternehmens „Deutsche
Lufthansa“ berufen wurde. Arthur Pieck
hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau des zivilen Flugverkehrs der
DDR, besonders in den schweren Anfangsjahren. Mit der Bildung der
Hauptverwaltung der Zivilen Luftfahrt (HVZL) im Ministerium für
Verkehrswesen (MfV) zum 1. Januar 1961 wurde er zum Leiter der HVZL und
stellvertretenden Minister ernannt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zu
seiner Pensionierung im Juli 1965. Arthur Pieck
verstarb im Januar 1970.
(nach Informationen von Flugkapitän i.R. Horst Materna)
Doch es gibt auch andere historische
Sichten zu Arthur Pieck: DEUTSCHE BIOGRAPHISCHE ENZYKLOPÄDIE (DBE)
Band 7. Herausgegeben von Walther Killy und Rudolf Vierhaus. K. G. Saur,
München 1998, 695 S.
In einer Rezension von Karl-Heinz Arnold liest
man dazu unter anderem:
"Der eher unbedeutende Politiker Arthur Pieck,
Präsidialbürochef und dann farblose Galionsfigur der
INTERFLUG, ist im Vergleich zu seinem Vater
Wilhelm Pieck überbewertet."
(Arthur Pieck war
bereits 1945 zunächst u.a. Stadtrat für Personalfragen und Verwaltung in
Berlin gewesen und war damals daran mitbeteiligt, daß sein Vater auf
Beschluß des Magistrats der erste Ehrenbürger der Stadt Berlin wurde.
Das ist doch eine nette Geste für einen Sohn, oder?)
Gab es über Wilhelm Pieck unzählige Dokumente, wie dieses Gedicht von
Ersnt Busch, so kenne ich nicht eines über
Arthur Pieck. Sicherlich sind viele
ehemalige INTERFLIEGER
auch mit Arthur Pieck (oder
durch ihn?) alt geworden, wie jung und kraftvoll allerdings
Arthur Pieck mit ihnen geblieben ist,
vermag ich nicht zu sagen. Das müssen die Alten selber besser wissen.
| UNSERM
WILHELM PIECK Es war Dein
Leben ein Lernen
und du hast vieles Schwere erfahren.
Du hast der Freiheit, dem Frieden gedient
und du hast nur gedienet dem Wahren
|
Wir
sind mit dir alt geworden
du bist mit uns jung geblieben
dein Name für immer im Herzen des Volks
hat sich tief eingeschrieben. |
Als
Deutschland lag schon im Sterben
Da warst Du unseres Volkes Erheben
Deine Kraft gab uns allen uns allen die Kraft
und Dein Leben gab Deutschland das Leben
Wir sind...
Ersnt Busch |
Arthur Pieck,
die
"farblose Galionsfigur der Interflug", stand mit Sicherheit im Schatten
seines Vaters, mußte auch später immer wieder Namensgebungen mit dem
Namen seines berühmteren Vaters stellvertetend für die Familie Pieck
genehmigen. So z.B. beantragte das Institut für Lehrerbildung Auerbach
den Namen des Vaters Wikhelm Pieck, dem
Arthur Pieck pro forma zustimmen mußte.
Arthur Pieck hatte darum am 24.11.1965 an
die Kreisleitung geschrieben:
"Die allseitige Förderung der Jugend und eine ständige enge Verbindung
zu ihr war auch das Hauptbemühen meines Vaters, dem er sich immer mit
großer Liebe widmete. Deshalb freue ich mich über Euren Antrag und gebe
ihm gerne auch im Namen meiner Geschwister Zustimmung.
Dagegen erhielten z.B. später die Polytechnische
Oberschule in Schönefeld und das Transportfliegergeschwader TG-44 in
Marxwalde (heute wieder Neuhardenberg) den Namen "Arthur
Pieck". |
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Flugkapitän
Fritz "Papa" Horn
†
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Kurzbiographie
Fritz Horn
(Jahrgang 1896)
Fritz Horn
wurde als viertes Kind eines Holzarbeiters in Brandenburg an der Havel
geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule und einer
Lehrausbildung als Elektromechaniker arbeitete er als Schlosser bei der
Brandenburger Flugzeugwerke AG. Anfang 1916 wechselte er zu den
AGO-Flugzeugwerken in Berlin-Johannisthal, von wo aus er zur
Feldfliegertruppe einberufen wurde. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs
diente Horn als Flugzeugmonteur in einer
Grenzfliegerstaffel; während dieser Zeit erlernte er nebenbei das
Fliegen – ohne Pilotenschein! Ab 1921 arbeitete er als Obermonteur bei
der Lloyd-Ostflug in Königsberg und führte selbstständig Werkstatt- und
Überführungsflüge durch. Nach der Reparatur und Rückführung einer in
Litauen notgelandeten Maschine erhielt er offiziell die Zulassung Nr. 54
als Verkehrsflieger und begann im Januar 1922 seine Tätigkeit bei den
Junkers Flugzeug- und Motorenwerken (JFM) in Dessau. Beim
Junkers-Luftverkehr entwickelte sich Fritz Horn
zu einem anerkannten Pionier des zivilen Flugverkehrs. Er erflog mehrere
Weltrekorde mit Junkers-Flugzeugen. So am 4. April 1927 mit einer
3-motorigen G 24 mit 1000 kg Nutzlast einen Dauer- und Streckenrekord
und erreichte mit einer Durchschnitts-geschwindigkeit von knapp 140 km/h
eine neue Höchstleistung für Verkehrsflugzeuge.

Seine Tätigkeit führte
Horn durch ganz Europa, nach China und
Südamerika, wo er beim Aufbau nationaler Fluggesellschaften ebenfalls
Pionierarbeit leistete. 1937 wurde er als Fluginstrukteur zur South
African Airways (SAA) nach Johannisburg geschickt, wo er bei Ausbruch
des zweiten Weltkriegs für fünf Jahre in ein Internierungslager kam.
1944 erfolgte seine Rückführung via Lissabon nach Deutschland; in Dessau
übernahm er die Leitung der Monteurschule des JFM und beschäftigte sich
dabei erstmals mit Strahltriebwerken. Nach einem Intermezzo als
Dolmetscher und stellvertretender Bürgermeister unter der amerikanischen
Besetzung Dessaus wurde Horn mit vielen
anderen Junkers-Mitarbeitern im Oktober 1946 nach Moskau
dienstverpflichtet Als stellvertretender Leiter der Abteilung 4 –
Hydraulische und mechanische Versuche – im OKB 1 arbeitete er sieben
Jahre für den sowjetischen Flugzeugbau.
