Die alte INTERFLUG im www Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG |
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| Interflug Geschichte | ||
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Einleitung:
Auf dieser page werde ich nach und nach Fakten zur Geschichte der INTERFLUG zugänglich machen. Ich bin mir bewußt, daß meine Veraussetzungen dazu sehr begrenzt sind, wenngleich ich mir Mühe geben werde. Ich war dennoch weder einer der Männer der ersten Stunde, noch stehen mir umfangreiche Chroniken oder authentische Dokumente zur Verfügung. Ich selbst besitze lediglich einen von der INTERFLUG selbst herausgegebenen historischen Abriß bis 1985. Erst kürzlich ist mir die Kopie einer Chronik der TU-134 Staffel zugegangen (Dank an Herrn Flugkapitän i.R. Erich Metzger), die aber vorwiegend die Page der Flugstaffel TU-134 bereichern wird und die ich auch später auf der Download-Page im Original allen IF-Besatzungen über Paßword kostenlos zur Verfügung stellen werde. Unschätzbar wertvolles Insider-Wissen und Material hat der ehemalige Direktor Flugbetrieb, Herr Flugkapitän i.R. Dipl.-Ing. Horst Materna im Sonderheft Nr. 5 der Zeitschrift "Flieger Revue" (siehe Periodica-Page) in einem ersten Teil eines Artikels zum Thema beigetragen. Ich kann den Ewerb dieses Sonderheftes, was Mitte 2004 noch im gutsortierten Zeitschriftenhandel erhältlich ist, unbedingt empfehlen. Denn unabhängig davon, was ich, zusätzlich bereichert durch seine Artikel, hier an Fakten bringen werde, dieses Heft ist fast ein authentisches Dokument, ein "must have", auch wenn die redaktionelle Bearbeitung kleine Schwächen aufweist, was eine "heiße Nadel" vor Redaktionsschluß vermuten läßt. Die Euro 12,80 sind dabei allemal gut angelegt. Gespannt sein darf man schon auf die Fortsetzung dieses Artikels in einer der nächsten Ausgaben dieser Sonderhefte, die viermal jährlich erscheinen und neben dem bekannten Detlef Billig (siehe Book-Page) vor allem vom ehemaligen INTERFLUG-Kapitän und heutigem Condor-Flugkapitän Herrn Dr.-Ing. Ulli Unger herausgegeben werden. Auch Herr Flugkapitän i.R. Kurt Lamm, der wohl im Lilienthal-Klub SXF aktiv ist, arbeitet nach eigenen Aussagen mir gegenüber an einer Chronik der INTERFLUG. Es wäre schön, wenn alle diese Herren sich eines Tages durchringen könnten, ihr gesammeltes Wissen und Material auch hier im INTERFLUG.NET parallel zu veröffentlichen. Das INTERFLUG.NET im Web hat gegenüber den Printmedien einen großen Vorteil, es ist kostengünstiger (für den Nutzer sogar frei), leicht redaktionell zu bearbeiten und zu berichtigen (das reißt nicht ab), ständig erweiterbar und ist darum letztlich allen Prints stets frisch überlegen, auch wenn man es noch nicht auf allen Bahn- oder Flugreisen als Reiselektüre parat haben kann. Doch daran wird schon ohne Zutun von INTERFLUG.NET gearbeitet. (z.B. Lufthansa-Langstrecken)
Historische
Vorbedingungen/Vorgeschichte: Der 2. Weltkrieg war vorbei. Das Deutsche Reich (das "Dritte Reich", das "Großdeutsche Reich" von der Mars bis an die Memel, "Hitler-Deutschland") gab es als Staatsgebilde nicht mehr. Die Kapitulationsurkunde war unterschrieben (8. Mai - "Tag der Befreiung"), ein Land lag in Schutt und Asche, die Alliierten (die "Siegermächte" der "Anti-Hitler-Koalition") hielten Deutschland besetzt und hatten alle Macht übernommen. Deutschland wurde "aufgeteilt" in Besatzungszonen. Die Ansichten unter den Siegrmächten bezüglich des zukünftigen Schicksals Deutschlands waren jedoch sehr unterschiedlich und mehr und mehr von den Auseinandersetzungen zwischen den politisch verschiedenen Systemen geprägt. So kam es bald zu eindeutigen konkurrierenden Aktivitäten in beiden Teilen Deutschlands. Bereits am 5. Oktober 1949 war in den drei westlichen Besatzungszonen mit aktiver Unterstützung der westlichen Alliierten die Bundesrepublik Deutschalnd gegründet und damit die formale Trennung und Teilung Deutschlands eingeleitet worden. In Übereinstimmung mit dem Besatzungsstatus (es gab ja vor der Gründung des westdeutschen