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Die Bilder dieser Seite zeigen die DDR-SCH, eine frühzeitig ausgemusterte TU-134N (Normalvariante), die mit den
Triebwerken D-30 der ersten Serie (ohne Umkehrschub) ausgestattet war. Zur besseren Verzögerung nach
der Landung war im Heck ein Container mit einem Bremsschirm eingebaut (wie beim Space Shuttle), der
die abzubauende Energie für die Radbremsen (Bremsenergie) reduzieren sollte und somit
auch kürzere
Landerollstrecken ermöglichte. Dafür gab es im Luftfahrzeughandbuch extra einen spezielle Graphen.
Die Tu-134 ging aus
der TU-124 hervor, wobei wesentliche Veränderungen durchgeführt wurden. Die Verlagerung der
Triebwerke aus dem Tragflächenmittelstück an das Heck des Flugzeuges soll auf eine Forderung Nikita
Chrutschows zurückgehen, der bei einem Staatsbesuch in Frankreich die wesentlich "leisere" Caravelle
kennengelernt hatte. Die TU-134 wurde darum im Westen später auch oft als "Caravellski" bezeichnet.
Die TU-134 hatte bei INTERFLUG den Spitznamen "Bleistift" oder
"Lötlampe". Die TU-134 war stets eine Herrausforderung. Ich habe sie
gerne und 13 Jahre lang geflogen.
Ich persönlich finde, die TU-134A (mit der sogn. "Pappnase") ist eines der schönsten Flugzeuge
(Bleistifte) der
Welt. Saubere, gute Farbgebung und Pflege sind dabei Vorausetzung.
Das Modell der TU-134A der INTERFLUG wird etwa im August 2002 bei Herpa erscheinen (auch die Malev
TU-134A).
Ich habe die INTERFLUG TU-134 schon. Super!
Wer allerdings doch lieber das richtige
Flugzeug sehen möchte, wenn auch nicht mehr in einem solch guten Zustand, der
kann z.B. die DDR-SCH in Finowfurt finden:
Erlebnispark Luftfahrt Finowfurt
Luftfahrthistorische Sammlung
Finowfurt>
Luftfahrt Shop Finowfurt
Biesenthaler Strasse 1
16244 Finowfurt
Telefon: 03335/7233
Fax: 03335/326224
Hier ein paar Bilder als
Vorgeschmack. Zum
Vergrößern der Bilder einfach auf das Bild klicken und mit der Browser Schaltfläche "zurück" dann
wieder hierher.
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| Die DDR-SCH, eine Normalvariante mit den Triebwerken Solojev D-30 1.Serie, ohne Umkehrschub und noch mit elektrischen Anlassern/Generatoren, hier in Aero-Park Finow, leider in einem sehr schlechten Zustand. |
Die Port-Seite der DCH mit einer original INTERFLUG Gangway. Die für die N-Variante typische "Glasnase" verrät eindeutig die militärische Abstammung. |
Neben der verglasten Bugkanzel gehörten die Radarwanne und die langen Rohre, die die Aufgabe hatten, die pressure ports in die ungestörte Strömung zu bringen, zu den typischen Merkmalen |
Die untere plane Scheibe der Kanzel gab dem dort sitzenden Navigator beste Beobachtungsmöglichkeiten der "landmarks" |
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| Die geschlossenen Klappen des Bremsschirm-Containers. Der Bremsschirm mußte nach Benutzung von den Piloten (extra Ausbildung) selbst wieder gepackt und im Container verstaut werden, was nicht immer einfach war. |
Der Gang ins Cockpit führte durch den vorderen Laderaum bis hinunter in die Navigator-Kanzel. Gut zu erkennen das Radar-Sichgerät für die Piloten aus einem schenkbaren Ständer montiert und fast immer im Wege. |
Die mittlere Gerätetafel mit den Triebwerksgeräten, sowie den Bedienpulten für VOR/ILS. Die mußten von den Piloten "gesetzt" werden oder der Navigator mußte aus seiner "Hütte" gekrochen kommen. CRM läßt grüßen, wie man sich leicht vorstellen kann. |
Die linke Seite (port-side) des Cockpits beim Captain. Dort befanden sich Drosselhebel (bei beiden Piloten) und Schalter für Landeklappen, Rumpfklappe und Interceptor (ground-spoiler), sowie das COMM selection panel. |
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| Die obere Gerätetafel (overhead panel). Dort befanden sich auch die Bedienelemente für die Kraftstoffanlage und der Fahrwerksbedienhebel (!!!) |
Das overhead panel aus der Sicht des Kapitäns. |
Der Navigator-Arbeitsplatz. Gut zu erkennen das aufgehängte Sichtgerät des Radars mit dem Tubus. |
Die Elektroschalttafel befand sich in der Navigatorkanzel. Es ist wirklich eine TU-134. Jedes Triebwerk hatte zwei Generatoren. |
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| Die Navigationsgeräte am Arbeitsplatz des Navigators. Besonders auffällig die große Anzeige des Kurskreisels (Usch-1), der allen Navigatoren später in der A-Variante sehr fehlte, da er eine sehr genaue Ablesung ermöglichte (1/2 Grad). |
Die Verbindungstür vom vorderen Frachtraum zur Kabine. Man beachte die drei Verriegelungsmöglichkeiten der Tür. Osama hatte keine Chance, die Tür zum Cockpit hatte noch einmal drei. Echtes Schleusen war möglich. |
Das Betankungspanel unterhalb der rechten Tragfläche. Für die Betankung und die richtige Wahl der Schalterstellungen war in der Regel der Copilot, als sogn. "techn. Verantwortlicher", zuständig. |
So sah das einmal früher im Flugbetrieb aus. Hier als Kapitän der Prof. Dr. Rolf Heinig, als Copilot Capt. Walter Nembach und als Navigator Erich Tauchen, später Oberinstrukteur für Navigatoren
alle Bilder © by Capt. Gerd Ritter |
Die Bezeichnung N
für Normalvariante stellt eine INTERFLUG interne Bezeichnung dar,
ebenso wie AN, welche eine bei INTERFLUG in geringen Stückzahlen
eingestzte Mischvariante bezeichnete, welche zwar noch die Glaskanzel hatte aber bereits mit
Triebwerken D-30 2.Serie mit Umkehrschub ausgestattet war und welche in ihrer Weiterentwicklung bei
Aeroflot als A- oder B-Variante zu sehen war, während bei INTERFLUG und
anderen Airlines (Aviogenex, CSA etc.) die A-Varianten nur mit geschlossener "Papp-Nase" geflogen
wurden, wo der Navigator auf einen Klappsitz und mit einem ausziehbaren Arbeitstisch in der Mitte
zwischen den Piloten saß und zum großen Leidwesen der Navigatoren nichts mehr von der "Welt" sah.
Auf viele Details
werden wir auf späteren Seiten bei der Beschreibung der TU-134 noch einmal genauer eingehen. Die Bilder hier
zeigen natürlich einen erbärmlichen Zustand der D-CH, wie er zu Zeiten des Einsatzes bei IF nie war.
Die Wartung bei Interflug konnte als eine der besten im Ostblock angesehen werden, dank des hohen
Einsatzes der INTERFLUG-Mechaniker und -Ingenieure.
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