Mit diesen Erfahrungen übernahm Fritz Horn 1953 die Leitung der
Flugplatzorganisation im entstehenden Flugzeugwerk Dresden.
Walter Ulbricht selbst überzeugte
Fritz Horn zur Übernahme der Aufgabe als
Stellvertreter des Hauptdirektors Arthur Pieck
und Direktor des Flugbetriebs der DLH
ab dem 1. Juli 1955. Auch hier vermittelte
„Papa“ Horn seine reichen Erfahrungen beim Aufbau eines
effektiven zivilen Flugbetriebs , ehe er im Herbst 1959 in den Ruhestand
ging. Fritz Horn verstarb im Frühjahr 1963.
(nach Informationen der Flugkapitäne i.R. Horst Materna
und Dieter Sachse)
(Man
beachte die schmucken Zweireiher dieser Zeit, eine Mode, die das Dritte
Reich überlebt hatte. Besonders bügelarm waren die Stoffe 1955
offensichtlich noch nicht und die Paßform ließ auch zu wünschen übrig. .
Das adrette Present 20 (eine Super DDR Erfindung) war noch nicht einmal
in Sicht und fand auch später gottlob nie den Weg in die
Uniformschneidereien. Ich hatte, wie übrigens einer der späteren
Direktoren Flugbetrieb auch, einmal so eine braune Present-Hose. Die
hielt schlecht die Bügelfalte, war immmer wie eine Röhre, nahm aber
dafür auch keine anderen Falten an. Man konnte sie mit der Feinwäsche zu
Hause waschen, tropfnaß aufhängen und wieder anziehen, sehr praktisch
und man kam nie in den Verdacht etwa etwas nicht Mode am Hut zu haben,
obwohl man zumindest für eine gewisse Zeit zeitgemäß gekleidet war.) |
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Photo: Familienbesitz
WalterLehweß-Litzmann
†
|
Laufbahn Walter Lehweß-Litzmann (1907-1986)
| 05.06.1907 |
in Bromberg geboren als Sohn des
Regierungsbaumeisters und Architekten Walter Lehweß und
der Generalstochter Amelie Lehweß,
geb. Litzmann, 5 jüngere Geschwister |
| 1951-1952.1 |
Abitur Realgymnasium
Berlin-Zehlendorf und Eintritt Reichswehr Reiterregiment
Fürstenwalde
(bei Berlin) |
| 1926 –1928
|
Infanterieschule
Dresden, 1928 Leutnant |
| 1929 - 1933 |
Reiterregiment 4
Potsdam, Zugführer und Regimentsstab, 1932 Oberleutnant |
| 1933 |
Flugzeugführerausbildung beim Aeroklub von Deutschland
Berlin-Staaken/ Absturz in Staaken |
| 16.09.33 |
ab 01.08.33
Doppelname auf Antrag des Großvaters Litzmann |
| 01.03.34 |
Versetzung zur Luftwaffe/
Aufklärungsgruppe “Landwirtschaftliches Flugversuchsinstitut”
Prenzlau |
| 1935 |
Aufklärungsfliegerschule Braunschweig/ Staffelkapitän
Aufklärergruppe beim OKL Prenzlau |
| 1936 |
Hauptmann |
| 03/1937 |
Generalstab
Luftkreis III / München |
| 1938 |
Übernahme Flugwaffe
Österreich und Aufbau Luftflotte 3 / Wien |
| 1939 |
Generalstabsakademie
Berlin-Gatow / Ia im Stab der Fliegerdivision 6 / Frankfurt/M |
| 1940 |
Generalstab X.
Fliegerkorps Norwegen (Ia) , Beförderung zum Major i.G. |
| 1941 |
Umschulung auf Ju 88
/ KG 1 Nordfrankreich / Kommandeur III.Gruppe / Luftkrieg England,
ab Juni – Nov.41 Angriff Sowjetunion Nordabschnitt |
| 1942 |
Chef des
Sonderstabes Finland u. Fliegerführer Nord-Ost im Bereich der
Luftflotte 5 /
Geleitzugschlacht im Nördlichen Eismeer / Oberstltn.i.G. / Deutsches
Kreuz in Gold |
| 01.03.43 |
Geschwaderkommodore
KG 3 “Blitz” Ostfront Poltawa, Orel, Seschtscha |
| 07.09.43 |
sowj.
Kriegsgefangenschaft durch Partisanenanschlag / Befördrung zum
Oberst i.G. |
| 29.10.43 |
Ritterkreuz |
| 06.05.44-05.12.45 |
Kriegsgefangenschaft
/ Nationalkomitee “Freies Deutschland” |
| 1946-1951 |
Berliner
Verlag/Berliner Zeitung – Bauleiter, Redakteur |
| 1951-1952 |
Deutsches
Friedenskomitee (Berlin) - Sekretär für Publizistik |
| ab 08/1952 |
Stab der KaserniertenVolkspolizei
Luft (KVP) / Chef fliegerische Ausbildung (Oberst) /
Aufstellung 1. Fliegerdivision
Cottbus |
| 1956-1957 |
NVA der DDR,
Kommando Luftstreitkräfte und Luftverteidigung |
| 1957-1959 |
NVA der DDR,
Kommandeur der Fliegerschule Kamenz/Bautzen |
| 1959-1970 |
Luftverkehrsgesellschaft der DDR (Berlin-Schönefeld) / Direktor
Flugbetrieb
ab 01.09.59 Deutsche Lufthansa (Ost), dann ab 01.09.63-1970
IINTERFLUG Berlin |
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(nach
Angaben des Sohnes, Herr Dipl.-Ing. Jörn Lehwess-Litzmann) |
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Photo: Gerd Ritter |
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oben: Oberstleutnant
Lehweß.-Litzman mit Ritterkreuz
unten: Der Obesrtsleutnant bei seinen
Leuten |
oben: Die späten Studenten
Bitterlich - Heinig - Lehweß-Litzmann
unten: Copilot Schreier- Direktor Lehweß-Litzman- Copilot
Schultze bei der Auszeichnung des Flugbetriebes VF |
oben: Der Sohn des
Direktors, Dipl.-Ing. Jörn Lehweß-Litzmann
unten: noch offen |
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Generalleutnant
Dr. Klaus
Henkes †
Generaldirektor der INTERFLUG
|
Dr. Klaus Henkes
geb. 29.7.1929 Görlitz
Stellv. Minister für Verkehrswesen und Generaldirektor der
INTERFLUG. Herr Dr.
