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Die DDR-SCB war einst die erste in der DDR mit der Werknummer 8350503 registrierte TU-134 . Sie wurde 3 Tage vor der DDR-SCA, Werknummer 8350502, nämlich am 26.07.1968 im Luftfahrtregister der DDR verewigt. Nach dem Eintreffen der TU-134AN 1971 und der TU-134A 1973 wurde sie später bei INTERFLUG intern die Normalvariante (TU-134N) genannt.
Sie wurde noch durch Triebwerke D-30 der ersten Serie (ohne Umkehrschubeinrichtung) angetrieben, besaß eine Rumpfklappe und einen
Bremsschirm zur Verzögerung nach der Landung. Zunächst konzipiert für eine 5-Mann-Crew (2 Flugzeugführer, Navigator, Bordingenieur, Funker) wurde sie bei INTERFLUG jedoch mit einer 3-Mann-Crew operiert (2 Piloten und Navigator). Die Aufgaben wurden entsprechend verteilt. Der Copilot wurde der sognenannte "technische Verantwortliche" und mußte auch die Preflight Inspection (Rundgang, walk around) durchführen, sowie die Betankung anleiten bzw. beaufsichtigen und ersetzte damit den Bordingenieur. Die Elektrotafel wurde dem Navigator zugeteilt. Das Einstellen der Schubhebel (throtle) im Fluge führte der nichtfliegende Pilot (PNF or PM) auf Kommando des fliegenden Piloten (PF) durch, ansonsten eine Aufgabe des Bordingenieurs zu dieser Zeit.
Hier noch drei Bilder aus der Einsatzzeit der
DM-SCB (später DDR-SCB) bei der INTERFLUG.
Nach ihrer Außerdienststellung 1988 war sie zunächst per Straßentransport nach Oschersleben gelangt und dort als Cafe betrieben worden. (oberen zwei Bilderreihen). Sie wurde auch im Oktober 1988, nach gut 20 Jahren Dienst im Verkehrsflug der INTERFLUG, ordnungsgemäß aus dem Luftfahrtregister der DDR gestrichen.
Im Jahre 2004 gelang es dem Verein "Junkerswerk Magdeburg e.V" gemeinsam mit dem Flughafen Magdeburg, die inzwischen nicht mehr genutzte und bereits ziemlich verwahrloste, schon gut 36 Jahre alte DDR-SCB, geschenkt zu bekommen. Nach vielen
bürokratischen Hürden wurde die DDR-SCB am 27. September 2004 in Oschersleben
abgebaut und zerlegt. In der Nacht vom 27. zum 28. September wurde sie dann
quasi in einer Nacht- und
Nebelaktion vom Technischen Hilfwerk zum Flughafen Magdeburg transportiert (mittlere Bilder) und dort
am 30. September auf
90cm hohen Betonsockeln aufgestellt (untere Bilder). Bis zum 03. Oktober waren
dann die wesentlichen Teile wieder zusammengefügt. Gerade noch richtig zum 55.
Jahrestag der ehemaligen DDR. Eine erneute Verwendung als
Cafe ist nicht vorgesehen. Man wird wohl eine Art Museum oder etwas Ähnliches
einrichten. Die Kabine hat aber wie die ganze Maschine inzwischen sehr gelitten. Obwohl der Vorgang der Restaurierung noch lange
nicht beendet ist (es ist ja auch eine Geldfrage - Sponsoren sind sicherlich
willkommen), kann man das Flugzeug wohl als gerettet bezeichnen und man
kann allen Beteiligten zu dieser großartigen Leistung nur gratulieren.
Diese Seite wäre nicht möglich geworden, hätten hier nicht viele unserer "Leser"
mit zahlreichen Bildern dazu beigetragen.
Unser Dank geht darum insbesondere an
Dirk Luckhardt - stellv. Vorsitzender "Junkerswerk Magdeburg e.V",
Henning Tikwe - Webmaster eines befreundeten Webs,
Herrn Erich Manthey - bis 1960 Verkehrsleiter der DLH in Eisennach,
dem THW Magdeburg,
der "Volksstimme Magdeburg",
Thomas Gebhardt,
Harald Laaß
und natürlich auch allen anderen, z.T.
unbekannte Fotografen.
Sollte mal Zeil sein (Oh Gott, wann?), dann
werde ich diese Bilder auch noch beschriften. Ich werde später auch eigene
Bilder hinzufügen, sowie ich in Magdeburg war. Solange zunächst einmal viel Spaß
beim Betrachten des Vorhandenen.
Bilder zur DDR-SCB:
Ich bin sehr gespannt, wie es in Zukunft mit der DDR-SCB weitergeht. Ungeklärt
sind ja auch immer noch die Schicksale der DDR-SCF und der DDR-STA, die in
Leipzig vor sich hin rotten.
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