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Auf diesen Seiten sollen nach und nach die Flughäfen die von der INTERFLUG angeflogen wurden und die einzelnen Arbeitsplätze auf den Flughäfen vorgestellt werden.Dabei wird es nicht immer nach bestimmten Ordnungskriterien vorwärts gehen können, sondern mehr sporadisch nach der Verfügbarkeit der Angaben.
Zum Beginn hat uns Martin Weiler, sein Arbeitsleben und sein Aufgabengebiet bei INTERFLUG geschildert.
Heimatflughafen und Home Base aller INTERFLUG Crews war der heutige Flughafen in Schönefeld (EDDB - SXF), früher auch als Zentralflughafen Berlin-Schönefeld (ETBS - SXF) bezeichnet, den wir darum auf dieser Seite gesondert vorstellen werden. Aber auch das wird seine Zeit brauchen.
Der Flughafenbetrieb wurde schwerpunktmäßig im Areal des Flughafens mehrfach verlagert. Von der sowjetischen Besatzungsmacht 1955 an die damalige Lufthansa (Ost) übergeben, mußte der ehemalige Werksflugplatz der Hernschel-Werke in Diepensee (später Schwerpunkt Nordteil Schönefeld), mehrfach erweitert, bzw. total rekonstruiert werden. Das Flughafenareal liegt fast vollständig auf Brandenburger Land, was zu DDR-Zeiten (Bezirk Potsdam) keinerlei Probleme bereitete, heute jedoch die Sache bis zum geplanten Zusammenschluß von Brandenburg und Berlin nur noch verkompliziert. |
 Das Bild zeigt die Aufteilung des ehemaligen Henschel
Werkflugplatzes zur Zeiten des Dritten Reiches. |
Zunächst wurde der Betrieb 1955 auch in Diepensee aufgenommen.
Der Flugbetrieb, der Leiter Flugbetrieb und der Einsatz der Crews waren ebenso
wie die Abfertigung der Passagiere in Diepensee angesiedelt Hier ein Bild
aus den 80zigern, welches von Daniel Frohriep aus einer TU-134 der CSA
aufgenommen wurde und bereits etliche Bauten aus späteren Jahren, wie der große
Hangar links zeigt.
Hier im sogenannten Südteil fand und findet noch heute die
Wartung von Flugzeugen statt.
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| Hier eine Übersicht aus
dem Jahre 1960 von Helmut Munk, welche zeigt, daß zu dieser Zeit drei
Bahnen in Betrieb waren, wobei die RWY 23/05 die längste und von der
IL-14 genutzte Bahn war. Die hell gezeichnete Bahn 25L/07R war hier offensichtlich noch nicht in Betrieb. Das am rechten Bildrand
auftauchende Waltersdorf hatte noch kein Einkaufscenter und war ein
unscheinbares Dorf in der flachen Landschaft, heute dagegen ein guter
Sichtorientierungspunkt, mit IKEA und Höffner, Mediamarkt und andern.
Von grüner Wiese keine Spur mehr. Wo waren da die Grünen? |
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| Diese Anflugkarte aus der
Vor-Jeppesen-Zeit der DLH/INTERFLUG von Helmut Munk zeigt das Verfahren
für den NDB-Anflug, welcher zu dieser Zeit noch nicht das russische
System "große Schachtel" darstellte. Alle Karten waren handgemalt, z.B.
von Helmut Munk. die NDB hießen simple "A" und "AB" und waren etwa 1000
bzw. 4000m vom Aufsetzpunkt stationiert, wie es für das russische System
"Große Schachtel" üblich war. Gekurvt wurde über der 160m MSL hohen
Hedwigshöhe (Krankenhaus) und der Endanflug wurde in 400m AAL über
"AB" begonnen. |
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Später zog man
auf die andere Seite der Start- und Landebahn, den so benannten Nordteil,
am Dorf Schönefeld. Das neue Abfertigungsgebäude befand sich nur
etwa 200m von der Dorfkirche entfernt.
Eine zweite Bahn (heute RWY 07L/25R - 2700 m ) wurde gebaut, etliche Taxyways hinzugefügt. Die
alte Bahn 23/05 diente nur noch als Abstellfläche für Flugzeuge und wurde später
völlig stillgelegt.
Hier ein Luftbild des Flughafens aus den 90zigern.
Die dunkle Bitumen-RWY 07R/25L (3000m CatIII ) ist leider nicht
vollständig abgebildet.
Die größere helle Fläche im Norden ist die Ramp
3 vor der NPA, links davon zwischen zwei Taxyways die Ramp 2 und ganz
links dann die alte Ramp 1. |
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Hier ein Bild aus dem Anflug der RWY 07L (Kamera etwa Richtung Norden gehalten), gemacht von
Daniel Frohriep 1988. Deutlich zu erkennen, die mit roten Ziegeln gemauerte
Struktur des mehrfach verwinkelten Gebäudes. Der ganz rechte Teil beinhaltete
mehere Jahre die Inlandabfertigung (fast direkt vor Standplatz 11) und
eine VIP Lounge, später war dort die Werkküche und ein großer Essensaal
insbesondere für den Block A und den Agrarflug, welcher im etwas höheren
Plattenbau hinter dem Parkplatz der Abfertigung saß, wobei die oberste Etage der
Abteilung 01 (MfS) reserviert war. Der mittlere Teil beinhaltete die
Auslandsabfertigung, während der der linke hintere Teil die Einreise
beheimatete, der vordere linke Teile verschiedene Büros und die Prozeßleitungen.