Henkes wurde als Kind einer Arbeiterfamilie geboren und besuchte
die Oberschule. 1945 wurde er evakuiert und befand sich kurzzeitig in
sowjetischer Gefangenschaft. 1945 bis 1948 absolvierte er eine Lehre als
Chemielaborant im bekannten Braunkohlenkombinat Espenhain. Danach war er
als Bergmann bei der SAG (sowjetische Aktiengesellschaft)Wismut tätig.
Bei dieser Tätigkeit zog er sich damals gesundheitliche Schäden zu, die
später einmal zu einem Problem und 1990 sogar zu seiner Invalidisierung
führen sollten. Im Jahre 1948 wurde er Mitglied der
Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). 1949/50 er hielt er
am Bergtechnischen Institut Freiberg eine Ausbildung als Steiger und war
danach als Hauerbrigadier bei der SAG Wismut in Johanngeorgenstadt
tätig. Im Jahre 1952 besuchte er die Jugendhochschule am Bogensee.
Anschließend erfolgte sein Eintritt in die DVP/KVP. Im Verlaufe bis 1954
erhielt er eine Ausbildung zum Militärpiloten an der Fliegerschule
Sysram in der UdSSR (vermutlich Lehrgang X, der Webmaster), die er als
Flugzeugführer-Ingenieur und Leutnant abschloß. Danach wurde er als
Staffelnavigator im Jagdfliegergeschwader Bautzen eingesetzt. 1955 bis
1958 absolvierte er ein Studium an der Militärakademie der sowjetischen
Luftstreitkräfte und beendete es als Diplomnavigator und Hauptmann. Von
1958 bis 1970 fungierte er als Chefnavigator im Kommando der
Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Nach einer außer planmäßigen
Aspirantur an der Militärakademie der Nationalen Volksarmee in
Dresden promovierte er 1967 zum Dr. rer. mil. 1970 bis 1975 leitete er
im Range eines Generalmajors die militärische Flugsicherung der
Luftstreitkräfte der DDR. Von 1975 bis 1990 war er stellv. Minister für
Verkehrswesen, verantwortlich für die zivile Luftfahrt und zusätzlich ab
1978 Generaldirektor der INTERFLUG. 1982
erfolgte seine Ernennung zum Generalleutnant. Herr
Dr. Henkes wurde im Mai 1990 invalidisiert.
Herr Dr. Henkes ist inzwischen leider verstorben.
Auszeichnungen.: u.a. Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in
Bronze (1972)
Lit.: Buch 2 (1979), 3 (1982), 4 (1987); Stroynowski
(1989); ND (4.5.1990); Cerny (1992)
Entnommen und leicht bearbeitet aus der Digitalen
Bibliothek Band 32: Enzyklopädie der DDR, S. 12564 (vgl. DDR-Biogr. HB,
S. 301) (c) 1996 by K.G.Saur Verlag. Berichtigungen und Ergänzungen sind
willkommen.
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1
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Dipl.-Ing. Kurt Zube
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Herr Kurt
Zube war bis zur Wende der Direktor Verkehrsflug und damit direkter
Vorgesetzter unseres Direktors Flugbetrieb (DFB). Herr Zube kam im
Rahmen der Umstrukturierung der Interflug in verschiedene Betriebe aus
dem Bereich der Flugsicherung in dieses Amt. Sein Stellvertreter war der
einstige Navigator TU-134, der Herr Wolfgang Thieme. |
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Flugkapitän
Dipl.-Ing.
Kurt Fischer
†
(z.Z. keine Angaben)
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Kurt Fischer war Nachfolger von Walter Lehwiß-Litzmann
auf der Position des Direktors Flugbetrieb des Verkehrsfluges.Kurt Fischer
flog zuletzt wohl IL-18. Sein Nachfolger war der 4. DFB, Herr Flugkapitän
Horst Materna, der dafür die Funktion des BGL-Vorsitzenden der IF verließ. |
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Flugkapitän
Dipl.-Ing.
Horst Materna
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Horst Materna,
Flugkapitän i.R.,
Dipl.-Ing.
07.07.1936 geboren, (Sudetenland)
1945
zwangsweise nach Sachsen-Anhalt umgesiedelt
1954
Eintritt in die KVP, Aeroclub Bautzen, (zuvor Abschluß der Ausbildung
zum Landmaschinenschlosser)
1955 ab
Januar fliegerische Ausbildung auf Jak-18, Jak-11
1957 an
der Transportfliegerschule der Luftstreitkräfte Dessau Schulung und
Einsatz auf IL-14
1958 zur
DLH der DDR auf IL-14 "abkommandiert" und etwas später in die Reserve
versetzt
fliegerischer Einsatz als Copilot, Kommandant und Trainingskapitän auf
IL-14, An-24 und Tu-134 bei DLH und später
INTERFLUG
1972 nach
Absturz der IL-62 bei KW, Übernahme der Funktion des verunglückten
Kapitäns Heinz Pfaff als BGL-Vorsitzender der IF
1976
Flugbetriebsleiter des Betriebsteiles Flugbetrieb Verkehrsflug der
INTERFLUG
(offizielle DDR-Bezeichung: Direktor Flugbetrieb)
1983 an
der Hochschule für Verkehrwesen in Dresden zum Dipl.-Ing. diplomiert
1990
Abberufung aus der Funktion des Direktors Flugbetrieb
nach dem Ende der IF für mehrere Jahre als Stationsleiter an den
Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld für die
Aeroflot
tätig
Horst
Materna befindet sich heute im "Ruhe"stand, aber so recht ruhig mag er
offensichtlich nicht
(Anmerkung: Herr Materna löste nach seiner Amtszeit als
Vorsitzender der Betriebsgewerkschaftsleitung der
INTERFLUG 1976 Kurt Fischer als Direktor Flugbetrieb ab und wurde
selbst nach der "Wende" 1990 von Flugkapitän Eberhard Wallroth in dieser
Funktion ersetzt. Herr Materna hatte maßgeblichen Einfluß am
Erscheinungsbild des Flugbetriebes in den reifen 80er
Jahren, zu deren Ende auch die Einführung der drei Airbusse A-310-304
vollzogen wurde, das erste Glascockpit-Verkehrsflugzeug im damaligen Sozialistischen
Lager (im Westen oft als "Ostblock" bezeichnet). Später folgten
ja Aeroflot, CSA, Tarom und MIA, die ebenfalls den A-310 einsetzten.