Staates nicht etwa einen Friedensvertrag) wurden drei "Hohe Kommissare" (AHK) eingestzt, welche die Lufthoheit über dem westlichen Staatsgebiet ausübten. Die täglichen Aufgaben bezüglich der Lufthoheit wurden in der BRD durch ein ziviles Luftfahrtbüro, dem CAB (civil aviation board) mit Sitz in Wiesbaden, wahrgenommen. Die Sowjetunion zog am 7. Oktober 1949 unverzüglich mit der Gründung des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden, der "Deutschen Demokratischen Republik", kurz DDR, nach. Der "deutsche Boden" bezog sich allerdings nur auf die verbleibenden Gebiete der sowjetischen Besatzungszone und den sowjetischen Sektor von Groß-Berlin. Damit wurde Berlin (d.h.,der sowjetische Sektor) zur "Hauptstadt der DDR" erklärt, obwohl gerade die Sowjets und die DDR-Regierung später immer wieder Berlin als "besondere politische Einheit" einforderten und damit alle Aktivitäten des westdeutschen Staates in Berlin unterbinden wollten, denn auch für die BRD war Berlin nach wie vor die Hauptstadt, unabhängig vom Regierungssitz Bonn. Deutsche Ostgebiete jenseits der Oder-Neiße-Linie waren dagegen lange an Polen, ehemalige polnische Gebiete an die Sowjetunion übertragen worden. Eine historische Korrektur? Ich lasse das hier mal offen. In der sowjetischen Besatzungszone und dem sowjetischen Sektor von Groß-Berlin regierten aber de facto mehr oder weniger weiterhin die Sowjets und die Lufthoheit wurde ebenfalls durch einen Hohen Kommissar ausgeübt. Darum ging auch nichts ohne die Sowjets zu machen. Deutschen Luftverkehr gab es nicht mehr. Die 1926 ehemals in Berlin gegründete und beheimatete "Luft Hansa" Deutschlands, die mit Flugzeugen und Aktivitäten in die Kriegsmaschine Hitler-Deutschlands verstrickt gewesen war, war von den Alliierten als militärische Organisation erklärt und liquidiert worden. Es konnte darum später auch keinen direkten Rechtsnachfolger dieser Gesellschaft geben. Natürlich gab es mit den Staatsbildungen auf beiden Seiten auch Bemühungen zum erneuten Aufbau einer zivilen Luftfahrt. So wurde im westlichen Teil des einstigen Deutschlands, der neuen BRD, bereits am 6. Januar 1953 die "Luftag" (Luft AG) als Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf gegründet. Diese Aktiengesellschaft nannte sich bereits am 6. August 1954 in "Deutsche Lufthansa AG" (Sitz in Köln) um und kaufte obendrein am 17. September 1954 aus der Konkursmasse der liquidierten Luft Hansa das Firmenlogo und die Flagge. Man ging sogar noch einen Schritt weiter und ließ zugleich beim Amt für Patent- und Erfindungswesen der DDR die Eintragung ins Warenzeichenregister beantragen, was auch tatsächlich so erfolgte. Dies alles ist äußerst interessant und wichtig zu wissen, bevor man sich mit der Entstehung der zivilen Luftfahrt und der DLH (DDR) in der noch jungen DDR befaßt.
Der Beginn:
Hauptdirektor wurde Arthur Pieck, der Sohn
des ersten Präsidenten des am 7. Oktober 1947 gegründeten "ersten Arbeiter- und
Bauernstaats auf deutschen Boden", Wilhelm Pieck. Er bekam für seine
Leistungen bereits 1956 den Vaterländischen Verdienstorden in Silber und 1964
dann auch noch in
Gold.
wird überarbeitet und fortgesetz.......
wird fortgesetzt ......
Am 1. Juli 2005 fand im ehemaligen Klubhaus der INTERFLUG (heute Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, FBS) unter dem Dach der Gewerkschaft Vér.di ein Senioren-Treffen statt, bei dem sich zahlreich INTERFLUG-Senioren versammelten. Da ich mich noch nicht zu dem Senioren zähle, konnte ich daran nicht persönlich teilnehmen. Unser Freund Jörn Lehweß-Litzmann, Sohn des zweiten Direktors Flugbetrieb Verkehrsflug der IF, war darum so freundlich und hat uns ein paar Bilder von diesem denkwürdigen Ereignis für das Web aufgearbeitet, die ich hier gerne auch unseren Besuchern darbringen möchte. Sollten sich weitere Teilnehmer bereit erklären, mir Bilder für die Veröffentlichung zukommen zu lassen, so bitte über das Forum mit mir Kontakt aufnehmen. Um die Bilder von Jörn zu sehen, bitte auf den nebenstehenden Button "IF-50" klicken. |