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Die alte INTERFLUG im www Die ehemalige Fluggesellschaft Mitteldeutschlands |
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updated: 04.10.2005 see Revision page
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Auf diesen Seiten sollen nach und nach die Flughäfen vorgestellt werden, die von der INTERFLUG angeflogen wurden. Dabei wird es nicht immer nach bestimmten Ordnungskriterien vorwärts gehen können, sondern mehr sporadisch nach der Verfügbarkeit der Angaben.
Heimatflughafen und Home Base aller INTERFLUG Crews war der heutige Flughafen in Schönefeld (EDDB - SXF), früher auch als Zentralflughafen Berlin-Schönefeld (ETBS - SXF) bezeichnet, den wir darum auf dieser Seite gesondert vorstellen werden. Aber auch das wird seine Zeit brauchen. Der Flughafenbetrieb wurde schwerpunktmäßig im Areal des Flughafens mehrfach verlagert. Von der sowjetischen Besatzungsmacht 1955 an die damalige Lufthansa (Ost) übergeben, mußte der ehemalige Werksflugplatz der Hernschel-Werke in Diepensee (später Schwerpunkt Nordteil Schönefeld), mehrfach erweitert, bzw. total rekonstruiert werden. Das Flughafenareal liegt fast vollständig auf Brandenburger Land, was zu DDR-Zeiten (Bezirk Potsdam) keinerlei Probleme bereitete, heute jedoch die Sache bis zum geplanten Zusammenschluß von Brandenburg und Berlin nur noch verkompliziert.
Bild zeigt die Aufteilung des ehemaligen Henschel
Zunächst wurde der Betrieb 1955 auch in Diepensee aufgenommen. Der Flugbetrieb, der Leiter Flugbetrieb und der Einsatz der Crews waren ebenso wie die Abfertigung der Passagiere in Diepensee angesiedelt Hier ein Bild aus den 80zigern, welches von Daniel Frohriep aus einer TU-134 der CSA aufgenommen wurde und bereits etliche Bauten aus späteren Jahren, wie der große Hangar links zeigt. hier im sogenannten Südteil fand und findet noch heute die Wartung von Flugzeugen statt. Heute befinden sich dort auch das GAT und die berühmte Flugschule "Airship", die bis zur ATPL ausbildet.
Später zog man auf die andere Seite der Start- und Landebahn, den später so benannten Nordteil, am Dorf Schönefeld. Das neue Abfertigungsgebäude befand sich nur etwa 200m von der Dorfkirche entfernt. Eine zweite Bahn ( heute RWY 07L/25R - 2700 m ) wurde gebaut, etliche Taxyways hinzugefügt. Die alte Bahn 23/05 diente nur noch als Abstellfläche für Flugzeuge und wurde später völlig stillgelegt.
Hier ein Bild
aus dem Anflug der RWY 07L (Kamera etwa Richtung Norden gehalten), gemacht von
Daniel Frohriep 1988. Deutlich zu erkennen, die mit roten Ziegeln gemauerte
Struktur des mehrfach verwinkelten Gebäudes. Der ganz rechte Teil beinhaltete
mehere Jahre die Inlandabfertigung (fast direkt vor Standplatz 11) und
eine VIP Lounge, später war dort die Werkküche und ein großer Essensaal
insbesondere für den Block A und den Agrarflug, welcher im etwas höheren
Plattenbau hinter dem Parkplatz der Abfertigung saß, wobei die oberste Etage der
Abteilung 01 (MfS) reserviert war. Der mittlere Teil beinhaltete die
Auslandsabfertigung, während der der linke hintere Teil die Einreise
beheimatete, der vordere linke Teile verschiedene Büros und die Prozeßleitungen.
Das in das offenen U gesetzte kleine baracken-ähnliche Gebäude ist erst viel
später, nach Inbetriebnahme der NPA dort hingesetzt worden. Sein Zweck ist mir
z.Z. unbekannt. Im linken hinteren Gebäudeteil befanden sich nach der
Inbetriebnahme der NPA die Kleiderkammer der INTERFLUG, das
Havarie-Trainingszentrum unter Leitung von Navigator Peter Lasch und der
Flugsimulator TU-134, zunächst unter Leitung von Flugkapitän Dieter Sachse.