Herr Materna wurde für seine Leistungen auch mehrfach mit staatlichen
Auszeichnungen geehrt.)
Horst Materna arbeitet z.Z. fleißig an der Fortsetzung der
INTERFLUG-Geschcihte, die in den von Flugkapitän Dr.-Ing. Ullrich Unger
herausgegebenen Sonderheften der "Fieger Revue" in Fortsetzungen
erscheint. Die ersten beiden Hefte zum Thema sind bereits eine
ausgesprochen wertvolle Fundgrube zur
INTERFLUG-Entwicklung. Doch damit ist sein
jetziges Schaffen noch bei weitem nicht erschöpfend umrissen.
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Foto: Wolfgang Hakansson, Mai 2004 |
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Flugkapitän
Prof. Dr.-Ing. Rolf Heinig
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In den verschiedensten Leitungsfunktionen bei der
Deutschen Lufthansa / INTERFLUG tätig, oft
bei den Pionieren der ersten Stunde, fand Rolf Heinig letztlich seinen
Weg in die Lehre an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden, wo er
auch an der Hochschulausbildung etlicher INTERFLUG-Piloten
mitgewirkt hat. So habe ich bei ihm Vorlesungen besucht und später habe
ich bei ihm auch meine Diplomarbeit geschrieben und verteidigt. Er
wirkte dort an der Hochschule in Dresden mit den uns allen bekannten
Dr.-Ing. habil Fritz Seidler und
Dr.-Ing. habil Schezny zusammen und war
auch der Herausgeber der gelben Reihe der Luftfahrtbücher in der DDR.
Prof. Heinig lebt heute noch in Eichwalde bei Berlin. (weitere
Angaben später) |
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Flugkapitän
Heinz-Dieter Kallbach
Dipl.-Ing. (FH) |
Heinz-Dieter
Kallbach, Flugkapitän i.R., Dipl.-Ing (FH)
27.09.1957 NVA:
Ausbildung als Transportflieger auf AN-2 und IL-14
1.03.1961 Übernahme
von der NVA zur DLH als Co-Pilot
1964/1965 Ausbildung
zum Kommandant IL-14
1965 Copilot
auf IL-18
1967
Umschulung als Kommandant AN-24
1968
Instrukteur AN-24
1970 – 72
Ingenieurstudium
1972
Kommandant IL-18 und Stellvertreter des Staffelleiters,
verantwortlich für
fliegerische Aus- und Weiterbildung
1978
Umschulung Kommandant IL-62
1980
Instrukteur IL-62
1980 Schulung
als Instrukteur IL-62 M in Moskau
1983
Staffelleiter IL-62
1989
Wissenschaftlicher Mitarbeiter HVZL mit Flugeinsatz bei IF
Mai 1990 Umschulung
Kommandant A-310
Nov 1990 Umschulung
als Kapitän Boeing 737-300 bei Germania und späterer Einsatz
auch
auf Boeing 737-700
Sept 2001 Schulung als
Kapitän für DC-3 in Coventry und Einsatz bei Air-Service-
Berlin und Germania (vierzehntägig im Wechsel)
Fluglehrer auf Kleinflugzeugen (SEP)
Fluglizenz für C-206 (Wasserflugzeug)
2002 TRI , TRE
und Chefpilot DC-3 bei 14 tägigem Einsatz und 14 Tage bei
GMI
auf Boeing 737 bei Germania
Sept 2004 voller
Einsatz bei GMI und in der Freizeit auf DC-3 bei ASB
27. Aug 2005 Suspendierung
bei GMI
März 2007 Beendigung
der kommerziellen Fliegerei auf DC-3, nur noch Einsatz als TRI
für
Ausbildung, als TRE für Checkflüge, als Kapitän für
Überführungsflüge und als Safetypilot in der
Businessfliegerei.
Bei über 30 000 Fh 10
TW-Ausfälle, davon 2 mit TW-Brand nach dem Start. (IL-18 am
06.10.1972 in Berlin- Schönefeld und DC-3 am 22.06.2003 in Roudnice)
TW-Ausfälle: AN-2 (1); IL-14
(1); AN-24 (2); IL-18 (1); B737-300 (1); B 737-700(1); DC-3 (3)
Flüge mit personengebundener
Sondergenehmigung zu Ehren Otto Lilienthals erteilt von der HVZL
bzw. nach 1990 von der Landesbehörde:
-
Landung mit der
IL-62 in Stölln
-
Landung und
Start mit einer DC-3 mit Fluggästen in Bienenfarm (850 m
Graspiste)
-
Landung und
Start mit der DC-3 und Fluggästen auf dem Sonderlandeplatz in
Stölln
(850 m Graspiste)
28. September 2007
Präsentation meiner vom Autor G.H. Münzberg verfassten Biografie mit
dem Titel „Mayday über Saragossa“ in Stölln
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IF erstmals auf dem Flug
nach Singapore
Kdt. Dieter Kallbach |
Kdt. Kallbach macht dem
stellv. Minister und Generaldirektor der IF Dr. Henkes Meldung |
Herzlicher Empfang der
Erstflug-Crew
der INTERFLUG in Singapore, Kdt. Dieter
Kallbach |
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Chefpilot der
INTERFLUG
Flugkapitän Dieter Kallbach, IL-62 |
Kapitän Dieter Kallbach im
Cockpit einer Boeing 737
der Germania Fluggesellschaft |
Kapitän Kallbach mit
Copilot Torsten Ihle |
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Der angeschlagene Kapitän,
nachdem
ein verrückter Passagier das offene Cockpit stürmte |
ein paar Federn mußte
Dieter dabei schon lassen, auch wenn er der Sieger blieb |
Kapitän Kallbach nach
seinem letzten Flug,
gefeuert, weil er öffentlich die Wahrheit sagte |
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| Dieter Kallbach im Cockpit
einer DC-3 |
Kapitän Kallbach,
Chefpilot auf dem "Rosinenbomber" |
Dieter in seiner Freizeit,
ganz der Chefpilot auf seiner TB-10 |
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Flugkapitän
Wolf-Dieter Sachse
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Dieter Sachse
(Sachse I),
Flugkapitän
i.R.
geb. 23.04.1934
Fliegerische Entwicklung
Am 05.05.1952
in Halle Eintritt in die KVP (Kasernierte Volkspolizei - Vorstadium der
Nationalen Volksarmee, NVA),
am 20.05.1952 nach Kamenz versetzt; und dort durch den späteren General
Kessler zur Flugausbildung ausgesucht. Untersuchung auf Flugtauglichkeit am 15.06.1952, in Kamenz,
damals noch durch
eine sowjetische FMK (Flugmedizinische Kommission), dann versetzt nach Cottbus, etwa am 25.06.1952 zur Hauptverwaltung - Luft,
als Deutscher war dort zuständig für fliegerische Ausbildung Walter Lehwiß-Litzmann,
es gab in der HV-Luft zunächst nur eine Fliegerdivision,
Divisionskommandeur war Paul Wilpert; in dieser Division gab es 3 Regimenter.