Das in das offenen U gesetzte kleine baracken-ähnliche Gebäude ist erst viel
später, nach Inbetriebnahme der NPA dort hingesetzt worden. Im linken hinteren Gebäudeteil befanden sich nach der
Inbetriebnahme der NPA die Kleiderkammer der INTERFLUG, das
Havarie-Trainingszentrum unter Leitung von Navigator Peter Lasch und der
Flugsimulator TU-134, zunächst unter Leitung von Flugkapitän Dieter Sachse. Das Vorfeld außerhalb der Abertigung bekam den Namen "Ramp 1", die Standplätze
zählten von 1 bis 11, wobei nicht alle Nummern vergeben waren.
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Über die Jahre erneut zu klein geworden,
wurde die Neue Passagierabfertigung, kurz NPA genannt, konzipiert und gebaut. Dort
wo heute noch der "Flughafen Berlin-Schönefeld" steht. Nach der Wende
erfolgten umfangreiche optische Korrekturen und der Anbau von Fluggastbrücken
auf der Seite der Flughafenbetriebsfläche, sowie einige Erweiterungen, wie
der ganz linke Flügel und das
Parkhaus.
Der Parkplatz vor der NPA ist auch heute noch Tag und Nacht gut belegt, allerdings dominieren nicht mehr Trabant, Wartburg und Lada das Bild.
Dafür sind sind die Parkgebühren um einiges gestiegen. |

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Bilder wie dieses, wo die erste Reihe vor der NPA (Neue
Passagierabfertigung)
immer voller Flugzeuge stand, sind heute wieder mehr zu sehen.
Auch ein Ergebniss der vielen Low-Cost Carrier wie EasyJet und Ryanair. |
So stellte sich der Zentralflughafen Berlin-Schönefeld Beginn der
80er Jahre dar.
In dem blauen Block befand sich unter anderem die Einsatzlenkung
des Flugbetriebes des Verkehrsfluges
mit der "Klagemauer" (Einsatzplan). Von
diesen Gebäuden steht heute leider nichts mehr.
Fotos können darum nicht mehr
gemacht werden.
Wer es verpaßt hat, hat es für immer verpaßt.
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Wie
oft sind wir diese Teppe hinauf und hinunter und durch diese Tür zum Dienst
gegangen oder gekommen? Wer kann das noch zählen? Einst prangte ein großes
gelbes C neben der Tür. Hinter der Tür saß ein "Grenzer" der PKE
(Paßkontrolleinheit - alle von der Stasi) und kontrollierte anhand des
Tages-Einsatzplanes (Telex von der Einsatzleitung) die Zugangsberechtigüng zur
GÜST (Grenzübergangsstelle). Hatte man diesen Punkt passiert (eine reguläre
Zollkontrolle gab es für Crews nicht - Stichproben waren selten), war man quasi
auf dem Vorfeld und "marschierte" geradewegs zum Briefing oder direkt zum
Flugzeug, ggf. auf zu Fuß quer übers Vorfeld in die zweite Reihe. |
| Der Flughafen SXF wurde als Ferienflughafen Schönefeld
vermarktet (man sollte eigentlich fast sagen kaltgestellt). Eigentümer des Flughafens
sind heute der Bund (26%) und die Länder Berlin und Brandenburg (zu jeweils
37%). Nach welchen Kriterien hier das einstige Volkseigentum der DDR aufgeteilt wurde,
bleibt unklar. Betreiber ist die Berlin-Brandenburg Flughafen Holding GmbH.
Heute wirde der Flughafen Schönefeld wieder mehr durch internationale Fluggesellschaften genutz. Er verbindet Berlin mit vielen europäischen Destinations. Leider fehlen immer noch die interkontinentalen Flüge. Dieses wird sich hoffentlich mit der Fertigstellung vom "Neuen" Schönefelder Flughafen, Berlin-Brandenburg International (BBI), ändern. |
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Auf der Besucherterasse an der Ramp 3 (NPA) hat sich nicht allzuviel geändert.
Schön das man sie, anders als in London LHR z.B., immer noch betreten
darf. Zwar kostet das heute etwas mehr (einst 50 Ost-Pfennig, IF-Personal frei)
und man muß sich einem security-check unterziehen. Zu sehen gibt es allerdings
nicht mehr so viel.
Wer mehr über den Flughafen Schönefeld von heute wissen möchte, findet hier den
Link zur offiziellen Website:
http://www.berlin-airport.de/PubDeutsch/PubSchoenefeld/index.html
Interessant und symptomatisch für den Zustand ist, dass die
Unternehmensgeschichte auf dieser Webpage 2001 endet. Man befindet sich
offensichtlich in einem Vakuum der Ratlosigkeit und Lähmung. Eine Geschichte vor
1991 gibt es für den Flughafen ja soundso nicht. Diese Lücke wollen wir hier
zumindestens teilweise schließen helfen.
wird erweitert und fortgesetzt ...
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