Über die Jahre erneut zu klein geworden, wurde die Neue Passagierabfertigung, kurz NPA genannt, konzipiert und gebaut, dort wo heute noch der "Flughafen Berlin-Schönefeld" steht. Nach der Wende erfolgten umfangreiche optische Korrekturen und der Anbau von Fluggastbrücken auf der Seite der Flughafenbetriebsfläche, sowie einige Erweiterungen, wie der ganz linke Flügel und das Parkhaus.
Der Parkplatz vor der NPA ist auch heute noch Tag und Nacht gut belegt, allerdings dominieren nicht mehr Trabant, Wartburg und Lada das Bild. Dafür sind sind die Parkgebühren um einiges gestiegen.
Bilder wie dieses, wo die erste Reihe vor der NPA (Neue Passagierabfertigung) immer voller Flugzeuge stand, sind heute sehr selten geworden, dennoch sind die Passagierzahlen nicht etwa niedriger, wohl mehr bedingt durch höhere Kapazität der Flugzeuge und kürzere Wendezeiten.
So stellte sich der Zentralflughafen Berlin-Schönefeld Beginn der 80er Jahre dar. In dem blauen Block befand sich unter anderem die Einsatzlenkung des Flugbetriebes des Verkehrsfluges mit der "Klagemauer" (Einsatzplan). Von diesen Gebäuden steht heute leider nichts mehr. Fotos können darum nicht mehr gemacht werden. Wer es verpaßt hat, hat es für immer verpaßt. Besser man hätte es 15 Jahre verfallen lassen (etwas nachhelfen, wie beim Palast der Republik, das Asbest-Gespenst funktioniert immer ) und dann allen Leuten zum Fotografieren angeboten: "Das war die Prozeßleitung Flugbetrieb der INTERFLUG !" Funktioniert beim Palast doch wunderbar.
Wie oft sind wir diese Teppe hinauf und hinunter und durch diese Tür zum Dienst gegangen oder gekommen? Wer kann das noch zählen? Einst prangte ein großes gelbes C neben der Tür. Hinter der Tür saß ein "Grenzer" der PKE (Paßkontrolleinheit - alle von der Stasi) und kontrollierte anhand des Tages-Einsatzplanes (Telex von der Einsatzleitung) die Zugangsberechtigüng zur GÜST (Grenzübergangsstelle). Hatte man diesen Punkt passiert (eine reguläre Zollkontrolle gab es für Crews nicht - Stichproben waren selten), war man quasi auf dem Vorfeld und "marschierte" geradewegs zum Briefing oder direkt zum Flugzeug, ggf. auf zu Fuß quer übers Vorfeld in die zweite Reihe. Der Flughafen SXF wird heute als Ferienflughafen Schönefeld vermarktet (man sollte eigentlich fast sagen kaltgestellt). Eigentümer des Flughafens sind heute der Bund (26%) und die Länder Berlin und Brandenburg (zu jeweils 37%). Nach welchen Kriterien hier das einstige Volkseigentum der DDR (also auch mein Eigentum, denn dafür haben wir ja so wenig verdient) aufgeteilt wurde, bleibt mir unklar. Betreiber ist die Berlin-Brandenburg Flughafen Holding GmbH. Wer etwas über den Flughafen Schönefeld von heute wissen möchte, findet hier den Link zur offiziellen Website: http://www.berlin-airport.de/PubDeutsch/PubSchoenefeld/index.html
Auf der Besucherterasse an der Ramp 3 (NPA) hat sich nicht allzuviel geändert. Schön das man sie, anders als in London LHR z.B., immer noch betreten darf. Zwar kostet das heute etwas mehr (einst 50 Ost-Pfennig, IF-Personal frei) und man muß sich einem security-check unterziehen. Zu sehen gibt es allerdings nicht mehr viel. Nur selten bewegen sich dort Flugzeuge oder überhaupt irgend etwas. Das war zu INTERFLUG-Zeiten noch etwas anders. Interessant und symptomatisch für den Zustand ist, dass die Unternehmensgeschichte auf dieser Webpage 2001 endet. Man befindet sich offensichtlich in einem Vakuum der Ratlosigkeit und Lähmung. Eine Geschichte vor 1991 gibt es für den Flughafen ja soundso nicht. Diese Lücke wollen wir hier zumindestens teilweise schließen helfen. wird erweitert und fortgesetzt ...
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