Beginn der Theorieausbildung, am 01.07.1952, Theorie Jak-18 und
allgemeine Fächer, alles bei der Sowjetarmee. Nach der Theorieausbildung Jak-18, die für alles in Cottbus stattfand,
wurden die Regimenter auf versch. Standorte verteilt. Das 1.
Reg. in Cottbus, Kdr. Reinhold, das 2.
Reg. in Kamenz, Kdr. Setlazeck und das 3.
Reg. in Bautzen, Kdr. Ziris. Die Klasse bestand aus mehreren
Fluggruppen, in der 1. Fluggruppe waren Walter Lehwiß-Litzmann, Paul Wilpert,
Reinhold, Setlazeck, Ziris, Seppel und Schmidt, Die 1. Fluggruppe bestand
auch nur
aus Offizieren, die schon früher geflogen waren
Mein erster Flugtag war der 01.08.1952, mit Jak-18, unser Fluglehrer
Oberleutnant Samburskie stammte aus Kuibyschew, war Teilnehmer des 2. Weltkrieges und flog
russische, französische und deutsche Flugzeuge, unsere Fluggruppe bestand aus
5 Mann - Gleis, Grundmann, Enders, Siebert und Sachse. Mein erster Alleinflug
war am 01.09.1952, mit der Jak-18, erster Prüfungsflug 01.10.1952,
mit Jak-18, bei Hauptmann Schemotanow.
Während der Flugausbildung auf der Jak-18 wurde bereits die Theorieausbildung für
die Jak-11 durchgeführt, während die Flugausbildung auf der Jak-11 dann etwa Ende 1952 bis Anfang 1953 durchgeführt
wurde. Mein
Prüfungsflug auf der Jak-11 war am Himmelfahrtstag 1953, widerum bei Hauptmann
Schemotanow.
Während der Flugausbildung auf Jak-11 wurde dann erneut bereits die Theorieausbildung für
die Mig-15 durchgeführt. Mein erster und einziger Flug mit der Mig-15
war am 09.06.1953, die Ausbildung
wurde abgebrochen und alle Flugzeuge, die sich derzeit im sowjetischen Eigentum
befanden, wurden in der
Nacht zum 10.06.1953 vom Flugplatz Cottbus weggeflogen.
Die Ausbildung wurde auf allen genannten Typen in der selben
Zusammensetzung der Fluggruppen und mit den selben Fluglehrern
durchgeführt. Am 10.06.1953 hatten wir nun keinen Fluglehrer mehr.
Er wurde nie
wieder gesehen.
Die Hauptverwaltung-Luft wurde während meiner Ausbildung in KVP-Luft
umbenannt, es gab jetzt nur noch 2 sowjetische Flugzeuge im Bestand der
KVP-Luft, diese waren vom Typ An-2. Zu uns kam eine größere Gruppe von deutschen Fliegern, die in der SU in
Pensa unter der Bezeichnung „ Lehrgang X “ausgebildet wurden.
(In diesem
Lehrgang X war meines Wissens, nach Überlieferung durch Rolf Schlosser,
auch der spätere Generaldirektor der INTERFLUG, Dr. Henkes.
Anm. des Webmasters)
Jetzt wurden die Einheiten neu aufgestellt und das Personal des 1. Reg.
und des Lehrgangs X wurden vermischt. Im Herbst 1953 hatte ich wieder wieder
einen Flug auf der Jak-18, welche über Nacht
nach Cottbus geflogen worden waren. Außerdem wurden etwa 40 neue Fluugzeuge vom Typ
Jak-11 per Bahn nach Cottbus angeliefert. Im Herbst 1954 wurde in Kamenz eine Fliegerschule aufgebaut, zu der
ich als Fluglehrer versetzt wurde. Leiter der Fliegerschule war Ziris. Etwas später als die Fliegerschule in Kamenz wurde in Cottbus die
sogenannte „Schleppstaffel“ aufgebaut, zu ihr gehörten die oben
genannten 2 Flugzeuge An-2 und einige Schleppflugzeuge vom Typ Zlin-126, sowie eine
Sokol (Holz?). Zu dieser Schleppstaffel wurde ich dann versetzt und flog
dort kurzzeitig auch die An-2. Bald nach der Versetzung zur Schleppstaffel wurden
Piloten gesucht, die im zivilen Einsatz fliegen wollten. Mehr wurde
uns nicht gesagt und keiner von uns konnte sich vorstellen, was wir machen
sollten. Es stellte sich später heraus, daß inzwischen die Zivile
Luftfahrtgesellschaft der DDR unter den Namen „Deutsche Lufthansa“
gegründet worden war.
Hier sollte ich als Navigator fliegen und ich wurde darum nach Preschen
versetz, wurde aber dann doch 2. FF. In Preschen fand sich folgendes
Personal ein:
1. FF: Weise, Burghold, Bliedtner und Schneider
2 FF: Schulenburg, Rosenzweig, Qwerner und Sachse (ich stand dann
also unerwartet doch auf der Liste als 2. FF)
Bormechaniker: Wagner, Tenert, Raschke, Reinke
Bordfunker: Kiehle, Möx, Hass und Hübner
Navigator: Wittnebel
Diese, so dachten wir, und es wurde uns auch so gesagt, sollten der Stamm
der neuen DLH werden.Bald nach unserer Ankunft in Preschen landete
dort auch eine IL-14 , an Bord befanden sich die
Fluglehrer Pawlow und Barilow und
außerdem jeweils ein Lehrer für Bordmechaniker, Navigatoren und
die Bordfunker, im weiteren von Deutscher Seite Flugkapitän Horn und Frau Rudolf als Dolmetscherin.
Horn stellte sich als Direktor Flugbetrieb der DLH vor und begrüßte uns
als zukünftige Mitarbeiter.
Wir durchliefen die Ausbildung auf der IL-14, die für 1.FF und 2. FF
gleich war. Die Ausbildung fand in Preschen und später auch in Schönefeld
statt.
Ich flog sozusagen in einer
internationalen Besatzung - 2 Russen , 2 Deutsche:
1
FF-
Gorochowskie
2
FF-
Sachse, zunächst unter Aufsicht durch Ivanow
Bordmechaniker- Winogradow
Bordfunker- Möx
Am 06.05.1957 führte ich meinen ersten internationalen Flug auf der
Strecke Berlin-Vilnius-Moskau-Vilnius-Berlin durch. An Bord befand
sich Fracht. Das Flugzeug trug das Eintragungszeichen DM-SBU.
Ich hatte zu dieser Zeit ca 1000 Stunden Flugerfahrung. In meiner ersten
deutschen Besatzung flogen :
1.
FF:
Sachse (Kdt.)
2.
FF:
Plümecke
Bordmechaniker: Schneider
Bordfunker: Möx
Ich bekam alsdann auch dann eine
Deutsche „ Stammbesatzung “:
Sachse, Kosel, Schneider und Oemus.
Im Laufe der Jahre bin ich dann aber doch mit allen Besatzungen und
Flugzeugen vom Typ IL-14 bei der DLH und IF geflogen.
Viele Ereignisse könnte ich noch nennen. So hatte
ich z. B. die fliegerische Leitung bei der Überführung eines Teiles der IL-14 Flotte
nach Ägypten und habe selbst 4 Flugzeuge dorthin überführt.
Schon zu Zeiten der IL-14 erfolgte die Gründung der
INTERFLUG.
Zeitweilig hatten wir INTERFLUG- und
DLH-Flugzeuge. SW (sozialistisches
Währungsgebiet) flogen wir mit DLH
und NSW (nichtsozialistisches Währungsgebiet) mit INTERFLUG-Flugzeugen und
-Uniform.
Meinen letzten Flug mit einer IL-14 habe ich am
10.02.1966 mit dem Flugzeug DM-DAL nach Erfurt durchgeführt. Ich
hatte inzwischen als erster Deutscher auch die Lehrberechtigung für IL-14
erhalten, war in Uljanowsk gewesen und hatte dort auf AN-24 umgeschult. Auf
der IL-14 habe
ich insgesamt ca. 5000 Stunden geflogen.
Der erste Passagierflug, den ich mit einer AN-24 durchführte, ging nach
Erfurt und fand am 19.03.1966 statt. Er
wurde mit dem Flugzeug DM-SBA gemacht.
Inzwischen war ich Leiter der Flugstaffel AN-24 und bin auf diesem Typ
insgesamt nur ca. 3000 Flugstunden geflogen.
Den letzten Flug mit einer AN-24 habe ich am 28.06.1968 nach Klagenfurt
durchgeführt.
Nun mußte ich erneut zu einem 3-monatigen Lehrgang nach Uljanowsk (etwa Sept./Okt./ Nov. 1968) und habe
dort nach der Ausbildung die
Typenberechtigung und Lehrberechtigung für die neue TU-134 bei der
INTERFLUG erhalten. Am 30.11.1968 führte ich dann den ersten Auslandsflug mit einer TU-134
der INTERFLUG durch. Das war damals mit dem Flugzeug
DM-SCB
auf der Strecke nach Moskau.
An Bord befanden sich die Crew Heinig, Petzold und Sachse als Fluggzeuführer,
und Thieme und Gündel als Navigator.
Im Laufe der Jahre bin ich auf allen Flugzeugen vom Typ TU-134(A) bei der
INTERFLUG
geflogen. Insgesamt bin ich auf der TU-134
bzw. TU-134A ca. 10 000 Stunden geflogen.
Mein letzter Flug fand am letzten Sonntag des Monats Februar 1987 von
Brüssel, wo wir übernachtet hatten, zurück nach Berlin-Schönefeld statt.
Wegen einer schweren Krankheit mußte ich mein Fliegerleben vorzeitig beenden.
Folgende Flugzeutypen und Flugstunden bin ich
geflogen:
Jak-18, Jak-11, Mig-15, AN-2 (zusammen ca. 200 Fh)
IL-14: ca. 5 000 Flugstunden
AN-24: ca. 3 000 Flugstunden
TU-134: ca 10 000 Flugstunden
Ingesamt also etwa 19 000 Flugstunden
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| Dieter (ganz l.) mit seiner Besatzung
Sachse, Helmut Oemus BF, Hannelore Mildes geb. Lorenz, Erich Schneider
BM, Erhard Kosel 2.P auf der IL-14 |
Staffelleiter Dieter Sachse in der AN-24 am Werkeln |
Dieter mit Rolf Heinig während einer
Konferenz in Polen |
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| v.l.n.r. : Sachse, Wünschmann (später
Parteisekretär FB), Zerbe (spätr BGL-Vorsitzender der IF) vor einer
TU-134N |
Dieter auf einem Werbefoto der 70er
Jahre, vor dem Leitwerk einer TU-134 |
Dieter 2004 beim TU-134 Treffen in
Grünau
(Kapitäne Sachse II, Sachse I und Stiebritz v.l.n.r.) |
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Photo: Gerd Ritter, 1999
Flugkapitän
Dipl.-Ing Klaus Petzold
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Klaus Petzold,
Flugkapitän i.R., Dipl.-Ing.

(als vorläufige Fassung übernommen von der Flugschule Comfly in Schönhagen)
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Photo: COMFLY
Flugkapitän
Dr.-Ing. Adalbert Glöckner |
Adalbert Glöckner,
Flugkapitän i.R., Dr.-Ing.

(als vorläufige Fassung übernommen von der Flugschule
Comfly in Schönhagen) |
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Flugkapitän Metzger mit Millionenspange
Photo: Foto-Werner, 1982
Flugkapitän
Erich Metzger
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Erich Metzger,
Flugkapitän
i.R.
geb. : 19.07.1934 in
Simmenau/Schlesien
Beruf: Ingenieur für Flugzeugführung
Fliegerische Entwicklung
1955-58 Jagdfliegerschule Kamenz
und dann Transportfliegerschule Dessau / Offizier der NVA
1958-60 Übernahme zur Deuschen
Lufthansa der DDR als Copilot auf der Iljuschin IL-14
1960-65
Kommandant/Flugkapitän/Fluglehrer auf der IL-14
1965-68 Flugkapitän/Fluglehrer
auf der Antonow AN-24
1968-71 Flugkapitän/Fluglehrer
auf der Tupolew TU-134/TU-134A
1971-74 Fluggruppenleiter einer
Fluggruppe in der Flotte der Tupolew TU-134A unter Leitung von Dieter
Sachse
1974-75 Stellvertreter des
Staffelleiters der Flugstaffel TU-134A, Dieter Sachse
1975-86 Staffelleiter der
Flugstaffel Tupolew TU-134A
1986-91 Abteilungsleiter der
Abteilung Aus- und Weiterbildung des Flugbetriebes Verkehrsflug
1991-03 Fluglehrer im
"Luftsportclub SXF" in Schönefeld
seit 01/04 Sportflieger PPL(A)
nach JAR-FCL
Flugstunden gesamt: 13.900
davon als Kapitän und Fluglehrer: 12.850
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Der junge Copilot Metzger beim Rechnen mit dem
Navigationsrechenschieber NR-8 in einer IL-14 der DLH im Jahre 1958 |
Gelassen und doch hochkonzetriert - Capt. Metzger bei der
nichtalltäglichen Arbeit - etwa 1979/80? |
Keine Idee, keine konstruktive Kritik, kein Vorschlag,
keine Erfahrung darf verloren gehen - doch Papier war auch
geduldig |
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Bild vom
letzten Flug einer INTERFLUG nach Heraklion
(v.r.n.l. Capt. Metzger, Capt. Geisler, Nav. Nauendorf) |
Erich Metzger 2004 - im Büro seiner Helicolor GmbH
in Berlin-Schönefeld, H-Baracke 1 |
Der große alte Mann schaut auf seine langjährige
Wirkungsstätte - voller
Wehmut des Alters |
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Flugkapitän
Günter Bliedtner |
Günter
Bliedtner,
Flugkapitän i.e.R.
geb. 31.01.1933 Berufe: Tischler, Flugzeugführer-Ingenieur
- geboren am 31. Januar 1933 in
Droyßig bei Zeitz; (einen Tag nach der folgenschweren
Ernennung Hitlers zum Reichskanzler)
- 10-Klassenschule; Berufsausbildung als Tischler;
- 1952 Eintritt in die KVP (Kasernierte
Volkspolizei - Vorstufe vor der Bildung der NVA, Anm. des Webmasters)
- 30. September 1952 als Unterleutnant Teilnahme am
Lehrgang X in Sysran (Ausbildung auf
Jak-18 und Jak-11)
- nach Rückkehr 1953 Einsatz in der Schleppstaffel Cottbus;
- Umschulung auf IL-14 in Preschen im Ausbildungskommando
206,
(gemeinsam mit Dieter Sachse,
Günter Schneider,
Michael Rosenzweig, Siegfried Querner
und Fritz Schulenburg unter dem Kommando
von
Siegfried Weise; russ.
Instrukteur war Barilow)
- Typenschulung erfolgte vom 21. Januar bis 7. August 1956
mit 31h 41min und der Note „gut“;
- 29. Mai 1956 die erste (vorläufige) Fluglizenz erhalten;
- 20. September 1956 die Kommandantenausbildung
abgeschlossen;
- 18. Oktober 1956 die Flugerlaubnis als 2. Flugzeugführer
durch das MdI / Abt. Flugsport ausgestellt;
- 16. Februar 1957 Übernahme durch die DLH und Versetzung in
die Reserve der NVA
- 12. März 1957 durch den Direktor Flugbetrieb
„Papa“ Horn als Kommandant der DLH
bestätigt;
- 30. November 1959 bis 27. Februar 1960 Schulung auf IL-18
in Uljanowsk; Ausbildungszeit 13h 40min (mit
Instrukteur Tarassow,
Bordmechaniker Jurni und
Bordfunker Fomin - einigen werden diese
Namen noch etwas sagen)
- 1. Juni bis 21. Juni 1960 Streckenschulung mit
Gerhard Frieß; Minimum II/II; am
- 11. Dezember 1961 Minimum I/I; dann zwei Jahre Einsatz
imTG-44, dabei weitere militärische Beförderung zum Hauptmann
- 27. Januar 1966 als Hauptmann die Zuerkennung als
Ingenieur für Flugzeugführung durch die Offiziersschule der LSK/LV,
(unterzeichnet von Oberst Haufe
- werde auch einige noch kennen)
- 22. Februar bis 5. Oktober 1968 bildet
Günter Bliedtner 10 Kubaner auf der IL-18
zu Kommandanten aus;
- 1970 Umschulung auf IL-62 in Uljanowsk und Moskau; weitere
Entwicklung als Kommandant, Fluglehrer, stellvertretender Staffelleiter
und
letztlich Staffelleiter auf IL-62(M)
- 31. Juli 1970 macht er den Erstflug nach Beirut;
- 14. September bis 20. Oktober Repatriierungsflüge zwischen
Luanda und Lissabon
- Juli 1976 erster Flug mit der Olympiamannschaft nach
Montreal
- Juli 1977 eröffnet er die Luftbrücke nach Addis Abeba;
- Januar 1979 fliegt er eine Regierungsdelegation mit
Erich Honecker nach Delhi und Bombay
- Februar 1979 fliegt er eine Regierungsdelegation mit
Honecker nach Tripolis, Luanda, Lusaka und
Maputo
- nach seiner Erkrankung und dem Ende der aktiven Fliegerei
war er in einer beim Generaldirektor Dr. Henkes
angesiedelten Inspektion tätig;
Günter Bliedtner hat für seine Leistungen
vielerlei Auszeichnungen erhalten, darunter auch die als „Held
der Arbeit“ 1981;
Günter Bleidtner starb am 14.07.1987
nach einem langen schweren Krebsleiden in
Berlin
Viel zu früh verloren wir damit einen wertvollen Kollegen und
hervorragenden Flieger, hieß es im Nachruf.
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Günter als junger Kapitän auf der IL-14 |
Günter 1958 mit seiner Crew in Sofia
(v.r.n.l. Bliedtner, Materna, Marquardt) |
Günters erste vorläufige Lizenz bei der
Deutschen Lufthansa |
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tbn |
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Günter Bliedtner (ganz links) während seiner Ausbildung
auf der IL-18,
hier mit der russischen Instrukteursbesatzung |
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Günter Bliedtners Grab auf dem Waldfriedhof Grünau |
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Flugkapitän
Gerd Radig
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Gerd kam ursprünglich aus dem Betrieb Agrarflug der
INTERFLUG zum Verkehrsflug, wie viele andere auch. (Harald Prüß,
Siegfried Waurick und Fritz Lukas z.B.) Dort war er wohl als "Bomber" Radig
bekannt. Warum entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Er flog dann viele
Jahre auf der IL-18 als Kapitän und Fluglehrer, auch in verschiedenen
Leitungsfunktionen und als Checker, und war Stellvertreter des Direktors
Flugbetrieb unter Horst Materna. Gerd fungierte bei der Einführung des
A-310-304 als unser "Technischer Pilot" und hatte demzufolge enge Kontakte
zu Airbus Industries. Gerd stand vielleicht immer ein wenig im Schatten der
ganz Großen des Flugbetriebes, wahrscheinlich nicht zuletzt wegen seiner
Bescheidenheit und Zurückhaltung. Ich war zuletzt mit Gerd bei
Hapag-Lloyd für eine Sommersaison zusammen.
Dann ging er wohl nach einer Zwischenstation in Düsseldorf (dort sollte eine
neue Airline mit A-320 gegründet werden) endlich zu
Airbus Industries. Er müßte inzwischen im Ruhestand sein, da er etwa
6 Jahre älter als ich war. (Ein Bild von Gerd findet man auf meiner
Book-Page unter Titel 6, "Der Deutsche Luftverkehr von 1955-2000". Es zeigt
Gerd während seiner Streckenschulung als Fluglehrer auf A-310 bei Lufthansa.
Sein Sohn hat wohl vor einigen Jahren bei ComFly in Schönhagen auch das
Fliegen gelernt. Ich weiß nicht, ob Gerd inzwischen wieder in Deutschland
lebt.
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Flugkapitän
Kurt Lamm
z.Z. nicht verfügbar
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(folgt später) |
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Flugkapitän
Walter Nembach
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Captain Walter Nembach mit Crew auf
einem Messeflug nach Hamburg.
(v.l.n.r. F/O Zeiner, Purser Thieme, Capt. Nembach,
FB Kaisler, Nav. Krause) |
Der passionierte Freizeitjäger Nembach auf dem Hochstand.
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Captain Walter Nemnbach im Cockpit der TU-134A |
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Flugkapitän
Dieter Heeger †
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Dieter Heeger ist leider am 08.12.2003 im
Alter von 73 Jahren verstorben. Es wird schwierig sein, hier
etwas zusammenzustellen. Herr Heeger war über die Jahre in vielen Funktionen
im Flugbetrieb tätig und flog zuletzt als Kapitän auf der IL-62. |
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Werbephoto: Fliegerrevue (Ausschnitt)
Flugkapitän
Dr.-Ing. Ullrich Unger |
Ein Mann
der "jüngeren" Generation, ein ehemaliger Leningrad-Student, der auch
dort promoviert hat. "Ulli" Unger, auch U-Quadrat oder UU genannt) flog
IL-18, dann TU-134, wurde auf TU-134 auch Kapitän, und war wohl für die
TU-204 vorgesehen, welche den Airbus A-310 bei
INTERFLUG ablösen sollte, was ja nichts mehr wurde. Nach der
"Wende" bei Südflug, Condor II, Thomas Cook und nun wohl bald wieder Condor
auf B-757. (...so hab ich's jedenfalls gehört, so sagte man...)
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Foto: Archiv Munk
Navigator
Helmut Munk
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Helmut Munk,
Dipl.-Ing.(FH)
Flugfunker, Navigator, Lehrer für Navigation
geboren: 1936 in Thüringen
1952 Gesellenbrief als
Feinmechaniker (bei Feinprüf Schmalkalden)
1953 Student an der Friedrich-Schiller-Universität (ABF)
1955 KVP Seepolizei (Ostsee-Minenräumkommando /Bordfunker)
1958 Besuch der Spezialschule der Deutschen Post (Nachrichtentechnik)
1960 Bordfunker Deutsche Lufthansa (bis Lizenzerhalt Praktikant bei
Oberinstrikteur Werdermann) IL-14: 2488 Flugstunden
1963 Bordfunker Deutsche Lufthansa / Interflug, IL-18: 1565 Flugstunden
1967 Bordfunker / Navigator INTERFLUG
(Navigationsausbildung bei den hervorragenden Lehrern für Navigation
Wolfgang Haustein und "Paule" Schmidt, später selbst Honorardozent für
Funk- und Navigationsausrüstung in der Abt. Fliegerische Aus- und
Weiterbildung unter Abteilungsleiter Flugkapitän Kurt Lamm.) IL-18: 1418
Flugstunden
1970 Navigator TU-134 bei INTERFLUG
(vorausgegangene med. Jet-Eignungstest, beruhend damals lediglich auf
den Erfahrungen mit Militärpiloten) Staffelleiter Flugkapitän Dieter
Sachse I
1972 Studium an der Ingenieurschule für Verkehrstechnik Dresden
1975 Navigator / Instrukteur für Navigatoren
INTERFLUG, TU-134(A): 4620 Flugstunden
1980 Navigator IL-62 (M), inklusive Nordatlantik (NAT-MNSP), IL-62(M):
7409 Flugstunden
1990 Fliegerschule der Lufthansa AG Bremen, Lehrer für Navigation
1991 Vorruhestand, heute Rentner, reist viel herum, immer noch
formbarer, unruhiger Geist
Insgesamt: 19370
Flugaufträge erfüllt und 17500 Flugstunden absolviert.
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Foto: Archiv Scope
Navigator
Reiner Scope
Dipl-Ing (FH)
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Reiner Scope,
Dipl.-Ing. (FH)
Navigator, Lehrer für Navigation
geb. 27.02.1938 in Freiberg in Sachsen
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Schulbildung: |
1944 ‑ 1952 |
Grundschule in Freiberg |
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1952 ‑ 1956 |
Oberschule in Freiberg bis zum Abitur |
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Berufliche Ausbildung: |
1956 ‑ 1958 |
Ausbildung zum Funker bei der Armee |
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1958 ‑ 1959 |
Ingenieurschule für Post‑ und
Fernmeldewesen Königs Wusterhausen, Ausbildung zum Funker |
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1960 |
Ausbildung zum Bordfunker bei „Deutsche
Lufthansa“ in SXF |
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1965 -1967 |
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